Konzertgitarrist, Musikjournalist, Eventmanager: Peter Ernst

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00:00:17: Herzlich willkommen zum PEPSY-Podcast.

00:00:19: PEPSY steht ja bekanntlich für Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie, und heute findet eine weitere Episode zu Beruf und Persönlichkeit Bewerbungsgespräche Reloaded statt!

00:00:31: Mein Gast heute

00:00:33: ist

00:00:33: Peter Ernst.

00:00:35: Hallo Peter

00:00:36: Hallo Albi

00:00:38: Schön dass du hier bei mir bist.

00:00:39: Wie geht's dir?

00:00:40: Mir geht es hervorragend.

00:00:41: Ich fühle mich schön, freue mich sehr auf das Gespräch.

00:00:44: Wirklich besonders weil ich in meinem Leben noch nicht so viele Bewerbungsgespräche gemacht habe überhaupt und wenn ich das richtig verstanden hab ist unser Gespräch heute an ein Bewerbungssprich angelehnt.

00:00:58: Das ist es!

00:00:59: Und es ist mit dir natürlich eine Besonderheit, weil du – da frage ich dich jetzt einfach nochmal nach bevor ich es sage nämlich mit welchem Beruf stellst du dich denn mir heute vor?

00:01:12: Das muss der Beruf Musiker sein, weil es ist ein schöner Überbegriff für eine Vielzahl von Aufgaben und Tätigkeiten sowohl in dem traditionellen beruflichen wie auch im Ehrenamtlichen als im Hobby.

00:01:28: Das angestellte Verhältnis im freiberuflichen all das umfasst das und die verschiedenen Aufgaben von eigentlichen Musik machen bis dahin dass man Musik ermöglicht organisiert

00:01:40: zum Beispiel Ja, und weil du jetzt gerade sagtest kein Bewerbungsgespräch.

00:01:45: Ich bin aber sicher dass du oft vorspielen musstest das vielleicht auch ähnlich wie eine Bewerbung oder eine Prüfung auch erlebt hast.

00:01:52: Richtig

00:01:52: ja!

00:01:53: Und da können wir vielleicht auch in die ein oder andere Situation gleich mal reinschauen und reinstoßen.

00:02:00: Du hast eben schon auch gesagt was der Beruf des Musikers umfasst?

00:02:05: Vielleicht kannst du noch einmal kurz auch definieren oder beschreiben Arbeitsalltag aus und ich weiß, da gibt es auch laufend Veränderungen.

00:02:15: Aber beschreib ruhig mal was dein Arbeitsalltag ausmacht?

00:02:21: Ich habe klassische Gitarre studiert und diesen Beruf habe ich natürlich eingestrebt dass ich ein klassischer Konzert getest werde wohlwissend das die meisten Absolventen eines Gitarrenstudiums oder anderen Instrumentarstudiums letztendlich in einem Leersetting, das heißt eine Musikschule oder Musikhochschule, Musikakademie.

00:02:55: Oder bei Orchesterinstrumenten wisst diese Variante mit, dass man in einem Orchester vielleicht sogar eine Festanstellung bekommt, dass aber die wenigsten davon leben können, frei beruflich als konzertierende Musiker ihr Beruf zu verdienen.

00:03:12: Insofern würde ich sagen ist mein Beruf den ich erlernt habe zwar immer noch ein Teil dessen was ich tue und ich gebe auch immer noch Konzerte aber das eigentliche mein eigentliches Einkommen erziele ich beim hessischen Rundfunk wo ich in verschiedenen Redaktionen und Abteilungen tätig bin.

00:03:34: Und da meine musikalische Expertise einbringen kann, sei es dabei, dass man eine Unterhaltungssendung von musikalischer Seite her betreut vorbereitet und mit den musikalischen Akteuren, Vermittlungen anstellt zwischen Redaktion, Produktionen und den einzelnen Vorstellungen, die dahälten.

00:03:57: helfen hervorherrschen, so muss man sagen.

00:04:02: Dann die anderen Felder im Hessischen Rundfunk sind das sich bei Symphonie-Orchesterkonzerten die Partitur lese und den Kameras sage jetzt müsst ihr als nächstes die Klarinetten zeigen weil sie haben dann ihren Einsatz und wir wollen den Einsatz sehen und nicht die Stelle in der Sie gerade nicht spielen sozusagen.

00:04:24: Das gehört zu einer Videoübertragung eines Konzerts heute dazu, dass es eine gute Musikregie hat und da arbeite ich auch sehr gerne mit.

00:04:34: Sehr spannende Aufgabe.

00:04:36: Das ist eine Zwei von verschiedenen Sachen.

00:04:38: Ich bin auch als Autor dann tätig das sich über Musik schreibe oder unterschiedlichsten Musikrechtlichen Dinger, Lizensierungen.

00:04:55: Es ist ein sehr weites Feld.

00:04:56: wenn man in so einem großen Medienhaus unterwegs ist dann kommen die Aufgaben auch schnell zu einem weil die Kollegen merken der kann das da ein bisschen Ahnung fragen wir den mal und dann kommt es ein bisschen eins zum anderen.

00:05:14: Ja also klingt nach einem großen Potpourri an verschiedenen Tätigkeiten und Aufgaben.

00:05:21: Wir haben es noch gar nicht erwähnt, du bist ja Musiker und zwar hast du auch ein Instrument das du maßgeblich spielst und beherrscht.

00:05:30: Ich sage es jetzt an der Stelle aber würde dazu natürlich noch gerne hören.

00:05:33: Du bist Gitarist ist richtig!

00:05:35: Genau ich

00:05:35: habe Konzertgitarre studiert und das habe ich auch viele Jahre gemacht hab das Meisterklassendiplomen erworben.

00:05:42: das ist der höchste Schluss, den man erreichen kann als Gitarist.

00:05:49: Gleichzeitig bedeutet das aber auch dass man damit eigentlich nicht automatisch einen Job bekommt.

00:05:58: Das ist einfach nur ein Abschluss dem man zwar fort sein kann, aber dem man auch nicht vor sein kann.

00:06:03: Man kriegt trotzdem deshalb nicht mehr oder weniger Konzertaufträge oder dergleichen.

00:06:09: Ja, ich habe ja auch das ein oder andere Mal schon das Vergnügen gehabt.

00:06:12: Auch dir zu lauschen!

00:06:14: Auch in unterschiedlichen Konstellationen... Das kommt ja als Musiker auch dazu, dass man in verschiedenen Kombinationen dann zusammen musiziert und wir können es auch gerne einmal nennen.

00:06:25: also zumindest weiß ich, dass du ja auch mit dem Duo Bergerak ein sehr erfolgreiches Gitarrenduo Bildes, vielleicht kannst du dazu aber auch kurz was sagen.

00:06:34: Auch zu der Entwicklung des Dubergs, so wie es entstanden ist und ihr spielt ja heute noch zusammen.

00:06:40: Also seit den fortgeschrittenen Teenager-Alter spielen Karin, Scholz und ich zusammen und wir gucken mal, was passiert?

00:06:55: Wir nehmen an einem Wettbewerb ein Dateil.

00:07:00: Daraus ist dann später doch eine kontinuierliche Arbeit geworden.

00:07:07: Was sich über die Jahre sicherlich geändert hat, dass wir uns immer wieder gefragt haben wie können wir denn unsere Konzerte und Auftritte besser präsentieren um unseren Gästenbesucherinnen und Besuchern im Konzert ein besseres Erlebnis zu ermöglichen?

00:07:24: Wie können wir Konzerten machen mit denen wir uns auch selber besser identifizieren können.

00:07:33: Welche Konzerte würden wir gerne hören?

00:07:36: Und das ist so ein Prozess, weil im Studium zu meiner Zeit in meinen Studienzeiten wenigstens hatte man die Aufgabe gewisse Bereiche, gewisse Werke oder gewisse Epochen musste man spielen und aus diesen Epochen werden dann Prüfungsprogramme, Konzertprogramme zusammengestellt ob sie nun Sinn gemacht haben Abfolge oder nicht, das war gar nicht so vordergründlich relevant heute.

00:08:04: Ist aber genau das für uns sehr wichtig.

00:08:06: was ist eigentlich unsere Idee von einem Programm?

00:08:08: und dann suchen wir danach Werke aus und überlegen auch dann wie wir das präsentieren?

00:08:16: Sehr schön!

00:08:17: Und ja und dass es auch nicht die letzte Tätigkeit oder eine Tätigkeiten die du jetzt gerade nicht erwähnt hast nämlich das Duo Bergerac und eure Tätigkeiten, Auftritte oder gemeinsames Duo seit vielen Jahren.

00:08:31: Du bist doch auch noch tätig für die Aarolser?

00:08:35: Wie sagt man?

00:08:36: Festspiele

00:08:37: oder... Die Aarolser Schlosskonzert.

00:08:40: Ja also ich das ist gehört in die Abteilung Ehrenamt dass sich bei drei Konzerte rein in der Region südliches Ost-Westfalen und nördliches Hessen da so als eine Art künstlerischer Leiter tätig bin.

00:08:58: Das heißt, ich suche die Künstler und die Ensembles aus, die da auftreten, plane die Saison und präsentiere diese Saison.

00:09:10: Und bin bei den Konzerten vor Ort um den Künstlern und den Besucherinnen und Besuchern ebenfalls wieder ein gutes Erlebnis zu verschauen.

00:09:20: Da greifen die Dinge so ein bisschen ineinander, dass man als Musiker kann ich besser ahnen und wissen, was brauchen eigentlich die Musiker auf der Bühne um ihr Optimum abliefern zu können.

00:09:39: Ja Peter auch wenn das ehrenamtlich ist wie du es gerade gesagt hast.

00:09:42: Du bist natürlich auch zu deinem Beruf dazu und glaube auch etwas was du da schaffst wo deine Kreativität aber deinen Organisationstalent ja auch

00:09:52: gefragt ist

00:09:53: bei den A-Rollser

00:09:55: Schlosskonzern,

00:09:57: Barbogermeisterkonzerten

00:09:59: und bei den Frechser Sommerkonzerten.

00:10:00: Da übernehme ich diese Aufgabe gleichermaßen aber es sind jedes Mal wieder ein bisschen andere Ausrichtungen künstlerisch und so dergleichen.

00:10:10: ja finanziell natürlich

00:10:12: auch dann haben wir einen kleinen guten Eindruck bekommen von all deinem schaffen.

00:10:20: Ich würde jetzt, bevor wir das eigentliche Bewerbungsgespräch reloadet dann starten gerne mit dir noch ein paar Fakten, ein paar Daten zusammentragen.

00:10:29: Also Alter?

00:10:32: Dreiundfünfzig Lenz erzähle ich ja

00:10:36: Wohnort

00:10:38: Bochum

00:10:39: Familienstand und Kinder

00:10:41: Verheiratete zwei Töchter Hobbys Neben der Musik ist das besonders die Geschichte Geschichte der Neuzeit.

00:10:54: Und deine aktuelle berufliche Station oder Situation, aber ich glaube du hast es schon ausreichend beschrieben weil da für dich nicht zwischen einem angestellten Fällen ist in das nächste geht sondern du sagen Freiberufler bist?

00:11:07: Genau!

00:11:07: Ich bin zwar ständiger freiberuflich tätiger beim hessischen Rundfunk, aber da inzwischen Bestandsgeschütz, dass das so eine Sonderform die es glaube ich auch nur in solchen Medienunternehmen gibt

00:11:19: Bestandsgeschützt hört sich auf jeden Fall sicher an und

00:11:21: schön, dass du es bist.

00:11:24: Okay!

00:11:25: Und jetzt meine nächste Frage wäre tatsächlich welche Erfahrung hast Du denn mit Assessment-Centern oder Bewerbungsverfahren gemacht?

00:11:31: Hast Du da vorhin schon erwähnt so ein klassisches Bewerbsgespräch gab's nicht oder so wie wir das verstehen.

00:11:36: aber ich bin ganz sicher du musstest oft auch vorspielen.

00:11:40: vielleicht kannst du zusammen einen kleinen Einblick geben.

00:11:43: ja vielleicht sind wenn man jetzt beim Reihen musikalisch-gitaristischen bleibt, sind Gitarrenwettbewerbe das was am ehesten mit einem Vorstellungsgespräch vergleichbar ist.

00:11:58: Geht häufig meistens über mehrere Runden und hat manchmal gewisse Schwerpunkte.

00:12:06: aber Da geht es natürlich auch darum, dass man kontinuierlich eine hohe Leistung bietet und die Jury mit seinem Spiel aber auch mit seinen Auftreten überzeugt.

00:12:20: Die richtige Bewerbungssituation habe ich auch vereinzelt erlebt – ich hab mich mal für eine Stelle an der Musikschule in Frankfurt beworben – und die auch bekommen.

00:12:30: Das war aber nicht so.

00:12:32: das eine psychologische Beratung dabei gewesen wäre Das würde ich jetzt nicht sagen.

00:12:39: Aber ich habe mich auch in der Arbeit des hessischen Rundfunks mal versucht zu bewerben und dann sehr schnell gemerkt, dass die gesamte Bewerbungssituation eigentlich gar nicht so meine Stärke ist.

00:12:51: Dass mein Charakter vielleicht auch eine Konzentrationsfähigkeit oder was auch immer dann nicht so gut zum Tragen gekommen sind habe ich dann eher so durch die Seitenwege bis zu den Aufgaben gekommen, die ich heute ausführe und das auch gerne mache.

00:13:13: Du bist da auch zu deinem Ziel und deinem Glück gekommen?

00:13:16: Ja!

00:13:18: Vielleicht kannst du uns aber doch noch ein oder auch ein bisschen Erfahrungen auszutauschen mal eine Situation beschreiben, wo du sagst, das musste ich machen oder dass viel mehr schwer in diesem Bewerbungsverfahren Weil du sagtest, du wärst vielleicht dafür gar nicht so geeignet für solche Assessment-Situationen.

00:13:35: Kannst du dich erinnern welche Übungen gemacht wurden?

00:13:37: Aus wahrscheinlich Interviews aber wurden auch darüber hinaus noch...

00:13:41: Das war ein Bewerbungsgespräch und da, ehrlich gesagt bin ich aber ein bisschen blauäugig eingegangen weil ich auf viele vermutlich Standardfragen gar nicht vorbereitet war und dann ins Stottern gekommen bin.

00:13:55: zum Beispiel gab es denn schon mal Unangenehme Situationen mit Kollegen.

00:14:02: Und natürlich hat jeder mal die eine oder andere unangenehm Situation erlebt, aber man vermeidet natürlich an einem Vorstellungsgespräch da groß darauf einzugehen, sondern er will ja vermitteln dass man Souverän mit allen Schwierigkeiten umgeht und die ganz schnell aus der Weltschaft.

00:14:23: So Dinge deshalb.

00:14:26: ich bin dann nie ein Profi geworden in Vorstellungsgespräch, das kann man nicht sagen.

00:14:31: Ja ein Tipp auch, den ich gerne als Diagnostiker daraus ziehe.

00:14:39: Tatsächlich würde ich immer empfehlen wenn man einen Assessmentcenter oder ein Bewerbungsverfahren bevorsteht dass man einfach versucht wirklich alle Informationen zu bekommen die man über dieses Verfahren weiß.

00:14:51: Heute mit Google und Co.

00:14:53: ist es also auch möglich, Informationen zu bekommen, dass man schon weiß was kommt.

00:14:57: da machen die nur ein Interview, machen sie mir eine Fallstuhl, machen die mit mir eine Simulation.

00:15:03: Und wenn man diese Information irgendwie bekommt und inzwischen gibt es da auch Netzwerke, um sich da schlau zu machen.

00:15:09: Dann ist das immer schon mal gut, damit man weiß okay ich kann mich ein bisschen darauf vorbereiten, fühle mich auch vorbereitet oder mich auch speziell auf Situationen vorbereitet.

00:15:18: Das ist jetzt nur ein einfacher Tipp aber es gibt genug Quellen, um tatsächlich rauszubekommen.

00:15:22: was machen die dann mit heim?

00:15:24: Ob es bei einem Arbeitgeber ist, ob's bei einer Institution ist... Ein kleiner Tipp am Rande.

00:15:30: Dankeschön!

00:15:32: Nicht

00:15:32: nur für dich, auch für alle Zuhörenden.

00:15:36: Okay

00:15:37: Peter wir starten jetzt das Bewerbungsgespräch reloaded also die Rahmenbedingungen und was du mitbringst, was haben wir gehört?

00:15:47: Und meine erste Frage, weil es oft ein Einschick ins Bewerbungsinterview ist um auch erstmal eine Atmosphäre zu schaffen.

00:15:55: Ein Warming abzugestalten aber natürlich auch erst Informationen zu bekommen von einem Bewerbenen.

00:16:01: also stelle dich doch bitte mal kurz anhand deines Lebenslaufes vor.

00:16:08: Mein Name ist Peter Ernst, ich bin ausgewildeter Konzertgitarist und arbeite in vielen Bereichen der Musikredaktionellen, Musikproduktion und auch konzentranten Weise in allen Bereichen die mit Musik zu tun haben.

00:16:31: In fast allen Berechen.

00:16:33: Und diese Aufgaben führe ich beim Hessischen Rundfunk durch und als freischaffender Konzertgetarist.

00:16:46: Ja und wenn du mal zurückblickst auch, wir müssen nicht bei der Geburt anfangen.

00:16:51: Aber wenn du schon mal schaust so wo kommst du ursprünglich her?

00:16:55: Wo bist du geboren?

00:16:55: zum Beispiel dass du gerne nochmal ausholst um so deine Reise, deine Entwicklung auch, deine berufliche Entwicklung kennenzulernen wäre das schön wenn du ruhig nochmal einen Rückblick

00:17:05: machst.

00:17:06: ja

00:17:07: und ich weiß zum beispiel und das würde ich natürlich auch gern noch einmal hören und stimmt auch viele Zuhörende Du hast ja auch Zeit im Ausland verbracht.

00:17:15: Insofern, auch als eine deiner wahrscheinlich prägnenden Stationen?

00:17:20: Absolut!

00:17:21: Da sprichst du auf... Ich habe einen Jahr an der New Yorker Juilliard School verbracht.

00:17:26: Das war für die persönliche und auch für die künstlerische Entwicklung ein sehr wichtiger Schritt.

00:17:35: Auch das in einem neuen kulturellen Umfeld zu erleben und zu lernen war sehr, sehr wertvoll.

00:17:46: Aber es gibt auch so Momente schon aus meiner Kindheit, wo ich gemerkt habe – Ich schreibe gerne und mache für unsere Familie eine Zeitung, dass sich Qualitäten gezeigt haben, die ich dann später in meiner späteren Tätigkeit wieder aufrufen konnte und benutzen konnte.

00:18:05: Die Erfahrungen unterhält man mit der Sprache und dergleichen.

00:18:13: Ja, aber das vielleicht Interessanteste dabei sind natürlich die Brüche.

00:18:20: Die Entscheidung, die man an Weggablungen fällt macht man dieses, macht man jenes und ich war sehr früh angefangen Gitarre zu unterrichten, da war ich noch lange in der Schule und habe das so als ein kleiner Nebenjob gemacht.

00:18:39: Und weil die Musik- und Gitarrenlehrer überall sehr gefragt waren... Da hab' ich schon erste Erfahrungen gesammelt und bin dann auch schon bevor die ich die Schule absolviert habe, hab' tatsächlich schon mit dem Musikstudium begonnen.

00:18:57: Das hat mich hier dann eben durch die verschiedenen Phasen und die verschiedenen Orte gebracht bis zum Ausland.

00:19:07: Und als ich dann fertig war, auch als ich in York war, muss man vielleicht sagen, weil der entscheidende Punkt das sich dann so drei vier Monate vor dem Abschluss meines Studiums mich gefahren haben möchte, soll ich eigentlich jetzt hier weitermachen?

00:19:21: Möchte es das Studium zu einem gewissen Punkt bringen um hier ein US-amerikanischer Abschluss zu haben und dann dort vielleicht sogar auf zu arbeiten und zu bleiben.

00:19:33: Und da bin ich sehr schnell zur Entscheidung gekommen, dass das nicht meine Welt ist die... Das Arbeitsumfeld was ich da war den Musikerkollegen und Kollegen erlebt habe ist fahrlich ein anderes als das.

00:19:51: hier gibt es sehr viel subventionierte Kultur und dadurch immer ein viel größeres Tätigkeitsfeld Und das hat mich angezogen.

00:20:02: Und siehe da, ich kam zurück und nach zwei drei Monaten kam der Anruf vom Hessischen Rundfunk weil ich diese und jene Qualitäten habe.

00:20:10: können Sie sich vorstellen ob ich dann nicht mal ab und zu aushelfen möchte?

00:20:13: Das war mein Einstieg in dieses große Haus und dann sind viele haben sich dann viele andere Wehgablungen eröffnet.

00:20:21: es gab natürlich auch.

00:20:24: Ein ganz wichtiger Einschnitt war natürlich, dass sich meine Frau kennengelernt und eine Familie gegründet hat.

00:20:30: Das sind auch Dinge die verändern alles.

00:20:33: aber ich muss sagen auch beruflich hat mich das eben nicht ins Abseits gebracht sondern im Gegenteil es hat mich vorwärts gebracht weil man zwangsläufig lernt seine Zeit, seine Kraft viel besser zu konzentrieren und die ganzen unwesentlichen Dinge wegzulassen.

00:20:58: Das muss ich sagen, tut mir sehr wohl ganz abgesehen davon das es natürlich schön ist dass man darauf blicken kann oder sehen kann wie die Kinder groß werden wie man das Gefühl hat, wenn ich mal zurückblicke auf mein Leben.

00:21:14: Dann werde ich als erstes an meine Kinder denken und sagen die hast du großgezogen?

00:21:17: Das ist dein Lebenswerk und alles andere ist dann zweit-und trittrangig so.

00:21:22: Das würde ich auf jeden Fall sagen.

00:21:23: Ja.

00:21:24: Das glaube ich dir dass sich die Prioritäten verschieben.

00:21:28: Ich will dich aber trotzdem noch nicht aus deinen beruflichen Gängen oder auch aus den Erfahrungen, die Du gemacht

00:21:33: hast.

00:21:33: Mit Abschwiffen!

00:21:34: Auch mit verständlicher Weise.

00:21:36: Ich möchte aber tatsächlich weil es mich auch interessiert nochmal hören Also hast du tatsächlich eben verbalisiert, nach New York kam dann der hessische Rundfunk.

00:21:45: Vielleicht hältst du dich aber doch noch mal kurz in New York auf?

00:21:48: Ich glaube nachvollziehbar so gesagt hast.

00:21:50: also da in diese Szene auch Musikszene möchte ich jetzt nicht einsteigen habe aber mein ja dort ja verbracht.

00:21:57: wie war es denn für Dich?

00:21:58: Wie alt warst Du als du nach New york gegangen bist?

00:22:00: und wie war's für DICH dann auch in die große weite Welt zu gehen?

00:22:04: vermutlich relativ jung auch gefühlt relativ jung Und dann plötzlich in New York mittendrin zu sein, in der amerikanischen Großstadtwelt.

00:22:15: Ja ich war schon sieben, zwanzig, achtundzwanzig.

00:22:16: Dann war ich natürlich unter den allgemeinen Studenten schon relativ alt.

00:22:21: aber nächstes und trotz die Kurse, die man dort belegt neben dem... Gitarrenunterricht, den man da bekommt.

00:22:33: Die Kurse waren sehr erhellend weil Musik dort auch anders unterrichtet und präsentiert wird mit ganz anderem Background das ich sehr viel über die Geschichte der Popmusik kennengelernt habe und was die Trennung von schwarzer Musik und weißer Musik in den USA bedeutet schwarze Musik erst dann in den weißen Publikum verbreitet haben, als es eben auch weiße Künstler gab wie Elvis Presley die das aufgenommen haben.

00:23:08: All diese Erkenntnisse fand ich sehr erhellend und dass seine Bereicherung für seinen eigenen Horizont wie man selber mit Musik umgeht die das Musik leben.

00:23:31: Also, dass muss ich schon auch sagen natürlich, dass in New York sich sehr viel von dem klassischen und kulturellen, ganz allgemeinen Kulturleben des Landes konzentriert und auf diesem engen Raum verhält ein bisschen Engenraum so viele Museen, so viele Konzertsäle sowie unterschiedlichste kulturelle Angebote zu erleben.

00:23:55: Das war auch eine ganz tolle Erfahrung.

00:23:58: also Das war sehr wertvoll.

00:24:02: Und ganz abgesehen natürlich dann Sharon Isbin ist die Gitarrenlehrerin an der Julia School und mit ihr zu arbeiten, war auch eine ganz besondere Sache.

00:24:13: Da wusste ich ja was ich mich einlasse oder wusste was ich von ihr lernen wollte und das habe ich da auch bekommen.

00:24:21: Das war wirklich sehr, sehr wert voll.

00:24:26: Ich darf das vielleicht auch ergänzen mit einer Anekdote, die uns beide betrifft.

00:24:32: Wir hatten ja tatsächlich das Glück ums in New York also nicht zufällig sondern schon auch geplant mal zu treffen und ich war dir als New-Yorkenner damals und zwar ein paar Jahre später als du da warst und war aber sehr dankbar mich in die ersten Spa Szene einzuführen.

00:24:48: Ich kann mich gut an den Oak Room erinnern Und natürlich auch in die Jazz-Kneipen, was wirklich auch ganz fantastisch war und New York eine tolle Szene hat.

00:24:58: Aber ich weiß auch der Barkeeper im Oak Room hat uns von Derek Jeter erzählt – dem berühmten Baseballer der New York Yankees.

00:25:05: Ich hatte doch keine Ahnung damals aber das war auch der Einstieg.

00:25:08: mich mit dieser Szene, mit der Baseballszene oder selber Baseball zu spielen war der Anfang dieser

00:25:14: Geschichte.

00:25:15: Absolut,

00:25:15: danke euch dir sehr dankbar völlig.

00:25:17: ich war nämlich naiv.

00:25:18: du warst ein New York Kenner und hast mir erstmal auch mich eingeführt ins new yorker.

00:25:24: das hat sich aber sehr gut gedreht.

00:25:25: was muss ich aber auch für die zuhören und zur gleich noch klarstellen dass du natürlich sehr schnell einen großen Bekanntenkreis auch um dich geschadest und dient wiederum in unsere unsere Unternehmungen eingebunden ist.

00:25:40: Also es ist ein Geben und Nehmen gewesen.

00:25:42: Und wir müssen aber auch erklären, was der Oak Room ist oder war weil er ist jetzt öffentlich gar nicht mehr zugänglich und deshalb bin ich auch sehr froh dass wir das beide damals gemacht haben.

00:25:52: die sehr berühmte Kneipe im New Yorker Plaza Hotel am Central Park Süd eine legendäre Bahn dem Hitchcock Filme gedreht wurden wunderbar ausgestattet mit großen Gobelons an den Wänden und alles sehr noble.

00:26:12: Und man bezahlt sehr viel Geld für sein Whiskey, aber das gehört dann.

00:26:17: da einmal zu sitzen an diesen erwürdigen Tischen und an der Theke – das war ein sehr erhebnes Erlebnis!

00:26:26: Das hat uns beide sehr fasziniert nicht wahr?

00:26:30: Kann man wohl sagen, jetzt ist ja gemeinsam abgeschwiffen.

00:26:33: Aber auch aus gutem Grunde Peter kann mich da wirklich gut daran erinnern und war eine sehr schöne gemeinsame Zeit die wenige Zeit neben anderen Dingen die wir dort gemacht haben, die wir dann noch zusammen verbringen konnten.

00:26:47: Ja ich würde weiter einsteigen in das Bewerbungsgespräch Und meine nächste Frage lautet Was war deine Motivation Konzertgitarist zu werden?

00:26:58: Und Musiker zu werden?

00:27:02: Ich habe sehr früh als Kind gespürt, dass mich Musik sehr anspricht und war fasziniert von den Plattenspielern meines Vaters.

00:27:15: Und durfte schon relativ früh die Schaltplatten selber auflegen weil ich auch sehr vorsichtig damit umgegangen bin und habe Musik gehört und sie aufgesogen und habe auch sehr früh herausgefunden das die Gitarre mein Instrument ist.

00:27:33: Aber das hat lange gedauert bis zu meinem zehnten Lebensjahr, bis meine Eltern mir dann tatsächlich die erste Gitarre überhaupt gekauft

00:27:39: haben.

00:27:40: und dann habe ich diesen Traum auch mit Ernsthaftigkeit sehr schnell verfolgt und versucht wollte natürlich erst mal ein Rockstar werden als Kind von zehn Jahren und wir beide sind in der Zeit der neuen Deutsche Welle aufgewachsen Und das war ursprünglich mein Traum.

00:28:03: Aber dann öffnet man sehr schnell, öffne sich neue Wege und dann bin ich zu der klassischen Musik gekommen und da habe ich meine Bestimmung gefunden.

00:28:13: Das hat tatsächlich eine tiefe und Vielseitigkeit, die mich heute noch fasziniert.

00:28:22: Und Peter, jetzt tatsächlich eine weiterführende Frage.

00:28:24: Die betrifft gar nicht deine Motivation und deine Erfahrungen sondern was würdest du auch anderen raten?

00:28:29: Was rechtfertigt denn eine Musikkarriere anzustreben und was vielleicht auch nicht?

00:28:37: Ich will jetzt niemand davon abhalten sein Traum wahr werden zu lassen aber manchmal muss man sich auch die kritische Frage stellen ist es nur eine Neigung?

00:28:44: ist ein Interesse?

00:28:45: reicht das auch aus was meinst Du ist auch wichtig um ja auch den langen Weg einer Musikerausbildung, auch die Hürden, die du ja eben schon angedeutet hast.

00:28:55: Auch zu überwinden und dann auch glücklich zu werden.

00:28:58: Was denkst du oder was sagst du?

00:29:00: Was ist denn auch eine Voraussetzung oder auch eine Motivation, die das rechtfertigt?

00:29:08: Ich habe an der Zeit der Vorbereitung zum Studium viele Ratschläge von anderen Musikern bekommen die gesagt haben, studier das lieber nicht.

00:29:24: Macht das lieber nichts zu deinem Beruf?

00:29:26: Meine Mutter sowieso wollte es nicht, dass ich Musik studiere und Musiker werden will weil es ist eben ein Job bei dem man wahrscheinlich nicht viel Geld verdient was aber tatsächlich eine sehr erfüllende Aufgabe ist, zu der man sich entscheidet weil man sich dazu berufen fühlt wenn man spürt, das möchte ich zu meinem Leben machen Und die Musik ist auch mein Leben, auch wenn ich sie nicht in meinem Beruf ausführe.

00:30:00: Wenn ich mich ins Bett lege dann geht Musik durch den Kopf versuche hier ein Stück weiter zu komponieren.

00:30:06: Wenn Ich in den Urlaub fahre ist die Gitarre dabei und dann suche ich mir einen freien Gelegenheiten das auch die Gittare zu traktieren.

00:30:16: Deshalb entweder man entscheidet sich zu diesem Beruf, weil man glaubt das möchte man leben und man kann es leider nicht.

00:30:30: so ist.

00:30:31: Das Berufsfeld, man kann nicht sagen dass mal ob man die Ziele die man sich selbst tatsächlich erreicht dafür ist einerseits die Möglichkeiten zu wenig und die Konkurrenz, die internationale Konkurrence auch viel zu groß.

00:30:42: in Deutschland haben wir relativ viele interessante auch akzeptabel dotierte Musiker-Jobs, aber die werden natürlich auch international beworben und besetzt.

00:30:57: Deshalb kann man nicht darauf spekulieren dass man dieses attraktiven Jobs bekommt.

00:31:04: Ja also auch da interessant von dir zu hören und ja da steckt ja auch die andere Empfehlung der anderen Tipp auch drin.

00:31:13: Ich möchte ungern sagen, wie ich das damals gehört habe.

00:31:17: Man macht das auf keinen Fall!

00:31:19: Sondern man kann es machen wenn man sich dazu berufen fühlt.

00:31:24: aber man muss eben auch mit einer gewissen Flexibilität und Offenheit dran gehen und nicht starr auf ein Ziel gerichtet weil das ist dann...wenn man das an dem Ziel scheitert, ist es eine große große Ab- Stieg und großer Verlust, große Irritation.

00:31:45: Und ich denke man sollte das Beste versuchen und dann offen sein für alles weil es müsste nur dass eine Sehne sich verletzt und man kann das Instrument nicht mehr spielen oder die Stimme wenn da einen Schaden bekommt man kann nicht mehr singen.

00:32:04: schon ist man immer raus immer ein großes Risikogeschäft, wenn man sich allein darauf festlegt.

00:32:15: Ja Peter um auch das Bewerbungsgespräch weiter zu verfolgen was hast du denn an Stärken mitgebracht?

00:32:24: Was ist dir auch bewusst, was du an Stärke im Laufe deines Studiums eingebracht hast um auch diesen ja durchaus anspruchsvollen Weg des Musikers mit seinen Hürden auch zu bestehen?

00:32:37: Meine Stärke ist ja die Leidenschaft für die Musik und dass ich die Musik auch mit großem Enthusiasmus nicht nur erlebe, sondern auch spiele.

00:32:49: Wenn ich jetzt auf meinen Beruf beim Hessischen Rundfunk Bezug nehme dann ist es sicherlich das ich meine musikalische Persönlichkeit zurücknehme zu überlassen.

00:33:08: Das ist auch nicht selbstverständlich natürlich, und ich bin immer sehr ungehalten wenn ich Menschen erlebe die sich selber immer im Mittelpunkt sehen, auch wenn sie hier nicht im Mittepunkt stehen sollten.

00:33:23: aber das... Ich denke dass kann ich ganz gut und kann gleichzeitig in diese Vermittlungsrolle schlüpfen Wenn ich eben nicht selber auf der Bühne stehe dann zu schauen, dass die Leute auf der Bühne sich wohlfühlen und ihr optimales abrufen können.

00:33:48: Die Frage, die meistens darauf folgt ist, gab es Entwicklungsfelder oder bestimmte Themen?

00:33:53: Du sagst das hat mir auch meine Entwicklung als Musiker schwer gemacht.

00:33:59: also typische Entwicklungs Felder oder einfach Erfahrungen, du sagst ja musste ich erst lernen

00:34:08: ist beim Üben, dass es für Anfänger wie für Profis sehr immer wieder eine Herausforderung sich hinzusetzen und nicht das Stück immer wieder zu spielen sondern jede Note ganz bewusst zu spielen.

00:34:26: Sehr langsam zu spielen und nicht in dem Tempo das man gerne erreichen möchte, das man sich vorstellt, sondern man muss den Gehirn die Zeit lassen, die Bewegungsabläufe präzise zu lernen und dann am Ende viel schneller an das Ziel zu kommen.

00:34:42: Aber man muss sich tatsächlich jedes Mal sehr diszipliniert zurücknehmen, um die auch komplizierte

00:34:59: Stücke zu lernen.

00:35:12: Das

00:35:16: mit der Disziplin ist mir nicht schwer gefallen, dass man regelmäßig übt weil das hat mir auch Freude bereitet, aber wie ich das gerade schon sagte diese Kontrolle sich dann beim Üben eben nicht gehen zu lassen und sich in der Musik gehen zu lasse.

00:35:35: Das ist ein schwieriger Schritt gleichzeitig auch immer wieder zu hinterfragen ob man das was man gerne macht ob das überhaupt jemand hören möchte oder ob man nicht vielleicht seinen Fokus ein klein bisschen verschieben muss, um das was einen so fasziniert auch den Gegenüber näher zu bringen.

00:36:05: Beantwortet das die

00:36:06: Frage?

00:36:06: Ja ich denke schon und deswegen also ich denke ja.

00:36:12: trotzdem kommt noch eine weitere Frage wenn du aus deiner musikalischen Entwicklung, aber auch deine persönlichen Entwicklung etwas rausgreifst.

00:36:24: Was war für dich die wichtigste Erfahrung, die du machen musstest oder gemacht hast?

00:36:31: Das scheitern ist immer das wichtigste Erlebnis gewesen für sowohl die Karriere beim Hessischen Rundvergeist natürlich auch für das Musikmachen.

00:36:43: also ich habe an vielen Wettbewerben teilgenommen in meinen jüngeren Jahren Und natürlich ist das immer schön, mit dem Preisgeld nach Hause zu gehen und in Triumph.

00:36:53: Aber letztendlich bringt dann das nicht weiter.

00:36:56: Das ist eine schöne Bestätigung.

00:36:59: aber in solchen Momenten, an denen man in der ersten Runde rausgeflogen ist... Und mit dem Schock gelebt hat, ich dachte, ich bin gut vorbereitet.

00:37:08: Warum bin ich rausgeflogen?

00:37:09: Das dann zu hinterfragen und sich die anderen anzuhören und zu erleben – ah so machen sie das!

00:37:15: Und deshalb hat die Jury wahrscheinlich so und so entschieden.

00:37:19: Das hat mich musikalisch natürlich sehr viel weiter gebracht, sich immer selber wieder hinterfragt zu müssen.

00:37:25: in so einem Fall im beruflichen, wenn ich jetzt mal rufliche hessischen Rundfunk gleichsetzen darf waren das natürlich auch so Momente, wo man merkte hier bist du gar nicht in diesem Bereich oder in dieser Thematik

00:37:43: ist

00:37:44: scheit.

00:37:45: Läufst immer wieder gegen eine Wand.

00:37:47: vielleicht solltest du dich da auch aus zurückziehen weil wenn man immer wieder versucht sein etwas zu erreichen was von seinem an Lagen gar nicht her erreichen kann oder immer nur so halbwegs erreichen kann, da macht man niemanden glücklich damit.

00:38:05: Vor allen Dingen sich selber nicht glücklich mit.

00:38:08: und dann spart man, knaps man da lieber ein bisschen und spartman sich das lieber um dann offen zu sein und mehr Möglichkeiten zu haben am Ende die Dinge zu tun indem man gut ist und mit dem man sich gut fühlt.

00:38:25: ja Peter du hast tatsächlich gerade übers Scheitern gesprochen, das war ja so hast du es eingeleitet nämlich als wichtigste Erfahrung.

00:38:32: Ja ich kann mir vorstellen dass auch besonders ein Musiker leben oft von Scheittern geprägt ist oder sich einfach ja ausgeschlossen.

00:38:42: Wir sprechen ja.

00:38:43: also in meiner Expertise wenn wir über Personalentwicklung sprechen und die Entwicklung der Fähigkeiten, auch der Person oder Persönlichkeitsentwicklung bekommen wir laufend auch Feedback.

00:38:57: Oder wir brauchen Feedback, da steht glaube ich gar nicht zur Debatte für eine Entwicklung.

00:39:01: Ich frage euch immer wie ist das eigentlich als Musiker?

00:39:04: Da gibt es natürlich Feedback.

00:39:05: durch Rezensionen, durch Publikum kriegt man als Musikern auch Feedbacks, konstruktives Feedback um zu wissen Das muss ich beim nächsten Mal anders machen, besser machen.

00:39:18: Wie sieht so ein Feedback an einem Musiker aus nach einem Konzert?

00:39:26: Dieses Feedback, dass du ansprichst das wird in der Regel von Musikerkollegen und Kolleginnen kommen denen etwas aufgefallen ist was uns selber beim Spielen vielleicht gar nicht aufgefallen is.

00:39:43: Es können ganz banale Dinge sein wie wir uns verbeugen wie wir unsere Brille auf und absetzen, wie wir vor allen Dingen das Publikum ansprechen.

00:39:54: Das hat auch lange gedauert bis wir da glaube ich einen ganz guten Weg gefunden haben.

00:40:01: Und ja, das würde ich sagen... ein Feedback, dass man durchaus mal bekommt und was wir immer aufnehmen und worüber wir auch immer nachdenken.

00:40:15: Es gibt natürlich auch Dinge über die Kleidung oder so, über die man immer streiten kann.

00:40:23: Die kann man auch ignorieren.

00:40:24: aber letztendlich ist jede Kritik es eigentlich wert erst mal bedacht zu werden und geprüft zu werden ob sie vielleicht Anlass sein sollte etwas zu verändern.

00:40:39: Ja, jetzt habe ich rausgehört dass durchaus auch Feedback gibt außerhalb der musikalischen Leistung.

00:40:45: Also sozusagen in der Darstellung und alles was dazugehört.

00:40:49: Was bei Karen und mir häufig kommt.

00:40:52: natürlich sind sich dann eigentlich verheiratet.

00:40:55: Sie sind doch verheeratet nicht wahr?

00:40:57: Weil wir natürlich schon seit Ewigkeiten in dieser Konstellation auftreten Zum Glück wahrscheinlich auch ein harmonisches Bild abgeben.

00:41:08: Das ist ja auch durchaus so gewollt.

00:41:13: Dein Vater, wenn ich das sagen darf, Albir hat mal gesagt... Nein Peter!

00:41:18: Das ist wirklich sehr gut dass du mit einer Frau auftrittst.

00:41:22: Das gibt nämlich eine unterschwellige Erotik die für das Publikum weder ganz interessantes und ich will nicht sagen Karin und ich haben sicherlich keine erotische Beziehung, aber wenn das Publikum das so wahrnimmt unser Zusammenspiel dann kann uns das eigentlich nur recht sein.

00:41:43: Ja dank dir!

00:41:44: Also haben wir ein bisschen was auch von meinem Vater gehört passt auch zu ihm.

00:41:48: also ein Feedback und ich weiß auch dass er das eben ernst meinte dass es auch einen Hintergrund hatte.

00:41:54: Aber ich glaube wir müssen an der Stelle oder dürfen an der stelle auch Karin Scholz nochmal erwähnen deine Partnerin im Duo Bergerac, denn Duo bergerak viel ja schon.

00:42:04: Aber ich glaube Karin Scholz noch nicht und von der hast du gerade gesprochen deine tolle Partnern über ganz viele Jahre im duo bergerack.

00:42:14: Genau Karin habe ich kennengelernt da war ich etwa siebzehn jahre das erste mal teilgenommen an den jugend musiziert und sie eben auch und wir sind haben uns am anschluss an dem wettbewerb in Auf dem Weg nach Italien getroffen, dann wurden wir als Preisträger von Jugendmusizier zu einem internationalen Wettbewerb nach Italienne geschickt und im Nachzug von München nach Rom stieg dann in Rosenheim auf einmal Karin Scholz zu diesem großen Liegewagen wo noch andere Mitbewerber für den Wettbetrieb dabei waren.

00:42:52: Andere Gitarrestinnen und Gitarresten.

00:42:54: Es war sehr schön ... Begegnung.

00:42:57: Wir sind da gegeneinander angetreten natürlich und haben aber, sind danach im Briefkontakt geblieben und haben dann relativ weit entschieden wir sollten das vielleicht doch mal versuchen ein Tour zu gründen und uns für einen Wettbewerb zu bewerben.

00:43:14: Mal gucken was passiert!

00:43:15: Und das ist dann sehr gut gelaufen und daraus ist eine wirklich sehr lange gemeinsame Karriere geworden haben viele Aufnahmen zusammen gemacht, haben viele Konzerte überall gespielt und es ist sehr angenehm mit ihr zu arbeiten.

00:43:32: Das kann ich nicht anders sagen.

00:43:36: auch jetzt wo wir schon ein fortgeschrittenes Alter haben wenn ich das mal so sagen darf können wir immer noch das Gefühl dass wir uns verbessern.

00:43:46: Wir werden vielleicht nicht mehr schneller, aber es gibt andere Dinge wie die Phrasierungen.

00:43:52: Das Zusammenspiel und so was.

00:43:53: da fallen wir immer noch.

00:43:54: Und wir haben immer noch das Gefühl, dass hatten wir früher nicht so gut drauf.

00:43:59: Sofern ist das auch immer eine schöne Erfahrung

00:44:02: ja!

00:44:02: Ja und auch eine musikalische Entwicklung, die ihr gemeinsam durch.

00:44:07: Und jetzt haben wir auch von Karin Scholz gehört deiner tollen Duettpartnerin aus dem Duo Bergerac, wie ihr euch kennengelernt habt?

00:44:15: Und bis heute erfolgreich zusammen auch musiziert.

00:44:19: Peter, anderes Thema, nämlich Stichwort Resilienz.

00:44:25: Resilience ist also psychische Belastbarkeit.

00:44:29: Ich will das gar nicht vertiefener Begriff der sehr komplex und wird auch mal gebräuchlicher.

00:44:36: Das ist eine wichtige Thematik.

00:44:38: Ich würde es ein bisschen reduzieren

00:44:40: auf

00:44:41: dein Empfinden als Musiker aber auch Organisator, als Mitarbeiter beim hessischen Rundfunk.

00:44:49: Wie gehst du mit Stress um und wo findest du Ausgleich?

00:44:54: Machst du da etwas bewusst?

00:44:56: auch gerade kann man vorstellen vor einem Konzert kommt doch ein bisschen Aufregung hoch.

00:45:03: vielleicht beschreib so ruhig mal weil er besonders so Konzerte auftritt können wir als Nichtmusiker vielleicht gar nicht nachvollziehen, aber wenn man plötzlich auf der Bühne steht oder sitzt und ist im Rampenlicht dann ist das ja schon auch eine besondere Situation.

00:45:18: Wie gehst du damit um?

00:45:19: Es ist nicht mehr vergleichbar mit dem Nervenkitzel den man hat, mit dem Lampenfieber, wenn man beim Musikschule einen Vorspiel aufgetreten ist und dann das Gefühl hatte in die Erde zu versinken oder sich halbwegs durchzuhangeln.

00:45:35: Wir wissen, dass wir uns gut auf die Konzerte vorbereiten und wir wissen aber auch, dass es manchmal einfach nicht so gut geht.

00:45:44: Und manchmal geht es astronomisch gut.

00:45:47: Man kann's nicht genau bestimmen wann das ist oder warum es so ist.

00:45:55: Aber eine gute Vorbereitung vielleicht ist das noch ein wichtiger Knackpunkt in meiner Karriere war, dass ich mal das Gefühl hatte.

00:46:06: Ich mache zu viel und es sind mir immer zu viele Fehler in den verschiedenen Tätigkeiten die ich hatte passiert, dass sich tatsächlich das Gitarre-Spiel für drei Jahre aufgegeben habe.

00:46:19: Und ich hab zwar Gitarren gespielt aber ich habe keine Konzerte mehr gegeben oder angenommen war ein sehr schwieriger Schritt, besonders für auch die Karin oder meine anderen Duo und Trio-Partner.

00:46:35: Aber ich hatte das Gefühl keinen Sinn mehr daran zu sehen Musik zu machen wenn man nicht sein Optimum abliefern kann.

00:46:46: Und dann... Das ist dann zusammengefallen mit... Wir haben eine Frau kennengelernt und die Kinder sind gekommen auf die Welt gekommen.

00:46:55: so war insofern gar nicht so schlimm, aber war nicht so geplant.

00:47:01: Das war nicht der Ausgangspunkt dafür dass ich mich gitaristisch zurückgezogen habe.

00:47:06: nur das war vielleicht ein ganz entscheidender Punkt dass sich hier mich mal künstlerisch resettet habe und überlegte was ist mir eigentlich wichtig an Musik?

00:47:18: Und um dann danach viel bewusster und vor allen Dingen auch unter Auslassung vieler Möglichkeiten viel ausgewählter die Konzerte ausgesucht haben.

00:47:31: Das hat dann letztendlich eine viel erfüllendere künstlerische Arbeit gebracht, ja.

00:47:37: Aber Entschuldigung ich bin wieder abgeschwiffen

00:47:39: gar nicht.

00:47:40: Ich ruft aber meine Nachfrage wäre auf jeden Fall war das jetzt auch aus der Retrospektive die richtige Entscheidung oder auch die Reaktion darauf zu sagen?

00:47:49: Und ich mache jetzt mal einen

00:47:50: Cut Ja unbedingt weil ich hatte einfach zu viele verschiedene Sachen, die dann auch übereinanderlappen und alle nicht davon profitiert haben.

00:48:01: Und das hat mir erst mal gut getan, die Pause.

00:48:04: Und jetzt im Nachhinein weiß ich, dass sich auch viel bewusster Musik mache und mich auch viel besser auf die Konzerte vorbereite.

00:48:13: Dann kann ich mich da hinsetzen und ich habe ein gutes Gewissen!

00:48:17: Wenn es nicht so gut läuft, dann kann ich wenigstens sagen, ich hab alles das getan für die Vorbereitung was ich konnte.

00:48:24: Danke, Peter.

00:48:24: Da auch für die Erkenntnisse, die du mit uns teilst.

00:48:28: Resilienz?

00:48:29: Aber das ist natürlich auch noch mal... Es gibt natürlich einen anderen Bereich, wenn ich es ein bisschen schlontfunk denke, sehr innerhalb einer Produktion, besonders in der großen Fernsehsendung schon stressige Momente wo da manchmal Dinge nicht so rund laufen und die Probenarbeit sich auf einmal verzieht und das ganze Team darauf wartet dass es endlich weitergeht und die Musiker ihren Ekt zusammen kriegen.

00:48:53: Da habe ich gelernt, mir beigebracht mit Freundlichkeit immer viel zu kommunizieren und sich die eigene Unruhe nicht anmerken zu lassen.

00:49:09: Letztendlich ist man ja nicht derjenige, der auf der Bühne agiert aber man muss natürlich wiederum den Raum dafür schaffen.

00:49:19: Ich habe gemerkt, dass die Freundlichkeit das wichtigste Hilfsmittel für mich ist in meinem Berufsfeld wenigstens Akzeptanz zu kriegen, Geduld zu bekommen, Verständnis zu kriegen aber eben auch Unterstützung zu kriegen.

00:49:38: Das ist auch nochmal ein wertvoller Tipp von dir an unsere Zuhörenden.

00:49:43: also mit Freundlichkeit Und Geduld war das andere, was du genannt hast und ich glaube auch mit dem nötigen Respekt seinem Umfeld gegenüber.

00:49:51: Kommt man in der Regel weiter anstatt den Stress dann einfach auf die Weiterziehung?

00:49:55: Ja schon aber ist natürlich auch eine sehr gute Vorbereitung wenn.

00:49:59: es kann immer mal sein dass Dinge auseinanderlaufen Aber wenn ein ganzer Stab von hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern merken, der hat sich nicht vorbereitet.

00:50:10: Der hat die Musik nicht rausgesucht oder was auch immer.

00:50:15: Dann kommt Ungeduld auf.

00:50:17: Und dann kann ich auch verstehen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen gegen einwenden würden.

00:50:24: Aber das abgesehen davon, dass man sich diszipliniert und sehr akribisch darauf vorbereitet auf solche Dinge, das gehört sicher dazu.

00:50:35: Also auch noch ein weiterer Tipp.

00:50:38: Und damit würde ich die Frage auch abschließen und zur nächsten Frage kommen, nämlich welche Personen bzw.

00:50:46: Persönlichkeiten haben dich in deiner Entwicklung beeindruckt beziehungsweise welcher haben als Vorbild gedient?

00:50:55: Vielleicht kannst du uns erst mal einen oder vielleicht doch ein zweites Beispiel nennen.

00:51:02: Ich unter den Gitaristen mit denen ich groß geworden bin Anfangs und auch heute noch sehr bewundere, ist der britische Gitarist Julian Bream.

00:51:15: Der einen ganz eigenen Gitarrenstil, ein ganz eigenes Spielstil hatte, den niemand so unterrichten würde und den ich auch nie versuchen würde zu imitieren.

00:51:28: Es war aber sein Stil wie er es geschafft hat die Gitarre zum Klingen zu bringen und die Musik sehr expressiv und intensiv rüberzubringen.

00:51:39: Das lässt sich auch übertragen auf... Also ich bewundere letztendlich alle Musiker, die aus bekannten Stücken, die an jeder kennt etwas rauszuholen was man bisher gar nicht darin geahnt hat.

00:51:51: Aber was dann letztendlichen Zusammenhang doch schlüssig wirkt.

00:51:55: Was jetzt nicht stilistisch völlig aus dem Rahmen fällt.

00:51:58: zum Beispiel und das halte ich für eine wesentliche künstlerische Leistung dass man eine Vision entwickelt von dem, wie etwas klingen könnte.

00:52:10: Eine Vision die abseits ist von dem was erstmal so da steht sondern abseits oder abseits von dem das man gemeinhin darin hört.

00:52:21: Ja ein schönes Beispiel für einen musikalisch-künstlerisches Vorbild vielleicht kannst du den Namen noch mal nennen damit diejenigen sich auch dafür interessieren oder sich auskennen Julian

00:52:35: Bream Aber unter anderen Instrumenten Gruppen, also Glengold auf dem Klavier zum Beispiel ist auch so einer der ganz besonders.

00:52:50: es gibt auch viele Dirigenten die ganz einzigartig eigenwillige Sachen gemacht haben.

00:52:55: Otto Klemperer oder auch Herbert von Karajan hat seinen ganz eigenen Sound entwickelt.

00:53:00: Man kann den mögen aber man muss ihn respektieren, dass er eine Vision hatte und die umgesetzt hat und damit sehr erfolgreich

00:53:10: war.

00:53:11: Ja schön Peter das hier ein paar Namen auch gefallen sind, die man vielleicht auch kennt also zumindest Karajan kann ich bestätigen oder so ein paar andere genannt, die ich auch kenne.

00:53:22: Ich würde jetzt zu dem Punkt kommen wo wir den Spieß mal umdrehen und zwar möchte ich dir die Gelegenheit geben, mir mal eine Frage zu stellen, die zum Kontext der beruflichen Orientierung und Berufswahl passt.

00:53:37: Also vielleicht auch die zu meiner Expertise passt bzw.

00:53:41: zu der ich etwas beitragen kann?

00:53:44: Und was wäre deine Frage?

00:53:49: Wenn ich mit exbeliebigen Menschen ins Gespräch komme und ich sage, ich bin Musiker dann sagen diese exbeliegenen Menschen sehr häufig.

00:53:56: Ich habe auch mal ein Instrument gespielt das sind das für drei vier Jahre.

00:54:01: mich würde eigentlich umgedreht.

00:54:04: wenn jemand erfährt dass du Psychologe bist gibt es wahrscheinlich viele die auch sagen ja wie macht man das eigentlich?

00:54:10: aber Würdest du sagen, dass du in deinem Beruf die ... das was du erlernt hast und das was Du arbeitest?

00:54:21: Dass du das auch im Privaten anwenden kannst.

00:54:24: Und wie wäre das?

00:54:26: Okay ja ich ...

00:54:28: Ohne wär das jetzt völlig abwegig!

00:54:31: Das wird eure persönliche Frage stellen.

00:54:33: Nein

00:54:33: vielleicht auch für mich eine gute Gelegenheit um das aufzuklärden.

00:54:35: Ja!

00:54:37: Ich direkt so natürlich auch kenne, wie Psychologe.

00:54:40: Ja dann musst du mal bei uns ins Team gehen und mal uns coachen

00:54:45: oder ja

00:54:46: vielleicht kannst du mich dann mal beraten.

00:54:48: mit Psychologie verbinden die meisten immer noch Therapie und Klinische Psychologie das ist ja nicht mein Fachbereich sondern Arbeits- und Organisationspsychologie.

00:54:58: Trotzdem wird das dann immer gleich alles in eine Schublade gesteckt, und dann kommt oft die Reaktion.

00:55:03: Ja, dann vielleicht kannst du mich denn mal beraten.

00:55:05: oder was sagst du denn da?

00:55:06: Und dazu... Jetzt war deine Frage aber noch etwas andere, ob ich das überhaupt tue.

00:55:13: Ob du das... wie du das tuest, ob du das beschreiben kannst?

00:55:18: Ja, ich kann es dir auch schnell und einfach beantworten.

00:55:21: natürlich mache ich das nicht Schalt ja nicht ein und aus, sondern auch meinem Beruf bin ich auch ein Mensch.

00:55:31: Und versuche meine Wissen, auch was ich erlernt habe im Studium über meine Erfahrungen anzuwenden.

00:55:40: Das kann ich natürlich nicht abschalten wenn ich in privaten Kontext bin aber... Ich oder vielleicht auch viele meiner Kollegen und Kolleginnen werden dann auch wieder überschätzt in dem, was sie dann in einer ganz normalen Privatsituation tun.

00:55:54: Wo Sie natürlich auch mal abschalten wollen und sagen, es interessiert mich jetzt gar nicht.

00:55:58: Wird einfach nur hier privat sein?

00:56:00: Und ja, dann passiert da auch nichts.

00:56:03: Insofern...

00:56:04: Ah!

00:56:04: Sie sind als Guckensüßig-Mamakete an und so.

00:56:08: Das kann ich mir vorstellen dass das sehr anstrengend sein könnte wenn man darf.

00:56:14: Aber für uns umgedreht ist, dass wir die Musiker sind.

00:56:17: Ach, spiel doch mal was vor!

00:56:20: Oder kannst du mal auf meinem Geburtstag und so?

00:56:26: Damit müssen alle Berufe leben.

00:56:30: Ich

00:56:30: denke auch, alle müssen damit leben.

00:56:32: Und ja manchmal lasse ich es einfach beantworten, dass gar nicht so wie es dir gerade beantwortet habe sondern macht dann oder... Lass sozusagen das Gespräch laufen und damit du gerne eindruckt, dass ich mich dem jetzt widmen würde.

00:56:47: Mach's dann aber auch gar nicht.

00:56:50: Ich hoffe, das beantwortet die Frage.

00:56:52: Danke.

00:56:56: Peter um nochmal auch deine Reflexion anzuregen durchaus auch etwas Eigenlobend nämlich was glaubst?

00:57:06: Du schätzen deine Musikerkollegen hessischer Rundfunkkollegen und allen mit denen du zusammenarbeitest an dir.

00:57:15: Was bekommst du da für Rückmeldungen, um einfach einen Eindruck zu bekommen?

00:57:19: was kann man für Rückmeldung bekommen?

00:57:22: Für Feedback bekommen?

00:57:23: Und gab es auch mal etwas Kritisches also jetzt aus der Vergangenheit was dir hängen geblieben ist oder auch aus der jüngeren Vergangenhalt.

00:57:30: Du sagst so ja das ist dann noch ein Thema was bei mir vielleicht aufgekommen ist oder wo ich immer noch einen blinden Fleck hatte.

00:57:39: Also positiv, wie vielleicht auch kritisch.

00:57:42: Einfacher.

00:57:43: Ich habe das eben schon erwähnt, dass mein Kollegen mit dem man zu tun hat, mit einer Freundlichkeit und Respekt begegnet.

00:57:53: Und das wird gerade geschätzt wenn man in so größeren Zusammenhang arbeitet.

00:58:01: da gibt es nicht dieses klassische, der Regisseur flippt aus und schmeißt die Stühle gegen die Wand.

00:58:08: Das ist zum Glück nach meiner Erfahrung zumindest es wirklich sehr angenehm und kollegiales und zielorientiertes Arbeiten.

00:58:18: Und dem versuche ich mich auch unterzuordnen oder auch einzuordnend da was sich lernen musste was keine Selbstverständlichkeit war für jemanden immer die ausführende Musiker ist, wie man sich auf so etwas vorbereitet.

00:58:39: Dass das Learning war in dem Fall, dass ich überhaupt verstehen musste erstmal wieso eine Produktion funktioniert und was meine Entscheidungen auf dem kleinen musikalischen Bereich, Wielung der Videoleinwand für die Tänzer auf der Bühne und alles so etwas.

00:59:05: Dass ich da ein kleines Rädchen in einer großen Maschinerie bin, wenn das mal läuft und alle wissen was sie tun sollen, läuft es wirklich wie geschmiert im wortwörtlichen Sinne.

00:59:18: Wenn man als junger Mensch sein Instrument spielt dann macht man sich über körperliche Dinge erstmal keine großen Gedanken.

00:59:27: Aber je älter man wird und das fing bei mir schon mit achtzehn an, dann hat man auf einmal Wehwähchen.

00:59:35: Und man macht immer weiter weil man denkt man muss ja üben und es muss ja vorwärts gehen und das muss sich jetzt ignorieren.

00:59:43: tatsächlich aber ist der Körper, etwas nur das Mittel wie man die Musik in seinem Kopf auf das Instrument bringt und wenn der Körper nicht gut funktioniert dann leidet auch die Musik darunter.

00:59:56: Und das musste ich eben auch lernen auf meinen Körper zu hören und immer wieder dafür zu sorgen einen Ausgleich zu schaffen für das stundenlange Sitzeninstrument hier.

01:00:10: Ja Peter, das ist glaube ich eine sehr wertvolle Erkenntnis die du gerade mit uns geteilt hast dass der Körper ja auch Feedbackgeber ist und wen auch als Feedback Geber ansehen müssen auch akzeptieren müssen.

01:00:21: Wenn der Körper sagt so da ist irgendwo auch eine Grenze oder Schmerzgrenze erreicht dann sollte man darauf hören und nicht nur auf was das umfällt einem sagt insofern ist es wirklich eine wertvoller Kenntnis.

01:00:36: Peter wir kommen zum Abschluss gibt noch zwei, drei Fragen.

01:00:41: Aber wir oder ich möchte gerne mit dir auch das Gespräch schon abrunden und auch nochmal natürlich das Gesprich auch reflektieren.

01:00:51: wenn du aber noch mal auf deine berufliche Laufbahn eine beruflich Entwicklung schaust ja es ist eine etwas provokante Frage hast Du das Gefühl im richtigen Beruf gelandet zu sein?

01:01:03: Und warum?

01:01:05: Wenn Ja oder auch Nein!

01:01:08: Was macht dir Freude?

01:01:10: Und das ist ja wichtig, dass der Beruf Freude macht.

01:01:13: Ich wünsche den wenigsten Menschen, dass sie keine Freude mehr am Beruf haben und ich bin sicher, dass du Freude an deinem Beruf hast.

01:01:19: Also was ist es und bist du da richtig aufgehoben in deinem Beruf?

01:01:23: Ja absolut auch in dieser Mischung, in dieser Vielfalt von Aufgaben die jetzt mache, kann nicht nur zufrieden sein und glücklich sein auch.

01:01:38: Also das für die essentielle Musikieren ist es natürlich einerseits man unterhält ein Publikum, man verschafft ihn vielleicht einen schönen Abend.

01:01:47: Aber es geht ja auch darum als Künstler etwas mehr als nur die Unterhaltung rüberzubringen sondern auch eine tiefere Erkenntnis und das zu versuchen entweder selber zu versuchen als Musiker oder eben das zu ermöglichen bei der Arbeit, dem Orchester zum Beispiel sich wohlzufühlen auf der Bühne wenn das Setting vielleicht ein bisschen ungewohnt ist und so etwas.

01:02:19: Das sind so Dinge die beschäftigen mich im beruflichen sehr und das halte ich für sehr wichtig dass wir dann auch unsere künstlerische Absicht dabei mit rüber bringen.

01:02:33: Warum ist das Werk eigentlich entstanden und was für Doppelmöglichkeiten gibt es darin?

01:02:41: Peter, vielen Dank für das Bewerbungsgespräch reloadet.

01:02:45: Und erstmal aus die gute Nachricht für dich.

01:02:49: also aus meiner Sicht hast du den Job beziehungsweise kannst ihn behalten.

01:02:53: Das ist immer meine Standart Aussage an der Stelle.

01:02:57: Vielen dank und besonders danke für das Teilen deiner wertvollen Erfahrungen und deiner Antworten, so dass wir alle davon auch profitieren können.

01:03:09: Also wir konnten den Zooenden hoffentlich wieder viele Anregungen für ihre persönliche Entwicklung und auch Tipps- und Tricks für ihre Bewerbungsverfahren liefern.

01:03:17: Jetzt noch eine letzte Frage und Bitte an dich nämlich was gibst du unseren Zooenden mit auf ihren weiteren Lebensweg quasi als Zusammenfassung unserer gemeinsamen Retrospektive?

01:03:30: Als Zusammenfassung aus dem jetzt besprochen haben.

01:03:38: Ich glaube, das möchte ich noch mal unterstreichen wie wichtig ist es wenn man einen Beruf anstrebt dass man sich nicht an einem festen Ziel orientiert sondern dass er der Weg dahin vor Augen sein muss und das Ergebnis aber offen sein sollte.

01:03:58: Das ist glaube ich ein Schlüssel zum Glück, das gilt für Musiker natürlich ganz besonders weil die wenigsten Musiker arbeiten dann tatsächlich in dem Beruf den sie studiert haben oder es ist dann höchstens ein Teil von dem Beruf wie jetzt im meinem Fall und Dass das zum Beispiel ein Erkenntnis, den ich an der Julia-School auch gelernt habe.

01:04:21: Dass über achtzig Prozent der Absolventen der Julia School haben dann in nichtmusikalischen Berufen gearbeitet.

01:04:28: Das finde ich eine frappierende Zahl dafür dass es so ein hochqualifiziertes Studium ist.

01:04:34: und umso wichtiger ist es denke ich, dass wir uns nicht zu sehr auf diese Ziele fokussieren sondern auf den Weg und dann hoffentlich auf diesen Weg zum Glück finden.

01:04:46: Danke Peter!

01:04:47: Das war unser Bewerbungsgespräch reloadet.

01:04:50: Wie geht's dir jetzt?

01:04:52: Ja, ich bin erleichtert dass sich mein Job weiter ausführen darf.

01:04:56: Vielen Dank Albi!

01:04:56: Eine positive

01:04:57: Rückmeldung von mir bekommen hast.

01:04:59: Danke

01:04:59: schön ja

01:05:00: Peter.

01:05:01: also wir sind am Ende.

01:05:03: danke an alle Zurenden.

01:05:05: vielen dank Peter das du hier bei mir warst bis zum nächsten mal

01:05:09: tschüss.

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