Arzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie: Harald Mueller-Huesmann
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00:00:19: Hallo Harry, schön dass du hier bist bei mir im Pepsy Podcast.
00:00:24: Nämlich mit einer neuen Episode von Berufe und Persönlichkeit Bewerbungsgespräche Reloaded.
00:00:32: Wie geht's dir?
00:00:33: Danke lieber Albi für die Einladung!
00:00:35: Mir geht es gut.
00:00:36: Es ist Freitag Nachmittag nach der Arbeit Und freue mich hiermit dir ein wenig zu plaudern.
00:00:44: Ja super, genau.
00:00:45: Es ist Freitag und du bist quasi von der Arbeit hierher gekommen auf dem Weg nach Hause.
00:00:49: Hast dir noch mal bei mir halt gemacht?
00:00:51: Das freut mich natürlich!
00:00:53: Und jetzt kommen wir zu der eigentlichen Frage... Was ist dein Beruf?
00:00:55: also als was bewirbst du dich?
00:00:58: Also ich würde mich als Arzt bei dir bewerben, als Hämmerto-Onkologisch bin auch Palliativmediziner und ja da würde ich mich bewerbern bei dir.
00:01:10: Okay dann bin ich ganz gespannt.
00:01:14: Ich bin natürlich kein Fachmann, kein medizinischer Fachmann und vielleicht auch um den Hörern das etwas näher zu bringen.
00:01:23: Ich kann es kaum wiederholen was du bist aber vielleicht erklärst du es nochmal was deine Profession ist dein Fachbereich in der Medizin?
00:01:32: Also ich bin zum einen Internist, also die innere Medizin.
00:01:37: Die inneren Organe und die Hemmato-Onkologie befasst sich letztlich mit der Krebstherapie.
00:01:43: Ich habe eine Expertise in der systemischen Therapie, sprich Chemotherapien, Tablettentherapien, Immuntherapiene.
00:01:53: Alle die modernen Onkologika, also Therapieverfahren.
00:01:58: das ist so mein Metier.
00:02:02: dann die Paliativmedizin, wenn diese Medikamente nicht mehr helfen und letztlich das letzte Ende des Lebensantritts betreut die medizinische Schmerztherapie.
00:02:17: Ja durchaus spannend und eine große Verantwortung und sicher auch schwieriger Fachbereich weil man natürlich viel mit Leben und dem Tod zu tun hat also nichts zwingend aber spielt natürlich immer auch eine Rolle, oder?
00:02:32: Ja ich habe natürlich viel mehr mit dem Tod zu tun als so der Normalbürger.
00:02:38: Oder aber auch letztlich der normale Arzt weil in der Onkologie die Therapien werden immer besser wir können den Menschen immer mehr Leben und Lebenszeit schenken.
00:02:51: Aber natürlich gibt es sehr häufig natürlich auch aggressive Krebsform oder wo die Therapien nicht greifen und wo die Patienten dann letztlich versterben.
00:03:01: Und das ist bei mir viel intensiver in meinem Alltag und präsenter, und aufgrund dessen lebe ich auch etwas intensiver.
00:03:13: Es wird immer auch gesagt Boah ihren Beruf könnte ich nicht machen, aber ich könnte auch Ihren Beruf nicht machen Denn ich glaube da findet so seine Profession in seinem Leben.
00:03:25: Ja, sehr spannend.
00:03:27: Wobei du, wenn du sagst... Du lebst dein eigenes Leben auch intensiver!
00:03:33: Was meinst du damit?
00:03:35: Also ich gönne mir Sachen viel eher und sage verschiebe das jetzt nicht bis ich mal in Rente bin oder bis der nächste Sommer kommt.
00:03:44: Wenn ich jetzt fahre gerne schnelle Autos und teure Autos.
00:03:50: Das ist es mir wert, sag' ich jetzt mal so.
00:03:55: Ja, interessant.
00:03:57: Und das macht sich auch ein Stück weg deiner Persönlichkeit aus aber natürlich auch deinen Beruf für den du dich ja wahrscheinlich noch nicht in dieser Fachexpertise damals entschieden hast sondern wahrscheinlich erstmal ja für die Medizin.
00:04:09: oder wann hast du dich entschieden?
00:04:11: Auch in diesen Fachbereich als Onkologe zu gehen?
00:04:16: Das kam während des Studiums auf und wir beide haben ja zur Gleich in Zeit ein bisschen studiert beide im Osten, du in Dresden und ich in Halle.
00:04:31: Und gegen Ende des Studiums hat mir ein Professor die Möglichkeit ermöglicht zu Hospitieren in Harvard.
00:04:44: Das war an der Strahlentherapie, da wurde das Interesse für mich für die Onkologie geweckt während des Studiums auch unser erstes Kind bekommen.
00:04:57: Zu der Zeit gab es noch das Arzt im Praktikum, also letztlich ein Assistenzarzt, der jedoch für die Hälfte des Gehaltes arbeiten musste.
00:05:07: Das ist nach mir abgeschafft worden.
00:05:09: aber letztendlich der onkologische Chef der Universität Halle Professor Schmoll hat gesagt wenn sie zu mir kommen zahle ich ihnen auch Assistentengehalt und so war das für mich klar als junger Familienvater dass sich in die innere gegangen bin und dann in die Hematur Onkologie, und habe da auch so meine Leidenschaft gefunden.
00:05:29: Ja wir sind mittendrin und da waren ein paar ganz spannende Stichworte.
00:05:34: also das Studium in Halle und dann warst du aber auch in Harvard.
00:05:40: vielleicht können wir es so machen?
00:05:41: Und das ist eine ganz typische Frage auch in einem Bewerbungsgespräch nämlich die Bitte stelle ich doch einfach mal kurz vor anhand deines Lebenslaufs, sodass wir wissen so wie ist dein Leben verlaufen und ja das natürlich dann auch die private Entwicklung gerne auch von Geburt beginnend bis hin bis heute.
00:06:09: Also die Kurzversion natürlich aber dass wäre spannend mal zu hören wie dein Leben bisher verlaufen ist.
00:06:16: Ja, ich habe in Warburg mein Abitur gemacht am Mariano.
00:06:22: Ich habe dann im Halle an der Saale meinen Medizinstudium absolviert und dort dann letztlich meine ersten Schritte gemacht in der Hematuronkologie.
00:06:36: Auch die ersten beiden Kinder sind noch in Halle geboren.
00:06:41: Und dann gab es so die Entscheidung, doch in die Nähe wieder zurück in den Westen zur Nähe der Großeltern zu ziehen.
00:06:49: Dann sind wir nach Münster bzw.
00:06:53: nach Rheine ins Münsterland ans Matthiaspital.
00:06:56: dort habe ich meine Internistenausbildung abgeschlossen und dann anschließend nach Paderborn als Oberarzt für Hämmerthoronkologie gegangen war dort jetzt achtzehn Jahre, habe dort eine Tagesklinik aufgebaut.
00:07:13: Habe ein medizinisches Versorgungszentrum geleitet und bin jetzt Chefarzt in der Habichtswald-Klinik in Kassel, habe auch ehrenamtlich das Paliativnetz im Paderborn.
00:07:27: Das leite ich noch, engagiere mich im Arbeitskreis für klinische Studien und Forschung.
00:07:36: Also klinische Forschung ist auch Schwerpunkt und Leidenschaft.
00:07:40: Und in den letzten Jahren interessiere ich mich immer mehr für Social Media und nenne mich Social Media Onkologe, bin auf LinkedIn aktiv habe auch auf dem Deutschen Krebskongress eine Sitzung eingebracht und geleitet bringe das Thema aus hushen media digitale fortbildung in der onkologie so ein wenig voran und dass es so einer kurzform mein leben gewesen
00:08:11: ja gar nicht zu einfach so einen umfangreichen lebenslauf mit so viel aktivitäten und veränderung so kurz zu beschreiben.
00:08:20: aber das wir haben eindruck von dir bekommen Und da gibt es jetzt natürlich viele Ansätze mal nachzufragen.
00:08:29: Also vielleicht ist auch an der Stelle einmal erlaubt zu erwähnen, nur ist ja auch deine Podcast-Aktivitäten genannt also dein voller Name den können wir ruhig hier mal erwähnt Harald Müller Husmann.
00:08:39: also da wärst du jetzt auch zu finden mit deinem Podcast.
00:08:42: oder vielleicht kannst uns den Titel noch nennen
00:08:45: Der ist mit der Firma Rosch zusammen.
00:08:49: Ich habe aber auch andere Podcasts schon gemacht, aber wenn man Podcasts Müller-Hussmann oder Experten Dialoge googelt wird man mich finden.
00:08:57: Okay dann haben wir ja auch darüber kurz gesprochen.
00:09:02: das würde mich auch interessieren vielleicht gleich noch mal dazu auch was zu hören.
00:09:05: ich will aber nochmal einen Schritt zurückgehen nämlich deine Entscheidung Medizin zu studieren.
00:09:12: Worauf basiert die und wie ist sie entstanden?
00:09:15: Also vielleicht kannst du dazu nochmal auch ein Satz sagen, das ist ja spannend.
00:09:19: Auch für junge Hörer, die vielleicht vor der Berufsentscheidung oder Berufswahl stehen und sich orientieren.
00:09:26: was war es bei dir damals?
00:09:27: und hat sich auch alles so bewahrheitet was du vielleicht verbunden hast?
00:09:31: also wenn ich so zurückblicke hätte ich dass eigentlich fast nicht so für möglich gehalten, dass das so gekommen ist wie es jetzt nun gekommen ist.
00:09:40: Dass man mich als Onkologe deutschlandweit auch kennt.
00:09:47: Während der Schulzeit war ich sportlich sehr aktiv habe Triathlon leistungsmäßig gemacht bin Deutscher Vizemeister in der Mannschaft zweimal geworden und da war meine Leidenschaft entweder, dass ich irgendwie Sport studiere.
00:10:08: Habte mein Zivildienst am Sportmedizinischen Institut der Universität Kassel gemacht.
00:10:14: Da kam sozusagen auch noch mal dieser medizinische Aspekt, der mich denn sehr gereizt hat und hätte aber jetzt nicht für möglich gehalten, das sich mal medizinstudierisch dann zuvor der Wahl gebe ich da jetzt alles rein habe auch gemerkt naja wenn ich jetzt sport studiere und sport auf Lehramt die Sportstudenten, die ich da kennengelernt habe waren jetzt auch nicht so sportlich wie ich damals war.
00:10:40: Und da hatte ich denn doch irgendwie hat mich der Ärgerheit gepackt Medizin zu studieren.
00:10:46: Ich bin über ein Auswahlverfahren hereingekommen und deswegen als letztendlich der Bescheid kam, ich hab einen Studienplatz in Halle habe ich zwar erst mal gesagt zu meinen Eltern und ich dachte Halle, Halle Westfalen und da wo Tennis gespielt wird.
00:11:06: Nein es war Halle Saal.
00:11:07: Ich kannte das gar nicht so richtig Und hab erstmal gesagt ich gehe da nicht hin.
00:11:10: dann haben meine Eltern gesagt du den unterstützen wir dich finanziell nicht.
00:11:13: und denn war eigentlich aber auch klar okay Dann trete ich diesen Studienplatz an und Es war die ja Segenreichste Entscheidung meines Lebens oder die sozusagen dass alles den Grundstock gelegt hat dass ich Medizin studieren durfte, auch das Glück im Osten Studierend zu dürfen.
00:11:37: Es war eine Aufbruchstimmung.
00:11:39: Ich habe in der Fünftel Nr.
00:11:40: ninety-fünf angefangen.
00:11:43: Im ersten sanierten Haus des Viertels gewohnt und als wir nachher weggezogen sind aus Halle war das ganze Viertel saniert.
00:11:54: das Verhältnis der Studenten zu den Professoren war sehr eng und auch dadurch konnte ich natürlich auch, ich war im Studentenrat.
00:12:04: Ich war in Berufungskommission und habe dadurch sehr viele Menschen kennenlernen dürfen und all das hat mich vorangebracht.
00:12:14: und dann auch zum erfolgreichen Abschluss meiner Studiums In der Schule war ich jetzt nicht der Überflieger, obwohl ich das meinen Kindern natürlich nicht erzähle und es immer sage.
00:12:25: Okay dann hoffen wir dass sie das hier nicht hören aber wahrscheinlich wissen zwischen Bescheid muss auch nicht schlimm sondern also was heißt schlimm ist auch nicht nur eine.
00:12:35: deswegen müssen auch dieser Post-Podcast soll dazu auch dienen eben zu reflektieren und auch zu hören wie andere ihr Leben auch im Nachgang oder ihre Berufsentscheidung oder ihre berufliche Entwicklung auch im nachgang sehen.
00:12:48: Es ist schön, dass du ehrlich gesagt so von der Schule her hätt ich... wäre es jetzt nicht der erste Medizinstudent gewesen, aber bist erfolgreich gewesen.
00:12:57: Und das hast du auch nur kurz erwähnt.
00:12:59: Glückwunsch noch zum Chefarztposten in Kassel.
00:13:03: Das ist ja sozusagen der aktuelle Höhepunkt deiner beruflichen Entwicklung.
00:13:07: Aber sehr spannend eben deinen Weg zu hören wo ich immer alles klar war was mache ich?
00:13:13: bin ich damit erfolgreich?
00:13:15: die Eltern die dann plötzlich auch noch sagen also wir unterstützen dich nur unter bestimmten Bedingungen Ist ja auch noch mal ein Faktor, der dazukommt.
00:13:23: Aber ist offensichtlich gut gelaufen?
00:13:25: Ja gerade so... das Medizinstudium ist am Anfang sehr verschult.
00:13:31: Das war für mich auch gut dass ich sozusagen direkt nach der Schule dahin gekommen bin oder hatte ja das Zivil inzwischen durch.
00:13:41: Aber ich kann mich noch erinnern, dass alles hätte auch schnell vorbei sein können.
00:13:46: Ich musste die Physiologieprüfung bin ich dreimal durchgefallen und musste ein Crashkurs belegen und diesen musste ich auf alle Fälle bestehen.
00:13:58: Habe es Gott sei Dank geschafft!
00:13:59: Habt ihr auch das Physikum im ersten Anlauf geschafft?
00:14:03: Und auch meine Examen bin ich sehr gut durchgekommen und da bin...
00:14:09: Genau bis dahin Jetzt beim Chefarzt Posten angekommen.
00:14:14: Ja, ist doch spannend auch zurückzuschauen.
00:14:16: ich habe die Erfahrung gemacht in meinem Psychologie Studium da geht es ja mehr um Zahlen als man denkt um Statistik.
00:14:22: und meine Statistikkrüfung im Grundstudium bin ich auch dreimal glaube ich durchgefallen.
00:14:27: aber man darf immer wieder oder durfte immer wiederholen und irgendwann hab' ich's dann auch geschafft.
00:14:32: Das sind so kleine Hürden.
00:14:33: damals war das eine große Hürde heute ist eine kleine Hörde im Nachgang Aber irgendwie haben wir es auch geschafft
00:14:41: Genau, also wir sind jetzt beide über fünfzig und können auch so ein bisschen zurückblicken auf das was wir erreicht haben.
00:14:49: Und das ist ja natürlich schön dass man in dieser Position ist.
00:14:55: auch gehaltstechnisch gehören wir zu den oberen fünf Prozent.
00:15:05: Ja, muss ich dir was mich angeht widersprechen.
00:15:08: Also im oberen fünftel bin ich nicht aber ist auch völlig unwichtig wo wir uns da befinden.
00:15:15: aber na klar dürfen uns zufrieden oder dürfen wir zufriedens sein mit dem was wir geschafft haben im Sinne einer beruflichen Ausbildung einer beruflichen Entwicklung, einer Zufriedenheit bei dir auch die Familie, die dazu kommt.
00:15:30: Ja das ist dann schon noch was zufriedenheit auch im Alter erzeugt oder bin ich ganz sicher?
00:15:37: Jetzt ist es aber spannend wenn wir tatsächlich so diese Retrospektive auch machen.
00:15:41: du hast ja jetzt sehr schön beschrieben wie dein Lebensweg verlaufen ist deine Ausbildung verlaufe ist was du erreicht hast was du geschafft hast Und das ist ja auch ganz typisch in den Bewerbungsgesprächen.
00:15:58: eine Frage, die man dann zu hören bekommt.
00:16:00: Nämlich was hast du denn mitgebracht an Stärken um einerseits das Medizinstudium zu schaffen und natürlich auch diese berufliche Entwicklung auch zu schaffen?
00:16:10: Was glaubst du, was sind deine Stärkungen, die dir dabei geholfen
00:16:14: haben?
00:16:17: Ich glaube dass hat viel auch ein bisschen... Ehrgeiz.
00:16:23: Ich bin sozusagen ein Sandwich-Kind, ich habe zwei Brüder.
00:16:30: Mein älterer Bruder war immer besser im Schwimmen als ich und irgendwann hat mich der Ehrreiz gepackt und ich hab irgendwann gemerkt, dass ich ihn schlagen kann.
00:16:42: Und gerade über den Sport und über den Triathlon, diese Ausdauer am Ball zu bleiben, das hat glaube dass ich so immer am Ball geblieben bin, immer versucht habe besser zu sein.
00:17:05: Dass es dazu geführt hat wo ich jetzt bin.
00:17:09: Ich hab aber auch während des Sports festgestellt Es wird immer eingeben der Besser ist als du Also diesen letzten Ehrgeiz.
00:17:18: sozusagen in Bewerbungs- oder letztlich in so Assessments Center wird ja auch immer über die extra Meile gesprochen.
00:17:32: Ja, die bin ich schon gegangen aber einfach nur aus Interesse weil ich es immer interessant fand.
00:17:37: diese extra meile Tat mir nie weh denn ich habe dadurch interessante Menschen kennengelernt immer was mitgenommen, dass ich mache.
00:17:53: Ich halte viele Vorträge und bin sehr gut vernetzt.
00:17:56: aber das alles hat natürlich auch sehr viel Zeit gekostet und meine Frau Eva hat mich immer gefragt und hast etwas gelernt.
00:18:05: und egal wo ich war oder war immer nimmt man immer ein kleines bisschen mit und einen kleinen Tipp Trick, wie man Patienten betreut oder wie man Medikamente einsetzt und das lernt man natürlich auch nur wenn man Zeit so ein bisschen investiert in die Sache.
00:18:26: Ja ich würde es fällt auf dass wir da auch eine Gemeinsamkeit haben, dass ja beide Sandwich Kinder sind mit zwei Brüdern.
00:18:33: also da gibt's eine Parallele.
00:18:35: Und was du beschreibst, ist ja tatsächlich so ein Ehrgeiz sich in der Wurzel gegen seine Brüder durchzusetzen und das natürlich auch eine Ausprägung als Leistungssportler.
00:18:47: Eine sehr hohe Ehrgerichtsleistungsorientierung die du jetzt gerade beschrieben hast.
00:18:54: Ja, ich habe das ja so ein bisschen auch eingeschränkt.
00:18:58: Nachdem ich sozusagen meinem Bruder geknackt hatte oder auch letztlich... Ich bin jetzt nie Deutscher Meister geworden sondern Niedsemeister aber es hat mir gereicht einfach dabei zu sein mit diesen Jungs diese Spitze die danach irgendwie den Iron Man in Hawaii gewonnen haben dass sich die Kante und mit denen mittrainiert habe.
00:19:22: also hat mir es schon vollkommen auch gereicht.
00:19:26: Okay, also haben wir auf jeden Fall darüber gehört was deine oder eine Stärke oder deine Stärken ausmacht wie dich auch dein gebracht haben wo du jetzt bist?
00:19:39: Wo hast du denn im Laufe deines Studiums und auch deiner beruflichen Entwicklung so die größten Herausforderungen gesehen vor die man vielleicht vor die Du gestellt wurdest vor die Allgemein gestellt wird und natürlich die Frage, wie bist du damit umgegangen?
00:19:57: Vielleicht hast du da ein oder zwei Beispiele für.
00:20:03: Das ist eine schwierige Frage.
00:20:05: also sicherlich war während des Studiums auch immer die Examen Stressfaktor.
00:20:11: aber Medizinstudium wird man so oft geprüft sind so oft Prüfung Klausuren und so dass das Studium sehr verschult war was mir sehr entgegen gekommen ist.
00:20:25: Hätte ich jetzt irgendwie Jura studiert, wo man Semester für Semester so vor sich hinstudiert und erst zum Schluss ein richtig großes schweres Examen denn wäre ich glaube ich kleglich gescheitert.
00:20:35: Weil ich in der Vorzeit sicherlich das Studentenleben mehr genossen hatte als ja das Studium.
00:20:45: Kann nicht gut nachvollziehen haben wir auch noch eine Parallele?
00:20:48: Das werden wir glaube ich auch nicht gelungen wenn am Ende die große Prüfung gestanden hätte sondern sich immer wieder zu zwingen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen eine Prüfung nach der anderen auch zu bestehen.
00:20:58: Ich will die Frage ein bisschen ausweiten nämlich was sind denn auch aus der Retrospective Dinge die du lernen musstest oder gelernt hast und da geht es ja weniger um die fachliche Expertise sondern vielleicht auch eine Erkenntnis.
00:21:16: nur dass man das vielleicht mehr berücksichtigen muss oder sich auch eingestehen muss oder irgendwas in der Richtung Learnings aus der Zeit oder über die Zeit hinweg gewesen deiner persönlichen und beruflichen Entwicklung.
00:21:33: Ich glaube, sich zurückzunehmen nicht immer.
00:21:40: auch das Wissen was man sich angeeignet hat ist das wissen was dem Patienten nützt.
00:21:46: ich weiß noch irgendwann habe ganz lapidar als junger Assistenz, hat gesagt zu einem Patienten, naja mit dieser Erkrankung haben sie nur eine Lebenserwartung von so und so Jahren.
00:22:00: Und irgendwann auf irgendeinem Flur traf ich den Patienten in einem Krankenbett wieder.
00:22:05: Können Sie sich noch an mich erinnern?
00:22:07: Sie haben damals gesagt Ich lebe nur so und das ist schon zwei Jahre her!
00:22:15: Das ist etwas was ich so lernen musste.
00:22:19: Das, was man gelernt hat ist nicht immer so das, was sich auch nachher bewahrheitet.
00:22:23: Also auch gerade ein bisschen in der Medizin versuche ich schon auf den Patienten einzugehen und versuche ihn zu ermutigen, auch auf sein Bauchgefühl zu hören – was er will oder was er sich wünscht.
00:22:41: Denn als Beispiel muss ein fünfundachzigjähriger Mann noch eine Therapie machen genug Lebenserfahrung zu sagen, ja oder nein.
00:22:51: das mache ich.
00:22:52: Und ich kann dir empfehlen was ich davon halte und ihm einen medizinischen Rat geben aber die letzte Entscheidung sollte doch der Patient enttragen also dass man auch gemeinsam Entscheidungen trifft.
00:23:07: Ja tolle Beispiele besonders auch der Patient der sich an dich gewandt hat und sagte ja sie haben mir etwas ganz anderes prognostiziert.
00:23:18: Ich glaube, wenn man sich im Finanzbusiness bewegt, dann lässt sich das eher verschmerzen.
00:23:24: Aber wenn es tatsächlich um auch Leben und Tod geht, ist das ja auch präsent, zumindest für die Patienten.
00:23:31: oder sieht man mal welche Verantwortung du ja auch hast?
00:23:35: Also als Arzt trägt man glaub ich schon immer eine andere Verantwortung weil für den Lein ist der Arzt schon immer irgendwie was... besseres, der weiß über das ja Leben irgendwie Bescheid.
00:23:49: Über die Medikamente, über die Gesundheit und die Gesundkeit ist für alle Menschen enorm wichtig.
00:23:54: Und alles was wir sagen wird so ein bisschen auf die Goldwaage gelegt.
00:24:01: Meine Kinder haben bei einem Girls and Boys Day mal bei mir ausbetiert und Die haben immer gesagt Papa du schaust immer in den Computer und Du sagst so wenig.
00:24:16: Ich sage so wenig, weil ich auch überlege was ich sage.
00:24:18: Ich kann jetzt nicht flap sich irgendwie etwas sagen.
00:24:21: ach dann nehmen Sie drei davon und da davon sondern alles was sich jede Gistik und Mimik wird bei mir interpretiert und selbst hatte mal eine Patientin sich beschwert.
00:24:37: ja Herr Müller-Hussmann der ist immer nur am Lachen.
00:24:42: Also nach dem Motto Krebs ist traurig und ich muss das mit viel Ernsthaftigkeit rüberbringen.
00:24:49: Aber dass jeder Arzt auch so seine Persönlichkeit in seinem Beruf legt, der eine ist halt offen und freundlich, der andere ist eher zurückhaltend, der Andere ist aufbrausend oder skoläisch bringt jeder ein bisschen auch seine Persöhnlichkeit mit in den Uf.
00:25:06: Ja, das ist sehr spannend was du in dem Zusammenhang erzählst.
00:25:09: Denn auch ein Arzt von dem man immer die richtige medizinische Entscheidung erwartet darf auch seine Persönlichkeit mitbringen beziehungsweise ganz wichtig und wahrscheinlich auch einen Prozess eine Entwicklung wie man sich selbst auch einschätzt.
00:25:23: wie man merkt ich kann ja auch ich selbst bleiben muss nicht jetzt der der Gott in weiß sein, der alles so beantwortet und immer freundlich ist.
00:25:33: Also dieses Klischee zu bedienen eines... Weißbekittelten Oberarztes, also da gibt es ja Klischees genug.
00:25:44: Finde ich aber ganz spannend.
00:25:45: dass du sagst, nein ich bin eben und deine Kinder haben es dir sozusagen wieder gespiegelt ist auch spannend weil die Kinder einen ganz anderen Blick haben.
00:25:52: Sagen wir du bist danach denke ich und überlegst auch was sage ich?
00:25:57: wie sage ich finde ich ganz spannend an der Stelle.
00:26:00: Also gerade in der Onkologie geht es natürlich, also jemanden eine Krebsdiagnose zu übermitteln ist nie leicht.
00:26:06: Weil ich auch nicht weiß wie reagiert denn der Patient überhaupt darauf?
00:26:10: Hat er damit schon gerechnet?
00:26:11: kommt das ihn vollkommen aus heiterem Himmel?
00:26:16: In welcher Situation ist er indem ich da antreffe?
00:26:19: und dass ist halt Ja Aber ist halt auch letztlich auch eine Gott sei Dank einer Erfahrungssache.
00:26:29: Also mit der Lebenserfahrung eines Ü-Fünfzigjährigen macht man das natürlich auch viel einfacher und viel routinierter, als ich das noch als junge Assistenzarzt gemacht habe.
00:26:42: Ja, das betone ich also natürlich auch weil ich auch ü-fünfzig bin.
00:26:46: Ich betone aber auch gerne gegenüber jungen Bewerbenden.
00:26:50: Das ist natürlich so.
00:26:51: das Thema Erfahrung unglaublich viel ausmacht nicht dass jeder nur von seiner Erfahrung profitiert Egal, wie stark du fachlich bist und in deinem Studium warst.
00:27:02: Klar wir reden von Lebenserfahrungen aber wir reden auch von fachlicher Erfahrungen.
00:27:06: unseren Berufen ist immer schön zu sehen wie sehr man davon profitiert einfach auch viele Erfahrungen gemacht zu haben und das dann eben auch wo vielleicht andere Dinge schon nicht mehr so gut funktionieren zumindest die Erfahrung auch immer auf die man auch aufbauen kann.
00:27:21: Harry vielen Dank schon mal bis hierhin.
00:27:22: ich würde gerne überleiten tatsächlich zu der Frage nach Resilienz.
00:27:28: Das sind Themen, die ich tatsächlich auch in meinen Trainings oft
00:27:31: bespiele.
00:27:33: Manche brauchen erstmal eine Erklärung für den Begriff Resilienz obwohl es ja immer auch populärer wird und immer mehr auch darüber gesprochen wird.
00:27:43: was ist denn so?
00:27:44: dein deine Erfahrung oder auch deinen Tipp zum Thema Resilience also der psychischen Belastbarkeit?
00:27:51: Was kann man dafür tun?
00:27:52: Was tust du?
00:27:52: Was hast Du für Erfahrungen gemacht?
00:27:56: Das ist eine gute Frage, denn ich glaube man muss sich gerade in der Onkologie so ein bisschen davon abgrenzen von diesen Schicksalen.
00:28:04: Von diesem menschlichen Schicksal und natürlich je älter ich werde, desto eher erlebe ich auch Schicksale die sozusagen in meiner Altersgeneration passieren.
00:28:14: und da ist das dann natürlich auch manchmal tragisch wenn Personen sterben, die vielleicht in ähnlichen Lebenssituationen sind.
00:28:23: Die auch drei Kinder haben und die eigentlich voll im Berufsleben waren und innerhalb eines halben Jahres an einer Krebserkrankung dann versterben.
00:28:39: Erfreulich oder interessanterweise sagt mir meine Frau immer kann ich das sehr gut abschalten?
00:28:48: Ich bin sehr gerne im Garten mache Wenn ich Unkraut jete, gestern habe ich noch Rindenmulch verteilt und mein Hochbet neu befüllt.
00:29:02: Da kann ich sehr gut abspannen.
00:29:04: auch Ich bin jetzt ein Typ der jetzt auch wenn er Urlaub hat reicht mir meistens schon ein zwei Tage und ich bin wieder ganz runtergekommen Und entspannt.
00:29:14: Ich brauche nicht vierzehn Tage drei Wochen irgendwo auf Mallorca liegen sondern mehr reicht auch Zwei Tage im Schwarzwald.
00:29:25: Ich dachte jetzt kommt Südtirol, aber da ist
00:29:28: meine Leidenschaft.
00:29:29: Ja ja
00:29:31: das ist mir bekannt.
00:29:32: Ja aber spannend auch zu hören dass du eben auch in Gartenarbeit wo man den Kopf abschalten kann auch entfernt von allen Digitalen wahrscheinlich ein bisschen was Handwerkliches macht mit Händen und Füßen wollte ich schon sagen aber überwiegend mit den Händern natürlich auch mit den Sinnen um auf die Art und Weise abzuschalten.
00:29:55: Aber was ich auch aushöre, wenn du sagst, ich bin relativ schnell dann auch im Urlaub wieder runtergefahren.
00:30:00: Manche brauchen ja viel länger.
00:30:01: Sprich dir dafür das du eine hohe Resilienz schon hast, dass du gar nicht groß wieder zurückkommen musst in deinen Ursprungszustand sondern da auch und das macht der Resilience auch aus.
00:30:12: Relativ schnell wieder auf dem Spannungslevel bist oder auf einem Urlaubsfeeling.
00:30:22: Wir haben auch dank unserer jüngsten Tochter seit fünf Jahren ein Hund und ich bin ohne Hund aufgewachsen, aber ich möchte diesen Wegbegleiter nicht missen.
00:30:37: Also das ist sozusagen der mich bei Wind und Wetter nach draußen zieht.
00:30:45: Das ist so auch, ich sag mal mein sportlicher Ausgleich.
00:30:49: Ich hab ja erzählt dass ich früher Leistungssport gemacht habe da bin ich doch meilenweit entfernt.
00:30:54: das macht jetzt so ein bisschen mein Schwiegersohn ins B der sehr viel auch so ein Läufertyp
00:31:03: Ja Okay dann bleibt es ein bisschen in der Familie wobei auch an dann also noch nicht angeheiratet aber angedockt.
00:31:12: Spannend und der Hund bestätigen.
00:31:15: Ich bin ja auch sehr tierlieb und habe viel Erfahrung mit Tieren gemacht, also nicht nur Hunden sondern auch vielen anderen und muss auch sagen das ist immer der beste Weg die beste Möglichkeit weil die Tiere interessiert überhaupt nicht was wir sonst so machen und die wissen davon nichts und sie haben überhaupt nichts mit auch digitalen Medien am Hut sondern sind glaube ich mal sehr natürlich
00:31:40: auch.
00:31:41: man spricht dafür über das Thema Authentizität aber eine Katze, die ist überaus authentisch wenn sie sich einfach zurückzieht und nicht will mit euch nichts zu tun haben.
00:31:50: Also
00:31:50: ich könnte hier viel plaudern aber das nur am Rande und das finde ich aber auch einen schönen Ausgleich
00:31:55: von Tieren
00:31:55: und einem besonderen Hund.
00:31:58: Harry jetzt aber ein ganz anderes, ne ganz andere Frage natürlich auch zudem bisher besprochenen Wetten dass noch viel mehr vertiefen können.
00:32:07: Ich weiß gibt viele Punkte wo ich hätte andocken können möchte aber dann auch wieder das thema wechseln und mal fragen ob es für dich vorbilder gab fachlich persönlich wo du sagst ja da habe ich mich an jemandem orientiert, auch wenn's ein bekannter also ein prominenter ist oder uns nicht bekannte.
00:32:34: Aber vielleicht kannst du uns daran teilhaben lassen.
00:32:37: was war eine oder zwei vorbildern für dich?
00:32:40: Ob jetzt fachlig Für uns natürlich, mich als Psychologen und deinen Zuhörer oder unsere Zuhöhrinnen und Zuhöhre.
00:32:50: Ja auch für deine Persönlichkeit auch Vorbilder.
00:32:58: Fällt mir witzigerweise gleich.
00:32:59: als erstes natürlich... Als ich das Medizinsturm um angefangen habe, wollte ich letztlich natürlich auch Sportmediziner werden wie Professor Müller-Wohlfahrt.
00:33:11: Deswegen hab' ich den Billner Müller Husmann.
00:33:15: Aber Spaß beiseite!
00:33:18: Eines meiner größten Vorbilder war wirklich mein erster Chefarzt Prof.
00:33:23: Schmoll.
00:33:24: Der hat damals das Compendium der internistischen Onkologie geschrieben und war sozusagen die Chorifere der der Onkologen und spielte damit.
00:33:36: Und ich habe ihn dieses Jahr auf dem deutschen Kripskongress getroffen, wir unterhielten uns und er sagte so ach Herr Müller-Huesmann sie erscheinen immer auf meinem Handy weil ich dann auf LinkedIn sehr aktiv bin.
00:33:50: Sieht er mich denn immer, wenn ich irgendwie was mache?
00:33:53: Und dann habe ich nur gesagt, Herr Prof.
00:33:55: Schwolles tut mir leid!
00:33:56: Ich bin jetzt kein großer Wissenschaftler geworden.
00:33:58: also ich hab auch mit großen Wissenschaftlern gearbeitet die dann auch andere Lehrstühle besetzt haben.
00:34:03: und da sagte er nur ach Herr Müller-Hussmann, Wissenschaftler gibt es genug.
00:34:07: aber was sie machen?
00:34:08: diese Wissensvermittlung und das immer mit einem lächeln.
00:34:12: Also das ging mir runter wie Öl Feuchte Augen.
00:34:19: Ja, tolles Erlebnis zumal er ja ein Vorbild für dich ist und oder war oder ist immer noch ist.
00:34:26: Jetzt achtzig Jahre.
00:34:28: Aber dass er dann dir so eine Reaktion auch schafft oder so eine tolle Situation wo er dir auch ganz viel Wertschätzung zeigt und ganz wie Verständnis aber auch sehr viel Klugen Geist, sozusagen der Mediziner wird nicht nur über die besten oder ihren wertesten wissenschaftlichen Veröffentlichungen definiert.
00:34:55: Sondern es gibt auch andere Formen sich als guter Arzt auszuzeichnen natürlich viel auch im Umgang mit Patienten aber auch Themen zu vermitteln und das immer mit einem lächeln.
00:35:05: also kann ich gut nachvollziehen schönes Feedback von ihm.
00:35:11: ja Ich bin sicher, da geben es noch andere Personen die wichtig sind in deinem Leben und auch als Vorbilder gedient haben.
00:35:18: Ich möchte aber tatsächlich schon auf meiner nächsten Frage kommen um... ja beziehungsweise ist gar nicht meine Frage an dich sondern ich wollte den Spieß jetzt mal an der Stelle umdrehen nämlich nicht ich stelle die Fragen oder Frage sondern du stellst mir mal eine Frage um vielleicht auch meine Perspektive ein bisschen auf das Thema Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen oder berufliche Orientierung, Auswahlverfahren usw.
00:35:49: Also vielleicht gibt es da etwas was dich interessiert und du mich an der Stelle hier fragen kannst?
00:35:55: Dann haben wir einmal die Perspektiven gewechselt.
00:36:01: Ich habe mich ja auch mal Assessment Center gestellt.
00:36:06: Da hast du mich gekocht, weil ich mich für die Industrie beworben hatte und da habe ich mich immer so gefragt hat es dir auch mal leid getan wenn die Entscheidung getroffen geworden ist der wird das nicht.
00:36:23: oder hast du denn irgendwie ein ... gefühlt war es jetzt wirklich die richtige Entscheidung.
00:36:28: Also hast du mit einer Entscheidung mal gehadert und weil du dir nicht so richtig sicher warst, denn... Du machst ja dann die Empfehlung für den Arbeitgeber.
00:36:39: Und das ist natürlich auch keine leichte Entscheidung und du entscheidest ja ein bisschen über die Zukunft eines jungen Menschen.
00:36:47: Das stelle ich mir jetzt auch nicht leicht vor!
00:36:52: Ja, dass es liebt, dass du so denkst Ja, klar.
00:36:56: Ich entscheide auch über Schicksale von Menschen.
00:37:00: Ist auch wichtig sich das immer mal wieder bewusst zu machen wobei das Leben und die Karriere nicht zum Ende ist nur weil ich vielleicht an der Stelle entschieden habe über eine Nichteignung für eine bestimmte Position.
00:37:13: es geht ja immer um bestimmte positionen und nie um den menschen und seine folgsaussichten im privaten und beruflichen.
00:37:23: also Ich musste bei mir einräumen, erstens bei so vielen Entscheidungen oder auch Gesprächen- oder Auswahlverfahren und Kandidaten.
00:37:31: Die ich kennengelernt habe wird man schon auch ein bisschen abgehärtet.
00:37:34: uns fällt dann leichter auch eine Entscheidung mitzuteilen aber auch die Fähigkeit etwas eine negative Entscheidung zu vermitteln, zu erklären Kandidaten auch aufzubauen, ihm eine Perspektive aufzuzeigen und ihn zu motivieren.
00:37:53: Das gelingt natürlich auch mit Erfahrung immer besser und einfacher.
00:37:58: Und das ist mir auch immer wichtig, niemanden mit einer Niederlage irgendwie hängen zu lassen – einer gefühlten Niederlager.
00:38:06: Ein anderer Effekt ist natürlich auch Sympathie.
00:38:09: Wenn mir ein Kandidat extrem sympathisch Oder eine Kandidatin muss natürlich erstmal aufpassen, dass ich nicht im Gefahr laufe über Sympathie zu entscheiden und das ja einer der größten oder gefährlichsten Beises.
00:38:23: Dass man da nach Sympathy geht.
00:38:25: als Psychologen und Diagnostiker müssen wir mal darauf achten, dass andere nicht in diese Falle tappen und nach Sypathie entscheiden.
00:38:32: aber Ich bin auch nicht davor gefeit auch kandidaten sympathisch oder weniger sympathisch zu finden.
00:38:38: Aber klar, wenn tatsächlich die Situation entsteht und so professionell bin ich dann immer.
00:38:43: Dass ich auch bei Kandidaten, die mir sympathisch sind, dann auch mitteile dass es die Ereignung nicht festgestellt wird.
00:38:50: Dann tut mir das schon mehr Leid als bei Kandidaten, wie unsympathisch sind.
00:38:54: aber ich glaube ist immer die Frage der Art und Weise wie man so ein Ergebnis vermittelt.
00:38:59: Und dann eben auch gleich die Entwicklungsarbeit initiiert und baut, motiviert Tipps gibt.
00:39:06: was kann man besser machen um vielleicht beim nächsten Mal ja nicht nur das Assessment Center zu bestehen oder das Gespräch zu bestehnen sondern natürlich sich als Person als Persönlichkeit weiterzuentwickeln und dann einfach auch noch gereifter in den nächsten, ins nächste Bewerbungsgespräch oder ins nächste Assessment Center zu gehen.
00:39:26: Und dafür gebe ich dann auch gerne konkrete Tipps die nicht nur heißen macht das und dass im Assessment Center sondern denkt doch da auch im Berufsleben dran vielleicht auf ja in deiner Führungsrolle oder in der Kommunikation einfach auch anders zu agieren.
00:39:39: also ich gebe natürlich auch Tipps fürs Leben und nicht nur für's nächste Assessment center.
00:39:45: Ich hoffe das ist dann aber auch Halbwegs nachvollziehbar beantwortet.
00:39:57: Hätte ich ja beinahe diese Medical Director-Stelle bekommen und bin sehr gut durch das Assessment Center gekommen.
00:40:03: Man hat mir nur mangelnde Industrieerfahrung vorgeworfen, die ich natürlich als Arzt oder letztlich der aus der Klinik eigentlich nicht haben konnte – und das war offensichtlich.
00:40:15: Hat mit den Abarren natürlich auch andere Positionen im Unternehmen angeboten aber... Ich habe es erstmal dabei belassen und bin jetzt wirklich sehr zufrieden mit der Position, die
00:40:25: Okay, dann können wir von einem erfolgreichen Coaching im Nachgang sprechen und freut mich.
00:40:31: Ich mein ich weiß das ja auch wenn man darüber gesprochen auch im Nachgang.
00:40:35: Na immerhin war es eher eine fachliche Frage und keine persönlichen Frage die nicht zu einer Einstellung geführt hat.
00:40:48: Gut!
00:40:49: Dann nehme ich den Daffelstab wieder in die Hand.
00:40:54: Ja, wir kommen auch langsam schon Richtung Ende.
00:41:05: Also du darfst jetzt auch mal unbescheiden sein im Sinne wenn ich dich frage was würdest du denn über dich selbst in einem Empfehlung schreiben?
00:41:16: Was wäre das?
00:41:17: Das heißt, du darfst hier nochmal selbstbewusst und natürlich auch aus deiner Erfahrung heraus.
00:41:25: Aber warum diese Frage, warum könnte das auch in einem Bewerbungsgespräch eine Frage sein?
00:41:31: weil es natürlich auch um die Selbstreflektion geht sich bewusst zu sein oder bewusst zu machen wo sind denn meine Stärken?
00:41:38: was bringe ich mit in diese Stelle?
00:41:40: was habe ich vielleicht auch gelernt?
00:41:43: glaubst du kannst eine Selbstempfehlung formulieren?
00:41:53: Das ist gar nicht so leicht.
00:41:54: Ich warte seit mehreren Wochen immer noch auf das Zeugnis meines Exchefs, wo ich auch eine gewisse Gringschätzung sehe und wo ich mich auch frage Warum ist das so, warum hat er mich so gesehen?
00:42:14: Seit über fünfzehn Jahren haben wir zusammen gearbeitet.
00:42:22: Eine Empfehlung schreiben ist glaube ich dass ich ein offener und ehrlicher Mitarbeiter loyaler Mitarbeiter bin.
00:42:34: Ich habe bei meinem letzten Unternehmen über achtzehn Jahre lang gearbeitet haben wie gesagt auch die Klinik mit aufgebaut.
00:42:42: Aber in der Medizin gibt es natürlich auch immer Alpha-Tierchen und wenn zwei Alpha-Teerchen dann zusammenarbeiten müssen, denn das ist nicht so leicht.
00:42:50: Ich habe aber schon immer mich als Teamplayer gesehen.
00:42:54: Das sei es schon Anfangs im Triathlon ist ja normalerweise... auch ein Einzelsport, aber allein durch die Mannschaft konnte ich ja überhaupt diesen Titel gewinnen und als Einzel hätte ich das nicht geschafft.
00:43:10: Da war ich nicht gut genug für.
00:43:12: Und da habe ich gelernt dass es im Team besser ist.
00:43:24: Vorteil ist auch letztlich, dass ich vernetzen kann.
00:43:27: Dass sich Menschen miteinander vernetzten kann mit unterschiedlicher Expertise wenn einer die Frage hat über eine seltene Tumorentität oder ein Patient habe da kann ich einen Experten empfehlen und kann da eben anrufen und den Weg bahnen.
00:43:43: und das ist glaube ich so.
00:43:50: die Teamfähigkeit und die Vernetzung ist glaube ich etwas, was sich bei mir in den Vordergrund stellen würde.
00:43:59: Ja, dank dir!
00:44:00: Ich weiß es nicht leicht, dich selbst dann zu loben.
00:44:05: Also das fällt manchmal auch schwer dem einen mehr und dem anderen weniger.
00:44:10: aber es ist auch wichtig, sich das bewusstzumachen und darum geht's ja... sich auch klar zu machen, was sind denn eigentlich meine Stärken?
00:44:16: Meine Fähigkeit.
00:44:17: Womit kann ich mich empfehlen?
00:44:20: Nur dass jetzt nur rein spekulativ du hast deinen Job und wirst ihn auch behalten.
00:44:26: aber sich das bewusstzumachen ist wichtig, dass wir auch immer mein Tipp auch allen Bewerbenden gegenüber.
00:44:34: Aber natürlich muss das ja auch nicht aufhören, dass man sich das immer wieder bewusst macht.
00:44:38: was sind eigentlich meine Stärken die ich hier einbringe?
00:44:41: und sie werden ja auch im Laufe des Lebens bewusster weil man einfach auch viele Erfahrungen sammelt.
00:44:46: also auch dafür danke.
00:44:48: und ja wir kommen.
00:44:52: tatsächlich.
00:44:53: eine Frage habe ich noch für dich.
00:44:55: aber jetzt erstmal Vielen Dank für das Bewerbungsgespräch.
00:44:59: Und ja, aus meiner Sicht hast du den Job also zu der Katzin behalten.
00:45:05: Hast dich durchaus hier qualifiziert dafür.
00:45:09: Ich will aber das ganze Gespräch auch gerne nochmal zusammenfassen durch Dich.
00:45:16: Ist ja auch eine Retrospektive gewesen die Du hier in dem Gespräch durchlaufen hast und vielleicht kannst Du das noch mal zusammen fassen indem Du unseren Zuhörern und Zuhöhrerinnen mal mit auf den Weg gibst, worauf es ankommt auch im Leben.
00:45:36: Das muss nun nicht nur beruflich sein, das kann natürlich auch privat sein, mischt sich ja vieles... Was würdest du also auch den Hörern- und Hörerinnen mitgeben?
00:45:49: Wenn wir jetzt das Gespräch rekapitulieren ist es sicherlich Am ball zu bleiben sozusagen auch wenn man irgendwo seine leidenschaft gefunden hat sei es im sport sei es in beruf auch auch wenn die hörten denn manchmal unmöglich erscheinen Einfach am ball zubleiben dran zu bleiben an sich zu glauben das ist auch ein satz die kirne meinen kindern sage Bleib so wie du bist also du bist bleib authentisch Du bist so versuche voran zu gehen Aber auch letztlich natürlich auch zu fordern, dass es weitergeht.
00:46:30: Und das Wichtigste für mich ist so ein bisschen eine gewisse Demut dem Leben gegenüber.
00:46:38: Demütig den anderen Mitmenschen gegenüber zu sein.
00:46:46: Alle Menschen wollen irgendwie glücklich und erfolgreich sein, denen dabei helfen diesen Weg zu gehen.
00:46:55: Ja, das ist so was ich den Zuhörern empfehlen würde.
00:47:01: Also was heißt empfehle?
00:47:03: Mitgeben würde und natürlich das Wichtigste ist tief ein- und ausatmen sage ich immer meinen Patienten weiterleben und das Leben genießen.
00:47:13: Harry dem ist nichts hinzuzufügen.
00:47:15: Das waren ganz wertvolle Erkenntnisse.
00:47:19: noch in deiner letzten Antwort und ich lass das so stehen.
00:47:23: Und bedanke mich ganz herzlich bei dir, hat großen Spaß gemacht!
00:47:32: Wir sehen uns ja wieder.
00:47:33: auf jeden Fall aber dass du hier auch im Podcast warst vielen Dank vielleicht aber jetzt für dich.
00:47:38: das letzte Wort bevor wir auseinander gehen.
00:47:41: Nein, ich bedanke mich auch.
00:47:42: Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht.
00:47:44: Normalerweise bin ich ja der Host eines Podcasts – jetzt bin ich in deinem Podcast.
00:47:49: von daher hat mir ein unheimlicher Viel Spaß gemacht.
00:47:51: Danke dir und ich bin gespannt auf die weiteren Folgen welche Experten und Berufe du noch alles so vorstellen wirst.
00:48:01: Super!
00:48:01: Harry.
00:48:01: vielen Dank und dann alle Zuhörerinnen bis zum nächsten Mal Tschüss.
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