Stimm- und Sprechexpertin, Künstlerin, Dozentin: Sarah Giese

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00:00:18: Herzlich willkommen zum PEPSY-Podcast.

00:00:20: PEPSY steht ja bekanntlich für Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie, und heute findet eine weitere Episode zu Berufe und Persönlichkeit Bewerbungsgespräche Reloaded statt!

00:00:32: Mein Gast heute ist Sarah Giese.

00:00:36: Hallo Sarah schön dass du hier bei mir bist.

00:00:39: Wie geht's dir?

00:00:40: Mir gehts Gut, ich bin ein bisschen aufgeregt in ganz so viele Bewerbungsgespräche.

00:00:46: Also im klassischen Sinne hatte ich die in meinem Leben noch gar nicht.

00:00:50: Okay dann wird's ja jetzt Zeit!

00:00:54: Ja, ich freue mich und vielen ist es vielleicht schon aufgefallen dass sie deine Stimme wahrscheinlich schon kennen und das möcht ich an der Stelle auch erwähnen bevor wir über deinen Beruf sprechen, dass du tatsächlich mein Intro aufgesprochen hast

00:01:11: Für das ich dir sehr dankbar bin weil ich es auch sehr gelungen finde und man schon jetzt eine Ahnung haben kann was du eigentlich beruflich machst.

00:01:21: also insofern meine Frage an dich mit welchem Beruf stellst du dich mir denn heute vor?

00:01:28: Ich stelle mich mit einem großen Sammelbegriff freischaffende Künstlerin bei dir vor.

00:01:35: sehr gut.

00:01:36: Und was bedeutet das, damit auch die Zuhörenden das verstehen?

00:01:40: Vielleicht gibst du uns einen Einblick mal in einen Arbeitstag oder eine Arbeitswoche wahrscheinlich besser.

00:01:47: Ja, das ist sinnvoller denn das ist wirklich ein Hybrid aus verschiedenstem, denn es sind so fünf bis sechs große Bausteine... Ich bin im weitesten Sinne im Bereich darstellende Künste unterwegs.

00:02:02: Ich bin Sprecherin, ich bin Performerin, Dramaturgin, Regisseurin und Stimm- und Sprechtrainerin und Specherzieherin.

00:02:10: Das waren jetzt glaube ich sechs Begriffe die ich habe fallen lassen und diese verschiedenen Bereiche tauchen in so einer Woche normalerweise auch alle auf.

00:02:22: Das war tatsächlich eine ganze Menge.

00:02:24: Ich könnte es wahrscheinlich selber nicht wiederholen, aber da ich dich ja auch schon kenne glaube ich finden wir dann guten Zugang auch in deine beruflichen Tätigkeiten und dein Profil vielleicht um ein bisschen besser auch deinen Beruf zu verstehen.

00:02:39: was hast du denn gelernt studiert oder was ist sozusagen deine Ausbildung gewesen?

00:02:48: Literatur, Kommunikations-Theaterwissenschaftlerin mit Magister abgeschlossen und im zweiten Bildungsgang habe ich noch Sprecherziehung und Sprechwissenschaften studiert.

00:02:59: Das sind so die beiden in Anführungszeichen großen Bildungsabschlüsse, die ich habe.

00:03:05: aber wie das im künstlerischen Bereich ist – es hat schon ganz früh angefangen passiert dann ja doch über die Arbeit in der Praxis und über das Lernen in der praxis.

00:03:16: Aber da kommen wir bestimmt gleich noch, gleich noch genauer zu?

00:03:19: Ja tatsächlich!

00:03:21: Und bevor wir dann in das eigentliche Bewerbungsgespräch starten und nochmal über deinen Werdegang sprechen ich habe so ein paar Fragen einfach so Fakten basiert nämlich... Ich hoffe es ist in Ordnung.

00:03:33: alter.

00:03:37: Wohnort

00:03:38: Münster

00:03:39: Hobbies.

00:03:43: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

00:03:44: Das klingt total abgedroschen, aber sonst hätte ich gesagt ins Theater gehen, tanzen, Bewegung, Stimme singen.

00:03:52: Aber irgendwie ist das auch noch mein Hobby.

00:03:56: Yoga mache ich noch und gehe sehr gerne wandern – doch ein paar Hobbys ja!

00:04:02: Fahrradfahren in Münster gehört auch dazu, klar.

00:04:04: Siehst du dann also wer wünscht sich das nicht seinen Beruf oder sein Hobby zum Beruf zu machen und da noch ein paar richtig coole Hobbys zu haben zusätzlich?

00:04:13: Weitere zwei Fragen noch Lieblingsland

00:04:16: England

00:04:17: Und Lieblungsort

00:04:22: Meine Dusche

00:04:25: Wennst Du das kurz erläutern?

00:04:27: nein musst Du auch nicht ist schön

00:04:31: war ja eine Assoziationsfrage und das war tatsächlich das, was gerade kam unter der Dusche stehen.

00:04:35: Und ich habe die Angewohnheit unter der Dusche meinen Morgen Kaffee zu trinken weil da so eine kleine schon in meiner alten Wohnung aber auch in meiner jetzigen, so ne kleine Nische ist wo der Kaffees nicht das Duschwasser abbekommt.

00:04:47: Das ist ein absoluter Wohlfühlwonnen Moment und wahrscheinlich es ist deswegen einer meiner Lieblingsorte her.

00:04:54: Prima!

00:04:54: Seid ihr sehr gegönnt?

00:04:56: Jetzt käme aber noch eine Folgefrage auf, die eigentlich nicht dahingehört.

00:04:59: Aber singst du dann auch unter der Dusche und hast den Kaffee in der Hand?

00:05:02: Ja!

00:05:03: Auf jeden Fall.

00:05:04: Prima.

00:05:05: So ein schöner Einstieg in den Tag.

00:05:09: Und bevor wir tatsächlich dann einsteigen habe ich eine Frage weil das ja auch für diesen Podcast interessant ist für die Zuhörenden, die sich vielleicht mit Bewerbungen beschäftigen insbesondere auch ... Auswahlverfahren, also nicht nur Bewerbungsgesprächen sondern Assessment-Centern oder Auswahlprozeduren.

00:05:29: Ich weiß dass du dich da sehr gut auskennst, nicht nur aus der Sicht der Teilnehmenden, sondern auch bis hin zu den... Also bei uns in der Diagnostik sagen wir mal beobachtenden aber du bist ja auch Teil von Kommissionen.

00:05:42: Richtig!

00:05:43: Vielleicht können wir so zwei Perspektiven kurz beleuchten.

00:05:46: warst Du selber auch?

00:05:47: Oder welcher Erfolg hast Du gemacht selber auf der Seite des der Bewerbenen zu sein?

00:05:52: Also gerade im künstlerischen Kontext gibt es natürlich zweierlei.

00:05:56: Es gibt Castings, das ist das was ja oder Auditions hier nachdem in welchem Bereich ich unterwegs bin oder wie's genannt wird.

00:06:04: Das hat auch etwas von einem Bewerbungsgespräch aber ganz kurz.

00:06:11: und dann gibt es aber auch im Hochschulkontext Kommissionen.

00:06:16: an einer Hochschule aufgenommen werden möchte.

00:06:20: Das sind die künstlerischen Eignungsprüfungen oder auch natürlich, wenn ich dort lehren möchte und da habe ich beides kennengelernt.

00:06:28: also ich bin aktuell in der Schauspielkommission im Institut für Musikfachbereich Musical in Osnabrück an der Hochschulen und bin dabei bei den Aufnahme- und Eignungsprüfungen mit.

00:06:38: dabei habe aber selber auch schon als Dozentin kennengelernt, dass ich vor Kommissionen saß von ProfessorInnen und mich dann da im Vorsprechen und dem Probeunterrichten beweisen musste.

00:06:53: Also eine ganze Menge Erfahrung aus beiden Perspektiven?

00:06:57: Das lässt sich jetzt wahrscheinlich gar nicht so kurz und knapp zusammenfassen.

00:07:00: Aber vielleicht auch hier was wäre dein Tipp so auch aus der Sicht einer Bewerbenden den du mitgeben würdest auch gerade für den künstlerischen Bereich, für den du ja hier auch wirbst und auch den du repräsentierst.

00:07:16: Also es wäre Frage Eins und Frage Zwei vielleicht auch aus deiner Kommissionsperspektive?

00:07:20: Ja das kann ich in einer Frage gebündelt sogar beantworten weil beide Seiten das sinnvolle oder wichtig ist und da würde mich dann später interessieren, ob das außerhalb des künstlerischen Bereichs also bei klassischeren in dicken Anführungszeichen Bewerbungsgesprächen nicht auch eine Eigenschaft sein könnte die hilfreich sein könnte.

00:07:42: Ich glaube dass das Wichtigste ist sofern das in so einer Situation möglich ist durchlässig zu bleiben.

00:07:50: Also offen für das zu bleiben was mir da angeboten wird was mir im Gespräch angeboten wird, was mir aber auch an Aufgaben angeboten wird und neugierig zu sein.

00:08:05: Offen ist immer ganz schwierig finde ich wenn man eine Person sagt jetzt sei doch mal offen vor allem wenn ich in der Aufregung bin.

00:08:13: wie soll das funktionieren?

00:08:14: Und vielleicht kann dieses Ummünzen auf Neugier bewahren den Raum aufnehmen die Menschen aufnehmen sich zu trauen, nicht so viel zu planen.

00:08:27: Sondern wirklich im Moment, so gut es geht zu sein und dem zu vertrauen dass der Moment funktionieren kann wenn ich an diesen Ort gehöre.

00:08:35: das wäre mein wichtigster Tipp für beide Seiten.

00:08:40: Ich bin überzeugt, dass das ein super Tipp ist natürlich für den künstlerischen Bereich wahrscheinlich auch für den Bereich aus der Wirtschaft also den ich vielleicht eher auch repräsentiere Und kann das insofern bestätigen, weil wir ja gerade das Gegenteil erleben.

00:08:58: Dass wir oft bewerbende Kandidaten haben... die übermaßen vorbereitet sind.

00:09:05: Man kann es ihnen ja auch nicht übel nehmen, dass man sich intensiv vorbereitet aber das eben oft auch eher mit der Aneigung von Wissen.

00:09:13: Dass man sagt ich habe die Frage, ich kenne die Frage oder hab ganz viele Fragen angeguckt und kann eine Antwort auf eine Frage abspulen.

00:09:21: Das ist dann aber eben nicht mehr die eigene.

00:09:23: Wir sprechen dann eher von Authentizität Aber Durchlässigkeit trifft vielleicht noch viel besser.

00:09:30: Und wenn man den Bewerbenden gerade so in der Wirtschaft oder in der Organisation und Wirtschafts-Assessments vielleicht auch nicht zu sehr abverlangt, dass sie performen.

00:09:43: Und immer irgendwie auch die richtige Lösung oder Antwort parat haben und alles muss irgendwie geschliffen und es gibt sozusagen eine Musterlösung dann hätten wir vielleicht auch viel mehr Authentizität und auch Durchlässigkeit in unseren Verfahren, so wie ich sie kenne und wie wir sie praktizieren.

00:10:01: Und können uns da aus dem künstlerischen Bereich bestimmt was abschauen?

00:10:04: Ja

00:10:05: also meine Erfahrung ist zumindest dass die Neugier dann guter Schlüssel sein kann.

00:10:11: Neugiere ich auf die Menschen, auf die ich treffe, auf diese Situation aber auch auf mich in dieser neuen ungewohnten Situation und auf mein agieren in dieser Situation.

00:10:24: Ich befürchte, dass wir da so eine Abweichung haben, worum es vielleicht noch nicht so eins zu eins übertragbar ist.

00:10:29: Nämlich ich bin sicher das hier im künstlichen Bereich also von Aufnahmeprüfung für Musical-Darstellende, für Sprecher, Spricherinnen, Schauspiel... wahrscheinlich auch viel mehr zu bieten habt, weil ihr natürlich unterschiedliche Stücke vielleicht anspielen lasst oder Vorbereitungen.

00:10:50: Oder auch spontan improvisationstheater oder also improvisiert und das ist bei uns glaube ich ein bisschen eingeschränkter wenn man dann eben so klassische Interviews Rollenspiele Mitarbeiter Gespräch.

00:11:05: Trotzdem fühl ich mich inspiriert, da vielleicht auch mehr auf eure Perspektive zu schauen oder eure Erfahrung zu schauen.

00:11:12: Vielleicht dann noch eine valide oder treffende Personalauswahl zu betreiben.

00:11:18: Ja, schön!

00:11:19: Super.

00:11:21: und jetzt steigen wir mal ein.

00:11:24: Puh!

00:11:24: Du hast ja eben schon...

00:11:24: Ich setze mich nochmal um.

00:11:26: Genau, ich setz dich erstmal aufrecht

00:11:27: hin.

00:11:27: Damit du ruhig lässiger wirst?

00:11:30: Das ist ganz einfach.

00:11:31: die Frage war das natürlich auch ganz spannend, mal zu hören wie dein Leben verlaufen ist, also deine Vita.

00:11:38: Und das ist ja auch tatsächlich typisch für ein Bewerbungsgespräch als Einstieg.

00:11:43: Ich betone das auch immer wieder um natürlich auch Ansätze für Nachfragen zu finden aber einfach mal so ein kleines Warming abzuhaben und natürlich ist es auch super spannend.

00:11:51: Die Menschen sind ja neugierig auf Menschen und ihren Lebenslauf.

00:11:55: Lass mal gerne hören wie's dein Leben, deine berufliche Entwicklung verlaufen?

00:12:01: Wie sah deinen ... Lebenslauf bisher aus.

00:12:04: Ja, da habe ich gerade direkt gedacht spannend zu gucken was ist persönlich und wann wird es zu privaten?

00:12:10: Und das ist ja genau dieser Eiertanz!

00:12:12: Ich versuche den mal oder diese Gratwanderung so galant wie möglich zu vollziehen dass es persönlich ist aber nicht zu privat wird.

00:12:21: Ich habe einen nicht ganz klassisch bildungsbürgerlichen Hintergrund und deswegen bin ich mir inzwischen sicher ist dieser Beruf auch erst so in meinen dreißiger Jahren zu mir gekommen.

00:12:36: Und ich wusste gar nicht, dass das eine Möglichkeit sein könnte aus diesem Mischmarsch an verschiedenen künstlerischen und ja auch lehrenden Tätigkeiten überhaupt den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

00:12:54: Abi gemacht.

00:12:55: Bin aber die erste in meiner Familie, die überhaupt Abitur gemacht hat oder aus der engeren Familie und hab dann gedacht naja wenn du jetzt die erste bist dann studieren auf jeden Fall aber vielleicht nicht direkt was künstlerisches obwohl ich von klein auf immer also seit ich neun bin Theater gespielt habe und das geliebt habe und Geschichten geschrieben habe und nachgespielt habe Und war wirklich aus diesem Hintergrund heraus zu feige an den Schauspielschulen vorzusprechen.

00:13:23: Das kann ich auch in diesem so hart benennen, das war es.

00:13:26: Ich habe gedacht, dass das kann ich mir nicht erlauben und das traue ich mir nichts zu.

00:13:30: Und hab dann erst Germanistik und Anglistik angefangen zu studieren aber relativ schnell gemerkt.

00:13:36: Also Lehrerin, das wäre wirklich nur die Nummer sicher und das möchte ich nicht aus diesem Grund an die Schule zu kommen.

00:13:43: Das wäre niemandem fair gegenüber und habe dann umgeschwenkt auf Magisterstudium, hab noch Kommunikationswissenschaft dazugenommen.

00:13:52: Und hat mich in der Anglistik- und Literaturwissenschaft sehr schnell auf Drama fokussiert.

00:13:59: Und hab währenddessen aber ganz viel meine Fühler ausgestreckt!

00:14:04: Hab zwar brav studiert und auch in der Regelstudienzeit abgeschlossen, aber war währenddessen in ganz vielen verschiedenen Theatergruppen aktiv.

00:14:12: In Performance-Gruppen bin dann auch nach England gegangen und hab da Regieassistenz gemacht oder erst eine Regie-Hospitanz und bin dann in die Assistenz rübergerutscht.

00:14:23: Hab mehrere Regiepraktika an deutschen Theatern gemacht währenddessend.

00:14:27: Und hab dann immer gedacht naja... Dann mach's jetzt sein Abschluss!

00:14:31: Und danach wirst du wahrscheinlich Dramatur gehen oder sowas Ähnliches.

00:14:36: Aber vor allem gehst Du zurück nach England, weil mir das da so gut gefallen hat und dann ist was ganz Schönes aber überraschendes passiert.

00:14:44: Mir wurde von meiner damaligen Abschlussarbeitsbetreuerin eine Doktorarbeit angeboten in der Literaturwissenschaften und in der Anglistik.

00:14:55: Du kannst das auch zu einem Theater-Thema machen und dann dachte ich, Moment!

00:14:58: Das ist ja gar nicht so dumm.

00:15:00: Dann kannst du vielleicht mal Intendantin werden.

00:15:03: Also eine ganz hanebüchende Vorstellung davon was das mit sich bringen könnte und dachte natürlich auch direkt aus meinem Hintergrund heraus Wow, jetzt darfst du vielleicht einen Doktor machen und dir wird das angeboten.

00:15:19: Stipendium stand auch direkt im Raum und habe ich auch

00:15:21: bekommen.".

00:15:22: Und ich hab mich so geschmeichelt gefühlt und hatte einfach ganz klar das Gefühl, dass kann ich und darf nicht ablehnen.

00:15:31: Obwohl irgendwas in mir drin schon lautgeschrien hat – Das kann es nicht sein.

00:15:36: der Elfenbeinturm und das akademische Arbeiten zu Theater, das würde dich nicht glücklich machen!

00:15:43: bin dann aber diesen Weg gegangen und habe im Forschungsaufenthalt in New York dann gemerkt, dass ich was ändern muss.

00:15:52: Dass ich diese solitäre Tätigkeit in den Archiven sein und zu Theater wissenschaftlich arbeiten, aber nicht selber praktisch machen.

00:16:03: Dass das nicht funktioniert und dass ich auch zu wenig Kontakt zum Menschen hatte.

00:16:07: Ich bin wahnsinnig... Sie sind so ein Social Butterfly!

00:16:11: Und brauche Leute um mich herum und Teams mit denen ich arbeite.

00:16:15: Und bin dann mit der Entscheidung zurück, mich umzugucken Und habe dann entdeckt, bin zurück nach Münster gegangen.

00:16:23: Dass es in Münster das Archädenfach Sprecherziehung und Sprechwissenschaft gibt.

00:16:28: Ich hab mich da beworben und bin sofort genommen worden.

00:16:34: Dann ging es plötzlich ganz schnell und auf einmal habe ich das gefunden, was mich glücklich macht.

00:16:40: Und dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass das ganze Wissen – was sich aus dem literaturwissenschaftlichen Studium und aus der zu zwei Drittel fertig seien Promotion – zu einem theaterwissenschaftlichem Thema generiert habe, dass mir das in meiner jetzigen Arbeit immer noch ganz viel

00:16:58: hilft.".

00:17:00: Ja, da gibt es natürlich jetzt viele Ansatzpunkte.

00:17:05: Also deine, dass du Anglofin bist hört man ja deutlich raus.

00:17:09: das ist auch bis heute so.

00:17:10: kannst du gehst du dem auch noch weiter nach oder also auch in deiner beruflichen Tätigkeit heute?

00:17:17: Ich habe das Glück gehabt, dass tatsächlich genau diese Kombi aus einem Abschluss in der Anglistik haben und Sprecherzieherin, Sprechwissenschaftlerin sein.

00:17:28: Dass mir das schon ganz oft geholfen hat.

00:17:31: Ich gebe natürlich auch Workshops- und Stimmseminare auf Englisch und ich habe eine Weile bei einem in Deutschland relativ bekannten Music Starlight Express in Bochum Fonetik Deutsche Fonetic auf English unterrichtet war da für zwei Spielzeiten.

00:17:48: Ja, war ich da Phonetic Coach und die haben explizit nach einer Person gesucht, die aus der Praxis kommt, die eben auch das sich auf Englisch zutraut aber deutsche Sprecherziehung unterrichtet.

00:18:00: Also jetzt ein sehr konkretes Beispiel wo mir genau dieses Hybrid oder diese Symbiose aus diesen Tätigkeiten dann richtig gut zu pass gekommen ist ohne dass Wie gesagt, also mit mit siebzehn als ich überlegt habe was mache ich nach dem Abi hätte ich niemals gewusst dass es diesen Job überhaupt gibt.

00:18:18: Das sagt ja auch niemand in der Arbeitsagentur das du damit deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

00:18:24: Also ich glaube die meisten wissen auch gar nicht dass das ein Job ist.

00:18:27: Ich werde hier auch manchmal noch nach Lesungen oder so abends gefragt Was arbeiten Sie sonst noch?

00:18:34: Also, sprechen kann man studieren.

00:18:37: Das können wir doch alle.

00:18:39: und ja also es ist auf jeden Fall... Ich nenn's gerne weil das ein schöner Begriff ist.

00:18:43: Es ist ein Orchideenberuf.

00:18:46: Das wäre tatsächlich der Begriff den ich jetzt auch nochmal nachgefragt hätte nämlich Orchidänen berufen Auch wenn ich mich mit Berufen- und Berufsbildern beschäftige.

00:18:55: Denbegriff kenne ich noch nicht.

00:18:56: Vielleicht kannst du in mir alle anderen werden zu wissen aber zumindest mir erklären

00:19:01: Ich weiß gar nicht, ob das ein gängiger Begriff ist.

00:19:03: Vielleicht ist es auch... was ich einfach irgendwann mal selbst dafür angefangen habe so zu benennen.

00:19:12: Aber für mich ist es etwas, was blüht und viel Pflege und Substanz braucht.

00:19:22: Was aber sehr eigentümliche Formen annehmen kann finde ich bein.

00:19:25: Das macht ja so eine Ochidee aus!

00:19:30: bis es jetzt nicht die Geranie oder so, also das ist nicht ganz so häufig.

00:19:34: Obwohl inzwischen sind auch Ideen ja gar nicht mehr so selten.

00:19:38: Das war vielleicht vor zwanzig Jahren noch anders.

00:19:40: Das ist doch schön dass wir den Begriff hier auch einführen können damit und der sicherlich auch gerade im künstlerischen kreativen Bereich dann ja auch eher zutrifft oder seine Bedeutung auch ausleben kann.

00:19:58: Schade eigentlich.

00:19:58: Und dass es dann nicht vielleicht auch in klassischen Berufen eine euchideenhafte Entwicklung gibt, so wie du sie gerade beschrieben hast oder wir nehmen's nicht wahr.

00:20:09: das könnte natürlich auch sein.

00:20:10: Das

00:20:11: ist auch möglich.

00:20:11: ja

00:20:13: Eine Sache wollte ich noch nachfragen, das wusste ich tatsächlich auch nicht.

00:20:15: So gut wir uns auch kennen deinen Aufenthalt in New York.

00:20:19: Also zufällig hatte ich ja den Peter

00:20:21: Ernst

00:20:21: hier schon und wir haben über New York gesprochen.

00:20:23: Wir haben uns nicht in New-York getroffen aber wie war denn deine... also was war das für eine Station?

00:20:28: Und wie war deine Erfahrung dort?

00:20:30: Das war ne... etwas kürzere Stationen, das war im Rahmen der Promotion damals die ich angefangen habe zum Thema Repräsentation von Gewalt im zeitgenössischen amerikanischen Theater.

00:20:42: War das ja der Forschungsstopp?

00:20:47: Also nicht Stopp im Sinne von vorbei mit der Forschung sondern Der Stopppunkt, der Haltepunkt.

00:20:54: Ich war an der Library for the Performing Arts – die ist tatsächlich neben der Giliad und der Met oder so dahinter verlagert also auch sehr nah zu dem was Peter berichtet hat.

00:21:04: Da war ich in den Archiven und ich habe Interviews geführt mit Theatermacherinnen und Theatermachern vor allem Off-Broadway, die politisches Theater in der Zeit virulentes Thema zum Irak-Krieg, zum dritten Irak Krieg und zum Krieg in Afghanistan gemacht haben.

00:21:23: Deswegen war ich da ganz alleine mit Stipendium sonst hätte ich mir das nicht leisten können.

00:21:29: aber ansonsten ohne institutionelle Anbindung bin ich da mutig hin

00:21:34: ja und ich bin sicher oder hoffe dass wir auch dann in der zeit nach der arbeit auch das ein andere Musical on Broadway dann auch gegönnt hast.

00:21:44: Definitiv!

00:21:47: Ja, vielleicht einen Punkt den du auch erwähnt hast, den ich gerne aufgreife?

00:21:53: Das ist nämlich dass du, glaubt du hast gesagt seit du neun Jahre alt bist Theater gespielt hast.

00:22:00: Vielleicht gibst du uns da einen kurzen Einblick auch welche also wo du Theater gespült hast.

00:22:05: Ich habe eine Vermutung wollte es jetzt aber nicht vorweg nehmen.

00:22:09: Also wenn es die Waldbühne in Niederelsung war hier aus Nordhessen, dann mache ich so dass ich das kurz nochmal erwähnen und du sagst uns noch mal wie deine Erfahrung dort waren.

00:22:18: Und wie dich das auch geprägt hat für deinen deine Berufswahler auch also die Wald bündel der älzung für dich auch gerne Werbung machen weil ich auch dort aktiv bin jetzt weniger als Schauspieler aber an anderer Stelle die auch mir sehr vertraut ist sich sehr schätze die darf ihr erwähnt werden.

00:22:34: und nächstes Ja, also ist ja immer undatiert der Podcast.

00:22:38: Aber sie sind ja regelmäßig auch mit spannenden Stücken dann wieder aktiv?

00:22:43: Wie war denn deine Erfahrung auch in jungen Jahren mit der Waldbühne der Älzung?

00:22:47: Wie sehr hat dich das auch geprägt, auch in deinem beruflichen Werdegang?

00:22:52: Das war elementar wichtig!

00:22:54: Ich hätte sonst keinen Ort gehabt an dem ich meine ... Das klingt immer so furchtbar egocentrisch... So war das gar nicht, aber meinen Drang mich austoben und ausdrücken zu können auf andere Arten und Weisen als dass jetzt ein schulischer Kontext oder einen Sportverein-Kontext zulässt.

00:23:17: Den hätte ich sonst nirgends anbringen können.

00:23:21: Das ist wirklich eine glückliche Fügung, dass gut zehn Kilometer Luftlinie von dem Bauernhof entfernt auf den ich aufgewachsen bin.

00:23:29: Dass es da eine Freilicht-Bühne gab eben die Waldbühne Niederelsungen, auf der ich ja über auch familiäre Bande dann ganz früh anfangen konnte, Freilichtheaterluft zu schnuppern.

00:23:42: Natürlich ist das noch was ganz anderes als das dann später beruflich zu machen.

00:23:46: Das musste ich dann auch an den ein oder anderen Punkten manchmal schmerzlich manchmal mit Freude feststellen, dass die Freilichtbühnenwelt auch eine ganz eigene Welt ist.

00:23:58: Aber es ist wirklich goldwert schon sehr früh einen Ort zu haben an dem ich auch anders sein darf und das war dieser Ort für mich.

00:24:10: Und ich bin mir sicher, dass ich mich noch weniger getraut hätte.

00:24:15: Ich habe mich ja erst spät getrautes dann doch zu meinem Job zu machen.

00:24:19: aber Ich glaube, dass ich es mich vielleicht sonst gar nicht getraut hätte.

00:24:26: Schön, dass wir gemeinsam hier auch natürlich für Theater und Freilicht Theater und auch eine Laien-Theatergruppe hier bei Werbung machen und man da ja genauso Dinge ausprobieren kann oder sich ... schon beruflich oder in seiner Entwicklung auch orientieren kann, oder gefallen auch dran finden kann auf einer Bühne zu stehen.

00:24:49: Oder auch hinter einer Büne in verschiedenen Rollen?

00:24:53: Ich würde da gerne nochmal einhaken wenn das in Ordnung ist.

00:24:55: denn dass das Tolle an diesen Bühnen, an Freilichbühnen und Vereinen ist ja, dass sehr viele Menschen zusammenkommen die ganz unterschiedlich sind aber gemeinsam was auf die Beine stellen Und sie sind unterschiedlich alt, Sie haben unterschiedliche sonstige Interessen.

00:25:13: Aber es ist ein Sie, dass Sie das gemeinsam wuppen wollen und diese Art und Weise zusammenzuarbeiten – ich finde, das hat etwas total Demokratisches und was total wertvolles gerade in der jetzigen Zeit.

00:25:28: Deswegen möchte ich dafür unbedingt eine Lanze brechen!

00:25:31: Ja, und ich glaube auch, dass dieser Art von Zusammenarbeiten müssen einen wirklich langen Atem haben.

00:25:40: Man sich das überlegt, dass so ein Stück ungefähr ein Jahr in der Mache ist, ein Jahr lang bei der Sache zu bleiben was als dreizehnjährige Pension ein ganz schönes Commitment ist, sich solange auf eine Sache einzulassen bis dann endlich mal im Sommer die Aufführung kommen.

00:25:55: Das ist wirklich ein ganz toller Lernprozess auch für spätere berufliche Leben.

00:26:02: Also genau wie du es beschrieben hast als Verein, als Gemeinschaftswerk.

00:26:06: Als Gemeinschaft die dort gelebt wird.

00:26:09: Wie in vielen anderen Vereinen ja auch.

00:26:11: Die Besonderheit glaube ich noch mal bei der Waldbühne Niederelsung ist ja dass sie ursprünglich aus dem Gedanken der Integration von Flüchtlingen entstanden sind in den fünftiger Jahren durch den Lehrer Oberlist und das er bis heute auch so stattfindet.

00:26:26: Integration auch von Menschen mit anderen Hintergründen.

00:26:33: Und das sofern auch ein wirklich tolles Beispiel ist für Integration, Gemeinschaft und auch Kunst die sie dort ja anbieten.

00:26:41: Sarah ich habe tatsächlich noch eine Frage zu deinem Lebenslauf.

00:26:46: du hast nämlich...und das ist ja auch im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung finde ich auch ganz wichtig, zu sagen, ich probiere Dinge aus oder ich habe Dinge ausprobiert.

00:26:55: Gab es auch mal eine Station?

00:26:58: Oder welche fällt dir am ehesten dazu ein?

00:27:00: Du sagst so da bin ich dann doch anders abgebogen weil mir das vielleicht nicht gefallen hat oder ich mich hier nicht in meiner Entwicklung bestätigt sah.

00:27:11: Ja mehrere Und ich glaube, das passiert auch immer wieder.

00:27:16: Gerade wenn du im freien Kontext arbeitest so wie ich unterrichte an Hochschulen aber ich bin auch in vielen Ensembles unterwegs und da ist es wir... wirklich uns von Projekt zu Projekt oft hangeln und uns auch für Projekte immer wieder neu zusammenfinden, was ja auch heißt dass wir ständig in neuen Teams sind.

00:27:36: Und da gibt es auf jeden Fall auch immer wieder Abstimmungsprozesse und es gibt auch Arbeitsweisen bei denen ich merke das kann ich mir nicht mehr vorstellen.

00:27:46: Ich zum Beispiel um es ganz konkret zu machen, ich merken dass sich in meiner künstlerischen Arbeit überhaupt nicht mehr daran interessiert bin Einzelleistungen nach vorne zu pushen und die eine Person, die ganz toll spielt auf der Bühne zu haben.

00:28:02: Sondern dass ich es liebe ... Ich will jetzt nicht sagen in Kollektivstrukturen zu arbeiten weil das auch seine Faltstrecke hat aber in einem Team zu arbeiten und auch die Kraft eines Ensembles nach vorn zu stellen.

00:28:19: Ich habe natürlich auch schon mit Menschen gearbeitet, mit denen war das anders und da ging es dann eher darum eine One Man oder eine One Woman Show aus einem Projekt zu machen.

00:28:28: Das möchte ich nicht mehr, das hab' ich total klar.

00:28:30: Ich finde dass dieser Gemeinschaftsaspekt und diese Kraft eines Ensembles das ist auch was, was mich im Publikum total reizt.

00:28:39: Wenn ich selber ins Theater gehe und ich merke da... Das ist eine Gemeinschaft!

00:28:44: Und die nehmen mich gemeinsam mit, dass es so toll und auch so Hoffnung gibt, finde ich, auch mal wieder in so einer Zeit des Individualismus oder Turbokapitalismus oder wie auch immer.

00:29:01: Das habe ich sehr klar.

00:29:05: Ich hab ja auch meine Promotion abgebrochen und das war auch ganz wichtig.

00:29:13: Es hat aber sehr lange gedauert, ich habe das früh klar gehabt, aber ich hab mich lange nicht getraut.

00:29:18: es ist auf meiner Doktermutter damals zum Beispiel zu sagen würde ich heute anders machen?

00:29:25: da war ich mit Mitte zwanzig oder Ende Zwanzig war ich einfach noch nicht so nicht so bereit für Und ich möchte jetzt keine Namen nennen.

00:29:35: Ich habe auf jeden Fall auch mal an einem Theater gearbeitet, wo mir die Art und Weise der oder wo mir anders wo mir nahegelegt wurde dass meine Feedback Kultur zu nett sei.

00:29:53: Und das war dann für mich sehr klar, dass dieser Ort Und die Art und Weise, wie mit den Darstellenden umgegangen wird.

00:30:04: Dass das nichts ist wo ich hinpasse.

00:30:09: Ja also kann mir vorstellen dass es macht neugierig aber ich möchte das ungern.

00:30:15: Ich möchte das Ungarn klar benennen wo das war.

00:30:18: Ja musst du auch nicht willst trotzdem auch kurz aufgreifen weil es ja auch so wertvoll ist was du gesagt hast.

00:30:25: Ich glaube das mit der Promotion habe Korrigier mich, wenn ich dich nicht richtig verstanden habe.

00:30:32: Aber da war durchaus auch ein Moment wo du sagst, ich hätte hier auch mehr Durchhaltevermögen oder mehr Konsequenz zeigen können und es gab damals natürlich, oder jetzt wahrscheinlich Reflektionen in der Retrospektive.

00:30:48: hast du wahrscheinlich damals nicht wahrgenommen?

00:30:49: Oder wie ist diese Differenz zu erklären?

00:30:53: Damals, ich kann's gut verstehen.

00:30:55: Dass man sich dann auch vielleicht da nicht zu sehr akademisch oder wissenschaftlich, wenn es einen auch nicht reizt und dann vielleicht auch nicht beschäftigt.

00:31:03: Aber wie erklärst du dieses Gap?

00:31:06: Du meinst zwischen damals und heute

00:31:09: in meiner

00:31:09: Selbstbewertung?

00:31:11: Ja, dass du eben entschieden hast, nee, mach' ich nicht!

00:31:13: Aber jetzt im Nachhinein – das ist auch vorhin ja schon gesagt – siehst du heute anders oder so ähnlich als du's kommest?

00:31:21: Ich hätte es lieber schneller und konsequenter entschieden.

00:31:27: Ja, weil ich hoffnungsvoll langsam dabei bin weniger people-pleaserin sein zu wollen als ich es damals war um jetzt diesen viel momentan bemühten Begriff zu nehmen.

00:31:44: aber aus meinem Hintergrund kommend, da steht mir doch jetzt nicht zu diese Promotion abzubrechen.

00:31:51: Du kannst doch diese Chance nicht wegwerfen um doch komplett künstlerisch zu arbeiten und dieses Selbstbewusstsein hätte ich heute.

00:32:00: Und ich hätte mich mehr getraut zu mir zu stehen als ich das damals getan habe.

00:32:07: So trifft es das.

00:32:13: Der andere Aspekt war Ich hoffe, ich tätiere oder gebe richtig wieder zu nette Feedback-Geberin.

00:32:23: Ja!

00:32:23: Also ich will nur kurz... Du musst das gar nicht kommentieren.

00:32:25: Ich glaube da sind wir uns alle und auch die meisten der zuhörenden einig gibt es nicht.

00:32:31: Es geht immer also zu nett kann man Feedback nicht geben ist ja immer schon ein Geschenk oder ein wichtiger Impuls und eigentlich geht's um den Inhalt und nicht ob nett oder nicht nett.

00:32:42: Aber du möchtest es auch nochmal kurz kommentieren.

00:32:45: Du siehst, dass ich hier Zucker im Sessel gegenüber... Ja!

00:32:49: Ich glaube das gerade auch die Theaterwelt natürlich auch eine sehr lange Zeit von sehr patriarchalen Strukturen und hierarchien geprägte Welt war und in manchen Teilen auch noch ist und dass es auf jeden Fall Orte und auch Genres gibt oder die, die das immer noch gerne so durchziehen.

00:33:17: Also wo es ganz viel um Härte- und Disziplin geht und wo einfach das was ich in der Sprecherziehung und in der Spechwissenschaft wirklich von der Pika auf gelernt habe mit Menschen einfühlsam umzugehen wenn es um ihre Stimme geht und um ihr sprechen, dass das an manchen Stellen einfach als zu sehr weihspielpädagogisch wahrgenommen wird im künstlerischen Bereich.

00:33:41: Aber nur bei an manch der hat sich auch viel verändert und da ist viel im guten Sinne in Bewegung.

00:33:48: aber es gibt eben noch diese Orte wo dem nicht so ist.

00:33:51: und am einem dieser Orte war ich und da ging's eben darum... Ich habe ja noch nicht mal gefeedbackt!

00:33:56: Ich hab tatsächlich gelobt für eine Aufführung Und das war im Sinne des Zeitmanagements.

00:34:04: Wir haben keinen Platz für Lob, einfach nur schnell sagen was nicht gut war damit wir hier weitermachen können.

00:34:07: und das ist eine Art und Weise, eine Arbeitsweise mit der ich nicht gut klarkomme und ich weiß also... Ich kenne es ja auch selber als Sprecherin im Studio.

00:34:20: Der Zeitdruck ist da!

00:34:25: Premierentermine sind da.

00:34:26: natürlich wird unter Hochdruck gearbeitet.

00:34:31: Aber ich finde eben nicht, dass gewisse Formen des kommunikativen Miteinanders dahinten runterfallen dürfen und das passiert an manchen Stellen dann doch unter Druck und dann bin ich an diesen Stellen nicht die richtige für den

00:34:43: Job.".

00:34:45: Ja als Zusammenfassung oder letzte Aussage könnte falsch verstanden werden, denn du bist natürlich die Richtige für den Job und viele, die das hören sagen.

00:34:54: Du hast ja vollkommen recht gerade und das fand ich jetzt spannend dass du auch ein Aspekt rausgreifst.

00:34:59: Die eigene Stimme ist man ja sehr sensibel.

00:35:02: absolut

00:35:03: wenn wir von Führungskräfte Feedback sprechen sprechen wir mehr vom Verhalten und was man sagt und tut.

00:35:11: aber wenn es um die eigene Stimmen geht ist das etwas was auch nur schwer Ja, da widersprichst du mir vielleicht aber eher schwer veränderbar ist.

00:35:18: Weil es auch ein Stück weg angeboren ist und man kann viel mit arbeiten.

00:35:22: Aber das wollte ich noch rausarbeiten, dass das etwas sehr Persönliches ist.

00:35:26: Richtig!

00:35:27: Das ist es auf jeden Fall.

00:35:30: Die Arbeit an Stimme greift sehr tief ein was die meisten Leute ja nicht wissen.

00:35:34: jetzt kommt wahrscheinlich mein Nürttum hier raus.

00:35:36: Es ist wirklich wahnsinnig komplexer Ablauf in unserem Körpers.

00:35:41: Neben dem Metabolismus ist Stimmproduktion Komplex ist eine Abstimmung, was unser Körper vollzieht.

00:35:47: Macht alltäglich und natürlich arbeite ich prima mit Leuten deren Stimmen wir auch künstlerisch ausbilden.

00:35:55: Und ich bin Teil dieses Ausbildungswerkes für diese Menschen.

00:36:00: Das macht die Stimmen belastbarer

00:36:02: usw.,

00:36:03: aber es ist trotzdem... Also das heißt, wir können daran arbeiten da würde ich dir sehr stark widersprechen.

00:36:10: dennoch kommt sie aus mir und sie ist, das steckt ja im Wort schon drin abhängig von Stimmungen.

00:36:19: Also sei es Mograph von Stimmung und auch eben sehr stürranfällig wenn es uns nicht gut geht und deswegen umso wichtiger wenn ich mit Menschen arbeite die über ihre Stimme Geld verdienen oder deren Existenz von ihren Stimmen mit abhängt, finde ich es noch wichtiger dann einfühlsam zu sein wenn ich merke dass da, dass da irgendwas nicht ganz auf der richtigen Spur ist.

00:36:44: Das war eine schöne Gelegenheit noch etwas über Stimmungen und Stimmentwicklung, Stimmbildung auch zu hören um auch meinen Leitfaden des Bewerbungsgesprächs weiter zu verfolgen.

00:36:59: Auch ein Klassiker, ich würde es ein bisschen umformulieren.

00:37:02: die Frage ist eigentlich was war deine Motivation?

00:37:06: Kommunikationsexpertin Stimmenbildnerinnen Sprecherin und so weiter zu werden?

00:37:13: hinzu was ist es was dich aktuell auch motiviert bei Laune hält was dich auch glücklich macht an Reaktionen, Rückmeldungen zu deinem Beruf und deiner Tätigkeit.

00:37:27: Ja das sind ja zwei große Fragen.

00:37:32: Ich habe eingangs schon gesagt neugierig sein und ich bin glücklicherweise mit einer gehörigen Portion Neugier gesegnet.

00:37:39: und das Tolle an diesem Beruf ist dass du da nie fertig bist und dass sich selbst wenn du glaubst du weißt ganz viel über Stimme oder du weisst ganz viel Über Texte Es gibt so viel, was du nicht weißt.

00:37:53: Und da kommt immer etwas Neues dazu und das begeistert mich.

00:37:58: Ich bin aktuell auch noch mal in der Stimmtherapeutischen Zusatzqualifikation die nochmal meinen Blick ganz anders aufgemacht hat und schärft aber... Du hast ja gefragt, was hat mich da hingebracht oder was begeistert für diesen ganzen Bereich.

00:38:17: Das ist natürlich nicht nur Stimme und was ich damit machen kann – das ist auch die Arbeit mit Literatur!

00:38:24: Da ist wieder die Überschneidung zu meinem ersten Beruf.

00:38:29: Ich liebe Literatur.

00:38:33: Also so wird mir erzählt, ich habe als Kind schon auch immer die Pixie Bücher auswendig nachperformt oder hab zu Hörspielen Stücke, eigene kleine Stücke in meinem Kinderzimmer gespielt und inszeniert vierjährig.

00:38:52: Und dieses wirklich aus dem aus dem Nichts übers Ohr in den Kopf zu kriegen, also eine Welt im Kopf zu erschaffen über Stimme-Stimmungen sprechen.

00:39:06: Das hat mich von klein auf total fasziniert und das faszinhert mich immer noch und ich bin total dankbar dass das mein Beruf werden konnte.

00:39:16: Und auch dass ich das Glück habe... Ich mache ganz das aber noch gar nicht drüber gesprochen.

00:39:20: Ich bin sehr lange jetzt schon mit einem tollen Ensemble-Auftour, wir machen Livehörspiele und da Literatur noch mal wirklich als akustisches Theater an die Leute zu bringen.

00:39:31: Das begeistert mich immer wieder aufs

00:39:33: Neue.".

00:39:36: Und dann greif ich das einfach nochmal auf?

00:39:38: Ich kann mir vorstellen weil du auch gerade erwähnst dir... Du trittest auch im Ensemble auf.

00:39:42: also man kann deine Stimme ja auch hören, live oder auch auf... also ich sag schon Band.

00:39:49: Band ist ja nicht mehr aber irgendwo auch Streaming und Mediatheken.

00:39:55: Vielleicht gibts uns mal ruhig ein zwei Beispiele wo wir deine Stimme hören können?

00:40:00: Und ich habe den Zusammenhang.

00:40:01: daher kommt die Frage da auch Menschen wahrscheinlich zu erleben live oder Rückmeldung zu bekommen ist auch ein Motiv oder etwas was dich auch antreibt sagen wir einfach Freude bereitet oder?

00:40:15: Ja, absolut.

00:40:17: Also hören kannst du mich wenn du in die ZDF oder ARD Mediatheken gehst oder sogar wenn du Disney Plus Streams und die Hörfilmfassungen, die Audiodeskriptionen anmachst zum Beispiel von Avatar vom Neusten oder von Predator den habe ich sehr gern gesprochen.

00:40:36: Badlands oder für ZDF NEO verschiedene Serien macht schon ganz lange auch hier diese ARD-Wolfslandrie und Zürich-Crimi.

00:40:50: Und sowas, es gibt ja immer.

00:40:52: im Sinne oder im Auftrag von Barrierefreiheit wird das genannt – ich finde barrierearmut einen besseren Begriff weil zutreffender – gibt's ja inzwischen für jeden Film auch Hörfilmfassungen also Filmbeschreibungen und da bin ich schon sehr lange eine der Stimmen für und zuletzt oder neu jetzt eben auch sogar für Disney.

00:41:16: Da könnt ihr mich konkret hören, oder wenn ihr sonntags beim Kulturradio des RWB die Märchenhörspiele für die ganz Kleinen anmacht da bin ich auch bei Klassik Für Kinder immer bei den Hörspielen mit drin.

00:41:29: Beim Zeitzeichen von WDR immer mal wieder auch hörbar.

00:41:32: das sind so unterschiedliche Sachen Das wären so die Sachen vom Band wie du es genannt hast Und ansonsten live auf der Bühne mit einem Ensemble, das heißt Theater Ex Libris.

00:41:44: Das hat seine Bass in Münster und es ist ein Ensemble aus.

00:41:49: ich glaube inzwischen siebzehn Schauspielerinnen und Schauspielern Sprecherin Menschen die vom Hörfunk kommen von der Büne kommen unterschiedlichste Hintergründe haben Große Klassiker der Weltliteratur als Hörspiele mit im Gepäck und sitzen dann zu fünf auf der Bühne, mit Mikrofonen vor uns und haben einen Musiker mit dabei.

00:42:12: Und dann machen wir fast drei Stunden akustisches Theater.

00:42:17: Also eine ganze Menge was man von dir hören kann!

00:42:20: Ich bin schon neugierig geworden ich bin sicher viele andere auch.

00:42:26: ein Projekt das weiß ich zufällig auch weil Gibt zu, bin alter drei Fragezeichen.

00:42:32: Kassetten und Hörer.

00:42:34: Aber das hast du auch mal gemacht in einer Form,

00:42:37: die

00:42:37: drei Frage Zeichen?

00:42:39: Ja wir waren eine Zeit lang mit Theater Ex Libris bevor wir Theater Ex-Libres hießen Die Lesung der Original Bücher.

00:42:47: also eben als Ergänzung Zu den natürlich original Hörspiel Sprechern die auf Tour waren gab es eine Lesung Der Bücher war dann aber im Jubiläumsjahr der drei Fragezeichen, was dann irgendwann rechtemäßig so dass die gesagt haben alles pausiert.

00:43:05: Was nicht die Jubilääumstour ist und in dem Jahr sind wir auf den Trichter gekommen das es doch schön wäre wenn wir etwas Eigenes hätten Und haben dann unsere ersten Sherlock Holmes Hörspiele gestartet und daraus ist dann eben jetzt des Theater Ex Libros mit siebzig Auftritten pro Jahr geworden.

00:43:24: Also eine ganze Menge was man von dir hören kann Und das ist auch ein guter Übergang zu meiner nächsten Frage.

00:43:32: Bei allem, was du gemacht hast in der Ausbildung, in deiner beruflichen Tätigkeit... Du bist ja wirklich auf vielen Projekten oder auch Hochzeiten, also tanzt auf vielen Hochzeite noch

00:43:42: viele.

00:43:42: Im Englischen sagt man so schön, she's wearing many hats!

00:43:46: Hats?

00:43:46: Okay.

00:43:46: Ja und

00:43:47: ich habe ziemlich viele Hüter.

00:43:48: Das

00:43:48: stimmt die passen gar nicht mehr alle auf den Kopf.

00:43:51: Ja manchmal fallen sie auch runter.

00:43:52: Genau.

00:43:55: Die Frage wäre nämlich Was bringst du auch mit an Stärken oder nicht?

00:44:00: Auch das und jetzt, ich greif vielleicht ein bisschen vorweg.

00:44:03: Wir brauchen schon eine ganze Menge Ausdauer.

00:44:05: Und Du hast von Deiner Neugier ja auch schon gesprochen aber vielleicht aus Deinem Munde auch nochmal was sind denn die Stäriken, die Du auch mitgebracht hast in die berufliche Entwicklung, in die Berufsausübung um auch dort zu landen wo Du heute bist mit Deiner Vielfalt an Tätigkeiten und deinem Erfolg?

00:44:26: Ich glaube, meine größte Fähigkeit und das habe ich wahrscheinlich auch erst in den letzten paar Jahren so richtig realisiert ist dass ich richtig gut mit Menschen kann.

00:44:38: Und auch richtig Bock auf Menschen hab Und dadurch eben Lust auf Zusammenarbeit habe, aber auch Lust auf zum Beispiel die Einzelarbeit mit meinen Studierenden.

00:44:47: Ich hab wirklich Lust Menschen zu begleiten und zu flankieren.

00:44:51: Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen dass ich schon ganz lange bei einem wunderbaren Jugendtheater in Münster arbeite Kaktus junges Theater da.

00:45:00: also das ist so wahnsinnig sinnstiftend und da gehe ich drin auf und da bin ich wirklich gut drin Das kann ich mit ganz viel Selbstbewusstsein sagen.

00:45:12: Das bekommt man mit mir auf jeden Fall.

00:45:15: eine Person, die sich ... ja, die sehr gerne Verantwortung für andere mit übernimmt.

00:45:24: Dadurch natürlich auch so ein bisschen zum Micro-Management neigt!

00:45:29: Aber im besten Fall, manchmal werde ich auch Assemble Motier genannt also... Ich nehme mir natürlich auch dadurch viel Verantwortung.

00:45:37: Kehrseite des Ganzen ist, dass ich ... Das sind aber viele in der freien Kulturszenein-Selbstausbeutung.

00:45:47: Die ist eine super Überleitung!

00:45:48: Das wäre nämlich dann meine nächste Frage also ob das Learnings sind, Entwicklungsfelder oder wo hast du auch Lehrgeld zahlen müssen?

00:45:57: Das berühmte Lehrgeld Und dann ist das wahrscheinlich schon ein Punkt.

00:46:02: Ja, das ist ein ganz großer Punkt und an dem bin ich ehrlich gesagt gerade auch immer noch dran und komme nur sehr langsam voran weil der Beruf natürlich auch davon lebt dass du ganz oft in Vorleistung gehst Dass du Projekte dir überlegst, dass du Anträge stellst, die ihr Leute zusammensuchst mit denen du arbeiten möchtest und dann erst schauen kannst bekommen wir das überhaupt hin?

00:46:26: bekommen wir Gelder dafür?

00:46:30: oft bekommen wir sie, aber dann weniger als gedacht und dann machen die gleiche Arbeit für weniger Geld.

00:46:38: Und du rechnest nie in Stunden!

00:46:40: Das ist definitiv so.

00:46:43: Wenn ein Beruf so sehr berufung ist, lauf ich ganz schnell Gefahr dass sich zu viel mache ist definitiv so, dass ich immer noch nicht so richtig gut die Trennung gefunden habe.

00:47:00: Wann ist es vorbei und wann muss sich Pause machen?

00:47:03: Ich werde besser da drin aber wirklich ganz langsam... Und das ist aber nichts was nur bei mir so ist.

00:47:10: Ich würde sagen neunzig Prozent der Leute mit denen ich zusammen arbeite.

00:47:14: Bei denen ist das ganz ähnlich.

00:47:17: Ist das etwas, was man zunehmend wahrnimmt?

00:47:21: Oder gab es für dich auch einen Schlüsselmoment, wo du gesagt hast ja jetzt bin ich drüber oder jetzt ist es passiert.

00:47:26: Jetzt ist mir bewusst geworden.

00:47:29: Also ich mein... Ich will nicht das große Burnout-Wort sagen aber es gab auf jeden Fall Situationen in denen das so war also wirklich auch... Ich habe schon sehr oft krank auf der Bühne gestanden Also wirklich hochgepusht, weil der Druck natürlich groß ist.

00:47:49: Wenn du weißt das jetzt sind fünfhundert zahlende Gäste und du bist mit einem Ensemble unterwegs und deine Kolleginnen und Kollegen es kann niemand einspringen.

00:47:58: die haben auch totalen Verdienstausfall und totalen Stress und wir reden ja da einfach von Existenzen die damit dranhängen und vielleicht können wir dann im nächsten Jahr nicht mehr auftreten.

00:48:07: Dann sagst du nicht ab.

00:48:09: also pushst du dich hoch.

00:48:10: ich habe mit einer halb aufgeplatzten Blindermnabe gespielt so Das würde ich jetzt nicht mehr machen, aber letzten Winter war ich auf der Bühne und habe das Teufelszeug Aspirin-Komplex mir vorher gekippt.

00:48:35: Es gab auf jeden Fall schon Momente, nachts eine Fahrt von einem Auftritt zurück wo ich in der Baustelle gefahren bin und es hat geregnet und das war dunkel.

00:48:44: Und ich habe Panik gekriegt weil ich so entkräftet war dass ich rechts ranfahren musste und mich abholen lassen musste.

00:48:52: Das ist das auf jeden fall... das kommt vorher.

00:48:56: Und das ist vorgekommen und das ist einer von diesen Momenten wo du merkst also das kann nicht sein

00:49:03: Nachvollziehbar, auch welche Beispiele du ja auch genannt hast.

00:49:07: Jetzt wenn ich dir die Frage stelle was würdest du denn auch jungen Kollegen und Kolleginnen mitgeben diesbezüglich?

00:49:15: Denn die Situation dass ein Ensemble mit dir auftritt und die Zahlen in Zuschauer schon da sitzen werden wir nicht ändern können in der Form.

00:49:24: Gibt es trotzdem einen Tipp den du mit geben würdest?

00:49:30: Ja wähleweise!

00:49:33: Denn ich erlebe das ganz häufig, weil ich ja vier mit jungen Leuten zu tun habe.

00:49:40: Dann auch gerade am Jugendtheater die sich professionalisieren wollen und die dann überlegen werde ich zum Beispiel Schauspielerin oder studiere ich Operngesang?

00:49:48: Oder gehe in Veranstaltungstechnik oder sowas Und die Fragen ganz oft hab ich glaubst du Ich bin gut genug dafür.

00:49:56: Glaubst Du ich habe das Talent Dafür und ich stelle dann gerne die Rückfrage Glaubst du, du kannst dieses Leben leben?

00:50:05: Und damit meine ich eben nicht so diese Vorstellung von Ich werde beklatscht.

00:50:10: Sondern kannst Du Dir vorstellen dann zu arbeiten wenn die anderen Leute Freizeit haben!

00:50:16: Kannst du dir vorstellen, wirklich die Wochenenden nachts noch irgendwo unterwegs zu sein.

00:50:22: Aber nicht weil du auf Party bist oder Feier bist, sondern weil du von einem Auftritt in vielleicht schwitzig stinkigen Klamotten nach Hause fährst und morgen früh aber um acht wieder im Studio sein musst und aber ganz frisch und toll klingen musst?

00:50:38: Kannst Du Dir vorstellen ständig umziehen zu müssen?

00:50:41: Kannest Du Dir Vorstellen Nicht Zu Wissen ob du im nächsten Monat deine Miete bezahlen kannst.

00:50:50: Das sind ganz, ganz viele Unsicherheiten.

00:50:52: Es ist Projektarbeit, das ist eine Arbeit die im Moment gerade bei den Kürzungen Haushaltskürzung oder Haushaltsstops sehr auf der Kippe steht.

00:51:01: Kulturförderung wird selbst bei Münster es noch ne sehr gut situierte Kommune aber selbst da merken wir's schon sehr hart.

00:51:10: Eine Branche von KI auch immer Oder auch unter... Ach, Bedrohung ist vielleicht das falsche Wort.

00:51:18: Aber die sich auch sehr stark momentan verändert und ja also unsicher und auch menschlich wirklich permanent körperlich über deine Grenzen zu gehen.

00:51:31: Also es sind viele Dinge dabei.

00:51:34: Auch auf der Bühne.

00:51:35: Das sind ja grenzemotionale Permanente.

00:51:38: Und das ist viel wichtiger zu überprüfen.

00:51:42: kann ich mir die Lebensweise wirklich vorstellen, denn sie ist nicht rosarot.

00:51:46: Die ist auch ganz toll und ich möchte nichts anderes machen aber sie ist anders und also eine vierzig Stunden Woche ist illusorisch an der Stelle um.

00:52:00: das muss sich wissen.

00:52:01: es geht also viel weniger darum zu gucken wenn ich talentiert genug habe ich das Zeug als Künstlerin oder als Darstellerin sondern kann ich so leben.

00:52:12: Das würde ich allen raten, sich ganz ernsthaft diese Frage zu

00:52:16: stellen.".

00:52:19: Ja und ich hoffe dass viele die vielleicht auch sich beruflich orientieren, vielleicht auch in den künstlerischen Bereich gehen möchten, vielleicht diesen Podcast hören und sich mit diesen Fragen auseinandersetzen aber es werden eben die wenigsten tun.

00:52:33: also rein sag mal statistisch gibt es denn, das ist tatsächlich auch eine kritische Frage in deine Branche.

00:52:41: Gibt es eine Institution die diese Fragen stellt?

00:52:45: In der beruflichen Ausbildung?

00:52:47: also du hast ja betont noch mal wie sehr oder wie du es auch magst oder wie Leidenschaft dahinter steckt eben junge Künstler zu begleiten und wahrscheinlich auch mit diesen Fragen mal zu konfrontieren ohne sie zu davon abzuhalten.

00:53:04: Das sind wahrscheinlich immer so die, brauchen wir einen guten Mittelweg.

00:53:07: kritisch hinterfragen aber auch nicht abhalten, nicht demotivieren sondern die sollen ja auch an ihren Traum oder an ihre Möglichkeiten denken.

00:53:15: also ist das auch institutionalisiert?

00:53:17: Oder muss das von anderer Seite kommen von aufmerksamem Dozenten oder einem aus einem Podcast oder den Eltern?

00:53:27: Na

00:53:27: gut es gibt ja inzwischen Gewerkschaften.

00:53:31: Die freie Szene ist natürlich noch mal was Besonderes, aber es gibt ja auch Staats- und Stadt- und Landesteater.

00:53:38: Gewerkschaften, Organisation.

00:53:40: im Musical-Bereich gibt es jetzt das Musical-Netzwerk wo ist auch ganz viel um Arbeitsbedingungen und Auseinandersetzung mit Veränderung von Arbeitsbedigungen.

00:53:50: Wo es darum geht Vereinbarkeit natürlich vor allem auch von Familie und Beruf.

00:53:55: und jetzt ein sehr konkretes Beispiel aus der freien Szene in Münster.

00:53:59: bei uns gibt es eine Initiative die nennt sich Monokultur.

00:54:03: Das ist ein Verein Künstlerinnen und Künstlern aus den unterschiedlichsten Spaten zusammengetan haben, um eine Interessensvertretung zu haben.

00:54:14: Das ist dann auf Eigeninitiative passiert.

00:54:17: es gibt wenn man jetzt nach Nordrhein-Westfalen guckt das Landesbüro für freie darstellende Künste die sich in den letzten Jahren sehr stark dafür eingesetzt haben mindest Honorare einzuführen und die sind inzwischen tatsächlich auch für Anträge verbindlich.

00:54:34: Das Problem ist allerdings, dass die Töpfe nicht angewachsen sind.

00:54:40: Also die Höhe von Verfügbarkeiten für Geld und Kultur.

00:54:47: Da hat sich nichts verändert aber die Honorarkosten sind durch diese Mindesthonorare verbindlich geworden und gestiegen was unterm Strich jetzt leider dazu führt das weniger Projekte gefördert werden können und weniger von uns Arbeit haben.

00:55:01: Also gute Ansätze, aber natürlich ist es gesamtgesellschaftlich im Gefüge funktioniert das nur bedingt momentan noch.

00:55:10: Und jetzt kommen wir auch zu deiner anfänglichen Aussage.

00:55:14: Du hast gesagt also ich möchte gar nicht von Burnout sprechen Obwohl man du andeutest okay so in die Richtung ging Kann man auch offen darüber sprechen.

00:55:25: Ich habe mir auch Hilfe geholt, finde ich auch ganz wichtig da drüber zu reden dass das ich hab dann schon auch gedacht naja es kann ja nicht reichen so sagen das ist ein Job der isst so und ich entscheide mich jetzt einfach gegen diesen Job.

00:55:43: ich möchte lieber mit einer Person die sich damit auskennt gucken wie kann ich denn in diesem job bleiben und ihr mir Stück für Stück so umbauen und gestalten, dass ich in dem bleiben kann.

00:55:55: Und dabei gesund

00:55:56: bleibe.".

00:55:57: Und jetzt sind wir genau im Thema tatsächlich also schon eingeleitet auch welche Ausdauer du ja beweisen musst und wo dann auch Grenzen sind, um so einen Weg zu bestreiten?

00:56:11: Also wir sprechen über das Thema Resilienz.

00:56:15: Ich will ganz kurz einleiten, ich gebe zu.

00:56:16: Ich habe das auch in den bisherigen Folgen etwas stiefmütterlich behandelt und es ging dann eher so ausgleichen der Freizeit.

00:56:23: Aber ist das Thema ja viel komplexer?

00:56:25: Und eigentlich beschreibt es ja die psychische Widerstandskraft.

00:56:30: Die Frage geht auch gleich an dich nämlich mit den Erfahrungen auf was machst du das eben schon angedeutet.

00:56:35: Ich will aber auch ganz kurz diesen Begriff etwas definieren oder auch erklären Weil er so wichtig ist und ich ihm nicht nur Ausgleich finden, sondern Resilienz ist ursprünglich aus der Werkstoffkunde.

00:56:49: Wirklich?

00:56:49: Nämlich dass es beschreibt wie ein Material unter Druck reagiert.

00:56:55: Da gibt's da zwei Möglichkeiten also entweder bewegt sich gar nicht wie was ich eine Eisenkugel das spricht ja auch schon für eine hohe Resilience oder Widerstandskraft.

00:57:04: Aber das andere Beispiel ist eben ein Stück Knete, wo ich reindrücke und hinterlasse Spuren und Dellen.

00:57:10: Und der Werkstoff gerät nicht in seinen Ursprungszustand zurück.

00:57:15: Ein nasser Schwamm oder ein Schwamm würde sofort wieder in sein Ursprungszustand zurückkehren.

00:57:20: also auch ein zweiter Faktor für das Thema Resilienz nämlich wie stark gibt die Psyche nach?

00:57:28: Wie schnell ist sie wieder in ihrem Urspringszustand finde ich mal gut zum erklären.

00:57:34: Also nicht für dich, sondern auch für die Zuhörenden und... Doch!

00:57:36: Ich find das super spannend.

00:57:39: Gerne

00:57:39: auch für mich.

00:57:40: ...trainiere

00:57:40: das Thema manchmal auch und dann finde ich erstmal eine gute Einleitung.

00:57:46: Und es ist eben viel mehr als nur Ausgleich zu finden.

00:57:50: Es hat ja ganz viel mit Zusammenarbeit zu tun, auch mit Führung, selbst Kontrolle oder Selbstwirksamkeit.

00:57:58: Unabhängig von diesen Begrifflichkeiten, die ich genutzt habe.

00:58:03: Was ist denn auch deine Form?

00:58:07: Oder wie schützt du deine Resilienz?

00:58:09: Wie stärkst Du Deine Resilience?

00:58:14: Das ist eine tolle Frage und ich finde auch nochmal eine schöne herangehensweise.

00:58:18: Und mir ist sofort in den Sinn gekommen dass Und da bin ich in der privilegierten Position, weil ich frei arbeite und inzwischen ein ganz gutes Netzwerk mir aufgebaut habe.

00:58:34: Dass sich fast auswählen kann für und mit wem ich arbeite.

00:58:41: Ich merke dass es am besten geht wenn ich den Leuten mit denen ich eng zusammen arbeite vertraue.

00:58:48: also das ist für mich glaube ich was wo ich ganz viel Resilienz draus schöpfen kann in den Teams, in den Ensembles mit denen ich arbeite oder auch in den... Auch mit meinen Studierenden.

00:59:03: Dass es einen Vertrauen gibt dass wir ähnliche Arbeitsweisen aber auch ähnlicher Werte haben und ähnlichen Ideen davon wie viel Ich einbringe und wann wir aber aufeinander aufpassen Also Verantwortung, Vertrauen und Verantwortung für einander übernehmen.

00:59:26: Und da habe ich inzwischen an vielen Stellen glücklicherweise die Möglichkeit gefunden mit genauso Menschen zusammenarbeiten zu können und die für mich zu finden und die mir dann auch zusammensuchen zu können.

00:59:41: Das habe ich gerade ja schon als Privileg bezeichnet.

00:59:43: das empfinde ich wirklich so.

00:59:44: dass Hätte ich natürlich vor fünfzehn Jahren so noch nicht gekonnt, weil ich die Netzwerke noch nicht hatte.

00:59:51: Das greife ich gerne auf.

00:59:53: was du sagst auch im Zusammenhang also mit Resilienz.

00:59:57: Vertrauen in der Zusammenarbeit zu haben aufzubauen oder auch Vorschussvertrauen erstmal zu geben ist eine der Grundlagen für erfolgreiche Führung Und nicht nur im Sinne, das Arbeitsergebnis wird erzielt.

01:00:12: Sondern auch langfristig erfolgreich zusammenzuarbeiten.

01:00:16: und da kommt ja auch dieses Konstrukt psychologische Sicherheit dazu.

01:00:20: Das heißt nicht nur wohlbefinden sondern wirklich sicher zu sein dass meine Führungskraft oder mein Kollege würde mir sagen wenn ich etwas nicht richtig mache und würde nicht abwarten bis sich scheitert oder mit den Kollegen schon mal drüber sprechen oder hinter meinem Rücken darüber sprechen, sondern das ist ja so ein Ausdruck von psychologischer Sicherheit.

01:00:40: Er würde es mir sagen und das ist ein guter Indikator für auch Vertrauen und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

01:00:46: Deswegen habe ich das jetzt gerne aufgegriffen.

01:00:48: und tatsächlich psychologische Sicherheit auch ein ganz wichtiger Faktor für Resilienz.

01:00:52: Und tatsächlich war ich nicht aufmerksam genug, hätte auch einen anderen Hinweis von dir bekommen wo du auch Beispiele gegeben hast, geht immer drum.

01:01:01: Auch wenn ich auswähle welches Projekt ich mache mit wem ich zusammen arbeite, geht es immer um die eigene Integrität.

01:01:07: Dass man nicht sagt Ich verlasse jetzt meine Werte und sage nur damit ich erfolgreich bin vernachlässige ich das eben oder verlasse oder orientiere mich nicht mal meinen Werten.

01:01:19: Ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiger Faktor.

01:01:21: Sorry jetzt für meinen kleinen Ausflug.

01:01:23: Nein unbedingt!

01:01:23: Aber sofern haben wir da ganz wichtige Dinge eben auch zusammengetragen für das Thema Resilienz, wie man seine Resilience schützen kann oder stärken kann.

01:01:33: Danke dir dafür und ich bin sicher, dass lässt sich jetzt auch wieder gut überleiten.

01:01:39: also wir haben einen guten Flow in unserem Gespräch nämlich welche Personen oder Persönlichkeiten und wir sprechen ja von Persöhnlichkeitsentwicklung.

01:01:49: Also welche Personenvorbilder hatten denn Einfluss auch auf deine Persönlichkeit Entwicklung?

01:01:54: Wo hast du dir was abgeguckt, was waren vielleicht Vorbilder für dich?

01:02:02: Ich weiß jetzt nicht, ob es jetzt doch zu privat wird.

01:02:04: Aber ein ganz wichtiger Mensch tatsächlich für mich war deine Mutter Albi?

01:02:12: Das kannst du jetzt überlegen, ob das drin bleibt oder nicht.

01:02:14: Denn die hat ja ... Die war damals Regisseurin auf der Freilichbühne und sie hat gesehen an diesem Kind ist irgendwas... Da ist eine besondere Energie auf der Bühne und die hat mich ganz stark unterstützt und gefüttert mit Literatur.

01:02:32: Die hat mich mitgenommen ins Theater, hat mich eingeladen.

01:02:37: ja also das wäre jetzt so tatsächlich Erste wirklich beruflich prägende Person gewesen an der Stelle.

01:02:45: Warum nicht?

01:02:45: Also auch mein Vater ist ja in anderer Stelle schon mal erwähnt worden, warum nicht auch meine Mutter?

01:02:50: und ich kann das auch gut nachvollziehen und dass sie ein Vorbild ist aber schön zu hören weil es tatsächlich um die Begeisterung für Theater war.

01:03:03: Genau!

01:03:04: Und das ist ja spannend wahrscheinlich auch in besonderen Momenten, in der Zusammenarbeit auf einer, also ja, auf der Plattform eines Theaterstückes.

01:03:15: Eine Inszenierung sich natürlich auch Bestätigung benötigt um diesen Weg weiter zu gehen.

01:03:22: Also jetzt ist aus meinem Munde vielleicht beschreibst du es aber noch mal was sozusagen auch passiert ist oder was dich da auch ein Stück weg geprägt hat?

01:03:31: Oder wo du Meine Mutter auch als Inspiration oder Vorbild gesehen hast.

01:03:37: Ich kann das ganz konkret sagen, dass das erkennen und das ist ein wichtiges Thema für mich, dass da eine Person ist die vielleicht wird jetzt ich weiß nicht wie Firm nur in der Debatte so um Klassismus bist aber man sagt naja das wäre erst mal ne Person über der das Label strukturelle Bildungsbenachteiligung Fliegen würde, ohne dass... Also ich habe einen tollen Papa der mir alles möglich gemacht hat.

01:04:05: Aber von Haus aus, ich komme einfach nicht aus einem akademisch geprägten Haushalt wo du nicht mit einer Geiger ab dem fünften Lebensjahr wie selbstverständlich durchs Haus geleitet wirst und das zu erkennen und mich da mitzunehmen, um das Potenzial zu sehen.

01:04:26: Und das hat mich insofern geprägt, dass das etwas ist was ich selber in meiner Arbeit mache.

01:04:33: Ich habe ja vorhin schon gesagt, ich bin schon sehr lange bei einem Jugendtheater, bei Kaktusjunges Theater Münster, was jetzt ja vor fünfunddreißig Jahren gegründet wurde von Barbara Kemmler, die jetzt bald übrigens des Bundesverdienstkreuz dafür bekommt.

01:04:49: Es ist ein vielfach ausgezeichnetes Jugendtheater und wir arbeiten mit unterschiedlichsten jungen Menschen, also mit Menschen die Fluchtgeschichte haben.

01:05:00: Aber aus wirklich den unterschiedlichste Hintergründen kommen können und wir Arbeiten eben nicht so dass wir sagen Wir haben einen Theaterstück und wir besetzen hier die Rollen mit euch sondern wir haben Themen.

01:05:11: Mein letztes Stück war zum Thema Einsamkeit, zum Beispiel unter jungen Menschen.

01:05:15: Und dann tummeln sich da junge Menschen die Lust haben zu diesem Thema künstlerisch zu arbeiten und gemeinsam partizipativ entsteht dann ein Stück in einem Prozess der ungefähr so zehn Monate dauert – ich bin ja nicht allein also ich bin eine von mehreren Regisseurinnen dort Und die Jugendlichen sind zum Teil, seit sie vierzehn sind bei uns und spielen bis sie ja nicht mehr dürfen.

01:05:42: Wenn Sie siebenundzwanzig sind also sind lange lange da oder gehen dann später natürlich in ihre beruflichen Richtungen und das sind sehr prägende Zeiten und es gibt wirklich ganz berührende Biografien und für viele von diesen jungen Menschen sind wir ein entscheidender wichtiger dritter Ort Wo sie hin können, wo sie eben ihre Haltung und zu Themen hinterfragen können.

01:06:10: Das sind also wirklich zu kritischen mündigen jungen Leuten erzogen werden die nebenbei noch in Tanzschauspiel Bewegung Stimme Dramaturgie von uns mit ausgebildet werden.

01:06:23: Da sind auch viele Leute, die inzwischen auf Rühnen stehen oder im Fernsehen zu sehen sind, die ihren ja ihre ihre Laufwand bei uns begonnen haben.

01:06:33: Ich bin mir ganz sicher, dass meine Begegnung mit deiner Mutter, dass die ganz viel in mir diesen Wunsch genährt hat.

01:06:47: Junge Menschen, die jetzt vielleicht auch nicht automatisch in Richtung Kunst gehen würden oder sich das nicht trauen würden.

01:06:57: Dass ich die sonst auch nicht mit so viel Herzblut flankieren

01:07:01: würde.".

01:07:03: Ja und somit ein gutes Beispiel, wenn ich das so sagen darf für Inspiration-und Vorbild.

01:07:10: Und man hört ja auch raus wie sehr dich das inspiriert hat in eine ähnliche Rolle zu schlüpfen.

01:07:17: Insofern ein sehr schönes Beispiel.

01:07:20: Ich würde es nicht missen wollen.

01:07:21: Ich hätte ja auch sagen können ... Du hast ja vorhin an Wendepunkte angesprochen.

01:07:27: Es gab auf jeden Fall zwei, drei Mal bislang den Entscheidungspunkt packe ich ein paar dieser Hüte, die ich auf habe.

01:07:37: An die Seite stelle sie in den Schrank und konzentriere mich jetzt nur zum Beispiel auf das Höhebuch

01:07:42: sprechen.".

01:07:44: Und ich hab' mich immer dagegen entschieden weil diese Mischformen und diese verschiedenen Töpfe, in denen ich unterwegs bin... Ich hab' das Gefühl, die halten mich lebendig!

01:07:52: Die halten mich wach.

01:07:57: Natürlich bringt es auch oft ein Gefühl von Überforderung mit sich und dieses Switchen.

01:08:01: Einen Abend mache ich Regie in einem Projekt mit jungen Leuten, am nächsten Tag stehe ich im Studio und muss die ganze Zeit du Befehle entgegennehmen.

01:08:08: dann sitze ich in so einer Kommission und entscheide plötzlich über Werde-Gänge mit.

01:08:14: Dann bin ich selber auf der Bühne, dann bereite ich wieder einen Workshop vor.

01:08:18: also das kann ja auch mal ganz schön viel sein.

01:08:23: Aber Ich bin dennoch froh dass ich diese Hüte alle noch auf habe.

01:08:30: Ich glaube, das ist auch Teil einer Persönlichkeit, dass sich dieser Abwechslung brauche aber auch das Gefühl jetzt zu haben bei allen unsicheren Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen.

01:08:44: Das sprechen ... Ich hab ja vorhin schon kurz gesagt es verändert sich gerade sehr.

01:08:48: In der Synchronbranche ist es ganz gut so ins mediale Interesse oder ins öffentliche Interesse gerückt dass da synthetische Stimmen mehr und mehr auch unsere Jobs übernehmen.

01:09:02: Das ist jetzt nur ein konkretes Beispiel, aber Kulturförderung habe ich auch schon genannt.

01:09:05: also da gibt es auch Unsicherheiten und da bin ich auch aus diesem Hintergrund ganz froh das sich so viele verschiedene Möglichkeiten da sind.

01:09:17: Dann würde ich die Gelegenheit nutzen eine Entwicklung mal aufzugreifen tatsächlich das Thema KI.

01:09:27: Ich sage mal allgemein als Kulturschaffende, insbesondere beim Thema Stimmen und auch Stimmgenerierung.

01:09:33: Ja also Stimm-Generierung ist ja schon eher die KI oder sagt ihr auch Stimmbenerierung wahrscheinlich nicht sondern ihr sprecht etwas ein, ihr produziert etwas und die KI generiert.

01:09:43: so würde ich es einfach mal platt bezeichnen.

01:09:46: jetzt habe ich ein gutes Beispiel.

01:09:48: ich habe ja das Glück dass du mein Intro aufgesprochen hast.

01:09:53: Und natürlich habe ich auch mit KI experimentiert, weil es natürlich dann auch schneller geht und man eine schnelle Lösung hat und weiß aber auch also erstens das schlechte Gewissen was einplagt und wahrscheinlich auch einen Seiten langer prompt um das gleiche Ergebnis zu haben.

01:10:10: Aber dann auch noch nicht das Ergebnis.

01:10:11: nur das fand ich so toll bei deiner Aufnahme dass klare Vorstellungen hatte und du trotzdem an entscheidenden Stellen doch die bessere Betonung auch gesetzt hast.

01:10:20: Und natürlich auch deine wunderbare Stimme einfach zum Einsatz gebracht hast.

01:10:24: Jetzt habe ich lange ausgeholt, also weil ich mich damit ja auch beschäftige nicht nur bei einem Thema Intro sondern auch in anderer Beziehung, auch wenn es um Diagnostik geht, auch Hilfen durch dir durch die KI aber vielleicht gibst du uns mal auch einen Einblick in das Thema.

01:10:41: Nur die Kurzversion, wir sind ja schon so im letzten Drittel und Viertel auch unseres Gespräches aber ich glaube ist etwas was dich oder eure Branche eben sehr bewegt.

01:10:50: Ja

01:10:51: also ich würde das gerne breiter fassen was die Kreativbranche oder Branchen bewegt.

01:10:59: Ich glaub am der Kern des Ganzen is ja eine grundsätzliche Urheberrechtsverletzung.

01:11:06: Also dass die KI dass inzwischen an vielen Stellen sogar ganz gut kann, hat ja primär damit zu tun, dass sie mit uns und unseren Fähigkeiten trainiert wurde ohne das wir gefragt wurden.

01:11:18: Das ist ja so!

01:11:20: Und das finde ich ist Kern des Problems.

01:11:24: Dass du ganz lange ... dich hast ausbilden lassen, technisch an das gefallt hast.

01:11:28: Illustration ist ein anderes sehr gutes Beispiel finde ich.

01:11:32: dafür.

01:11:32: also bist du das Level erreicht dass du als Illustratorin oder Illustrator arbeiten kannst.

01:11:37: da passiert eine Menge und die KI ist wirklich angereichert mit unserem Tun.

01:11:47: Das ist das Grundproblem.

01:11:53: Ich weiß nicht.

01:11:55: Ich möchte von mir eine Prognose wissen.

01:11:58: oder möchtest du ne weitere Problemanalyse haben, was interessiert dich mehr?

01:12:06: Ja, einfach natürlich ein Einblick aber vielleicht auch eine Sensibilisierung für die Kunstschaffenden.

01:12:15: Was es bedeutet für die Kurschaffende der Einsatz von KI oder sagen wir auf der unbedachte Einsatz von AI.

01:12:22: also wir werden uns dem Natürlich widmen, müssen gar keine Frage.

01:12:27: Aber vielleicht so eine gewisse Sensibilität auch aus Perspektive der Kunstschaffenden?

01:12:33: Also das Hauptproblem ist dass es so wahnsinnig schnell dann jetzt doch plötzlich ging und das sehr schnelles Existenz bedrohnt wurde oder geworden ist für viele von uns die nicht des Glück haben wie ich immer weiter das Live-Standbein und das Theater und das Unterrichtsstandbein mit dabei zu haben.

01:12:56: Die Synchrombranche ist die am stärksten betroffene Branche, aber jetzt im Sprechen auch bei Hörbüchern wird es immer mehr gemacht.

01:13:06: Ganz häufig Image-Videos vom mittelständischen Unternehmen, das sind fast nur noch KI-Stimmen.

01:13:14: Und das waren immer ganz gute Brotjobs zwischendrin um das mal selber zu machen.

01:13:18: und ich glaube das Problem ist dass vielen Leuten gar nicht bewusst ist, dass was sie bei der KI hören wirklich nur da sein kann weil vorher so viele Leute sich solange gut haben ausbilden lassen.

01:13:32: Das ist der Kern, das habe ich ja vorhin auch schon gesagt.

01:13:39: Ich finde, dass natürlich der Faktor Kreativität und Menschlichkeit gerade bei Stimme, das der dadurch so verloren geht.

01:13:50: Ich möchte das überhaupt nicht verteufeln.

01:13:52: und letzten Endes wenn ein kleines Unternehmen für ihren Social Media Beitrag sich das sowieso nicht leisten könnte da jetzt jemanden für ins Studie zu stellen dann ist es völlig in Ordnung da dann KI zu nehmen.

01:14:04: aber ich finde schon bedenklich eine Rundfunkanstalt zum Beispiel, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird.

01:14:14: Wenn sie dann einfach sagt naja also haben wir jetzt fünf drei Jahre lang mit Sprecher X Y gerne zusammengearbeitet war auch immer total nett im Studio aber die KI macht das ja inzwischen auch die ist ja eh mit ihm trainiert.

01:14:25: Das finde ich tatsächlich menschlich verwerflich und wir sind alle nicht abgesichert.

01:14:32: Wir sind immer nur auf Honorabasis beschäftigt und es ist dann so simpel dass ganz schnell einfach die Aufträge weg sind und das ist vielleicht was unsichtbar bleibt.

01:14:47: Natürlich sind Berufsbilder immer schon Veränderungen unterlegen, aber was wir im Bezug auf KI- und die Kreativbranche erleben, ist ja insofern neu ob des Tempos Also diese Schnelligkeit, viele kreativen Menschen haben ja gar keine Chance gehabt sich damit erst mal auseinanderzusetzen und nach Alternativen zu schauen.

01:15:16: Der Faktor Mensch und der Faktoreberraschung, der fehlt.

01:15:19: Du hast das ja ganz schön beschrieben als du dann meinen Einsprechen gehört hast an der Stelle.

01:15:25: Das hätte ich so nie gepromptet!

01:15:27: Und das ist natürlich dass wir hören einen Menschen mit seiner Stimme und diese Stimme ist natürlich mit ihren Erfahrungen und ihren Empfindungen angereichert und dieses kleine bisschen.

01:15:43: den KI-Stimmen.

01:15:44: Und das ist zumindest immer sehr, sehr ähnlich und es ist dadurch generisch.

01:15:51: Ja, vielen Dank.

01:15:51: Ich weiß das ist ein Thema was uns alle beschäftigt und was natürlich sehr komplex ist aber aus eurer Perspektive der Kunstschaffenden ja auch wichtig und es war mein Appell vielleicht auch etwas sensibler auch aus der Konsumentensicht damit umzugehen oder der Nutzerperspektive.

01:16:09: also wenn wir eine KI einsetzen dass man da vielleicht doch Bedacht damit umgeht Kunstschaffenden ein Stück schützt oder auch nutzt, auch in Zukunft nutzt und sich auch bewusst ist.

01:16:20: Die sind so stark in Vorleistung gegangen, die sollen auch weiterhin davon profitieren und dürfen diesen Invest nicht einfach

01:16:27: verlieren.".

01:16:28: Ja!

01:16:28: Und natürlich sich auch einfach die Frage zu stellen... Ich finde Hörbuch ist ein gutes Beispiel.

01:16:34: Möchte ich wissen das mir gerade einen echter Mensch diese Geschichte erzählt?

01:16:40: Ich würde das immer mit einem klaren Ja beantworten, aber ich bin da natürlich auch eindeutig parteiisch.

01:16:49: Sehr gut und es ist auch gut, dass Sie nochmal zu hören – auch an dem Beispiel.

01:16:53: also Augen auf beim Hörbuch kaufen!

01:16:56: Und da wird man in Zukunft ja auch erkennen können.

01:16:59: Wer hat es eingesprochen?

01:17:00: Ja, also ich weiß jetzt nicht wieder die Zukunft des Labels aussieht aber ich bin sicher dass die Unterscheidung oder machbar ist und erkennbar ist.

01:17:10: Da kann man ja schon darauf achten.

01:17:12: Also es gibt es ja jetzt auch schon bei Radiowerbung zum Beispiel.

01:17:15: dann kommt dann im Nachgang immer dieser Spot wurde mit KI generiert.

01:17:18: Es ist ja dann sofort da und dann weiß ich schon okay Da mögen mich jetzt manche Kolleginnen und Kollegen Schelten für.

01:17:28: Ich finde es bei Werbung noch am nachvollziehbarsten, weil Werbung ja auch was ich würde sagen, was Chargiertes ist oder einen Holzschnitt eine Vergrößerung von der Emotion und nicht so.

01:17:41: also nicht immer aber manchmal ja auch nicht ganz echt ist.

01:17:44: Also das ist ja irgendwie etwas was draufgepackt ist und es gibt diesen Werbeton, der sich ganz gut imitieren lässt habe ich gerade auch gemacht.

01:17:54: Da kann ich immer noch am besten mit leben.

01:17:57: Hürbuch finde, ist wirklich das Beispiel... Aber da... Ich finde es so was urmenschliches sich Geschichten zu erzählen und erzählen zu lassen.

01:18:05: Und jetzt würde ich doch wirklich gerne von einem anderen Menschen bekommen.

01:18:11: Vielleicht ist es genau dass das später mal auf den Hörbüchern dann so ein Sticker gibt und da ist Real Human Inside oder sowas steht da drauf.

01:18:22: Ja, Sarah und vielleicht können wir also nicht das Thema KI sondern insgesamt auch die vielen Einblicke, die wir in deinen Beruf bekommen haben, auch in deine Persönlichkeit tatsächlich mit einer konkreten Hörbuchempfehlung nochmal abschließen

01:18:38: um

01:18:38: dir auch tatsächlich auf die Spur zu kommen im Sinne von Was kann man, wo kann man dich hören?

01:18:46: Du hast ja schon so ein paar Beispiele gegeben.

01:18:48: Wir sprechen uns daher noch mal ab was könnte man auch in den Show Notes vielleicht unterbringen?

01:18:52: hättest du eine Empfehlung für mich und all die Zuhörenden

01:18:57: also ich finde war wir schon vorhin drüber gesprochen haben Die Idee sich mal mit Hörfilmfassungen und Audiodeskription zu befassen.

01:19:06: ganz charmant Ich habe einen Kollegen Schauspiel Kollegen In Münster der selber kein Sprecher.

01:19:13: Der sagte zu mir, Sarah weißt du eigentlich, dass ich immer mit dir einschlafe.

01:19:17: Und dann habe ich gedacht wie?

01:19:18: Du schläfst mit mir ein, also hörst du einen Hörbuch oder hast du gesagt nee, nein, nein!

01:19:23: Ich mache mir in der Mediathek die Hirfe im Fassung

01:19:26: an.".

01:19:27: Und dann ist das wie ein richtig tolles Hörspiel.

01:19:29: Du bist die Erzählerin und der ganze Film, ja der Filmton ist da, die Schauspielleistung ist da – und das sind dann die Charakteren!

01:19:38: Vielleicht ist das hier mal ein ganz ungewöhnlicher Hürtipp bei….

01:19:42: Ich habe es vorhin gesagt... Zum Beispiel bei Predator Badlands oder so, falls jemand Disney als Stream hat.

01:19:50: Oder sogar bei dem neuen Avatar die Hörfilmfassung anzumachen weil da so wenig Dialog ist aber ganz tolle Filmmusik ist und auch die Hürbuch-Hörfilmschreiberinnen und Schreiber hatten einen tollen Job gemacht haben, die dieses Skript geschrieben haben.

01:20:05: ich glaube es waren hundert neunzig Seiten für Avatar, die ich da eingesprochen habe für den Film Mal zu gucken, wie ist es denn als Erlebnis wenn ich einen Film erzählt bekomme?

01:20:15: Das wäre mein Hörtipp.

01:20:16: Ja ein super Tipp und auch nicht nur zum Einschlafen sondern einfach so um deine Stimme zu genießen.

01:20:23: also insofern vielen Dank dafür!

01:20:25: Und ich komme tatsächlich auch zum Ende unseres Gespräches.

01:20:32: Ja, es wäre derzeit geschuldet als den Themen und den vielen Beispielen.

01:20:39: Und das was du zu berichten hast da gibt's noch mehr.

01:20:42: Da würde ich dir auch gerne mehr lauschen.

01:20:45: die Abschussfrage ist oder zumindest die vorletzte Frage nämlich Hast Du das Gefühl im richtigen Beruf gelandet zu sein?

01:20:52: Ja!

01:20:53: Warum und Was macht Dir besonders Freude an Deinem Beruf?

01:20:58: Absolut!

01:20:59: Ich bin wirklich unfassbar dankbar, denn ich glaube dass ich zu den wenigen Menschen gehöre die ganz selten sich zur Arbeit aufraffen muss.

01:21:14: Ich bin immer eher die die gestoppt werden muss.

01:21:17: und ja das ist natürlich ein wahnsinniges Glück.

01:21:21: du hast anfangs von Hobbys gesprochen etwas was ich leidenschaftlich im Hobbybereich Betrieben habe, dass das jetzt mein Job sein kann.

01:21:31: Und ja hinzu kommt ja genau diese Kombi, dass es ein Job ist den du in keinem Katalog finden würdest.

01:21:40: Es gibt nicht die eine Jobbeschreibung.

01:21:42: ich hab mir den selbst gebaut oder er hat sich auch zum Teil formiert also so einen Mischding aus hat sich selber zusammengefügt wie in so einem Vorspann von einer Serie, wo sich auf einmal die Teile zusammenfügen.

01:21:57: Und ein bisschen was habe ich selbst immer wieder drauf gegeben.

01:22:01: Deswegen bin ich absolut im richtigen Job!

01:22:03: Ich liebe das.

01:22:04: es größtenteils selbstbestimmt ist dass ich Ideen entwickeln kann und dass ich zu Themen arbeiten kann und Stücke entwickeln können, auf die ich Lust habe.

01:22:13: Dass ich viel mit jungen Menschen arbeiten kann, die mich bereichern meine Perspektiven bereicheren Und dass mich Menschen so oft, so nah an sich ran lassen.

01:22:24: Ihr persönlichstes An ihre Stimme Dass ich mich so viel bewegen kann in meinem Job Obwohl es mich intellektuell auch wahnsinnig fordert.

01:22:33: Ja das sind all die Sachen Die mich immer wieder aufs neue begeistern und für dich Wahnsinnig dankbar bin.

01:22:41: Ja also jetzt du bist dankbar Ich bin dir auch dankbar nämlich Für diese Antwort.

01:22:46: Und jetzt ist ja tatsächlich am Ende die Frage, wenn wir das Bewerbungsgespräch reloadet natürlich aus der Retrospective sehr klar.

01:22:55: trotzdem gönne ich mir immer den Spaß nämlich dann letztendlich eine Entscheidung zu treffen.

01:22:59: also auch an dich die gute Nachricht du darfst deinen Job behalten Du hast dich eindeutig dafür qualifiziert.

01:23:06: Also dass nur zum Spaß und zum Abschluss des Gespräches.

01:23:10: Also wir konnten den Zuhörenden hoffentlich wieder viele Anregungen geben für ihre persönliche Entwicklung.

01:23:14: Darum geht es da hier.

01:23:15: und auch Tipps und Tricks, die kamen heute vielleicht ein bisschen kürzer das macht aber nichts zu Bewerbungsverfahren außer natürlich.

01:23:21: am Anfang haben wir sehr viel darüber gesprochen habe ich nicht vergessen.

01:23:24: Ich will aber gerne jetzt auch die letzte Frage stellen Und bitte nämlich dass du unseren Zuhörenden etwas mitgibst, was selbst jetzt aus diesem Gespräch entstanden ist.

01:23:37: Also sozusagen die Zusammenfassung deiner oder unserer gemeinsamen Retrospective auf deinen beruflichen Währlegangen, auf deine Erfahrung, auf Deine Persönlichkeitsentwicklung, auf deiner vielen ... ja einen Blicke, den Du uns gegeben hast.

01:23:59: Umwege sind absolut sinnvolle Wege!

01:24:07: Ja, ganz kurz und knapp.

01:24:10: Und wer dir gut zugehört hat unter anderem ich der wird das auch verstehen und ich glaube es ist immer ein wichtiger Tipp so einfach er jetzt auch klingt aber genau um eben auch Erfahrung zu machen vielleicht auch mal das Gefühl zu haben, ich bin jetzt hier nicht richtig abgebogen.

01:24:28: Aber ich kann ja nochmal ein paar Schritte zurückgehen oder... Ich muss mir die Frage auch wieder

01:24:32: stellen.".

01:24:33: Und ich brauche vielleicht diesen weiteren Weg um überhaupt die Kondition aufzubauen.

01:24:41: Also danke Sarah!

01:24:44: Das war nämlich unser Bewerbungsgespräch reloaded.

01:24:47: Wie geht's dir jetzt?

01:24:48: Gut geht's mir!

01:24:51: Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich mit einem so begeisterten flammenden Plädoyer für meinen momentanen Beruf hier rausgehen würde und dafür bin ich dir sehr dankbar.

01:25:00: Ja das Feedback kann ich dir geben, das ist ja absolut gelungen und insofern vielen vielen Dank an dich und dann vielen Dank auch an die Zuhörenden für die Aufmerksamkeit.

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